Elon Musk nach Kritik an Economist-Chefredakteurin im Anschluss an angespanntes Interview verspottet
Wichtige Erkenntnisse
- •Zanny Minton Beddoes befragte Elon Musk dazu, ob seine optimistischen Ansichten zu KI und Roboterarbeit im Widerspruch zu seinen Behauptungen über Einwanderung in Europa stehen.
- •Musk sagte, er glaube nicht, dass diese Positionen widersprüchlich seien, bot während des Austauschs jedoch kaum weitere Erklärungen an.
- •In dem Interview ging es auch um Rassismusvorwürfe und die Frage, ob Musk antimuslimisch sei.
- •Musk bezeichnete Beddoes später in einem Beitrag auf X als “traitor to the West”.
- •Mehdi Hasan kritisierte Musks Reaktion nach dem Interview und beschrieb sie als ungewöhnliche Reaktion auf einen schwierigen Austausch.

Elon Musk sieht sich erneut Spott ausgesetzt, nachdem er Economist-Chefredakteurin Zanny Minton Beddoes kritisiert hatte, mehrere Tage nachdem sie ihn in einem konfrontativen Interview zu offensichtlichen Widersprüchen befragt hatte.
Musk setzte sich mit Beddoes zu einem am Donnerstag veröffentlichten Interview zusammen, und der Austausch wurde schnell angespannt. Beddoes fragte Musk, wie seine prognostizierte utopische Zukunft mit reichlich künstlicher Intelligenz und Roboterarbeit mit seinen wiederholten Behauptungen zusammenpasse, Europa werde durch Einwanderer ruiniert. Musk tat sich mit einer Antwort schwer und sagte lediglich: „Ich glaube nicht, dass sie widersprüchlich sind.“
Der Austausch erregte Aufmerksamkeit, weil Musks öffentliche Äußerungen inzwischen regelmäßig Technologie, Einwanderung, Medien und Politik umfassen, während The Economist eine bedeutende internationale Publikation ist, deren Interviews Wirtschafts- und Politikakteure häufig zu politischen Positionen befragen. In diesem Fall konzentrierte sich Beddoes darauf, ob Musks Ansichten zu Automatisierung und demografischem Wandel zusammenpassen.
Beddoes sprach Musk auch auf Rassismusvorwürfe an. Er wies diese Vorwürfe zurück, indem er auf die Herkunft seiner Partnerin Shivon Zillis verwies. Sie fragte ihn außerdem, ob er antimuslimisch sei, eine Behauptung, die er auffallend weniger bereitwillig klar zurückwies.
Am Ende des Interviews ging Musk dazu über, Beschwerden vorzubringen. Er bestand darauf, dass seine Anhängerschaft von „a quarter billion people“ auf X zeige, dass er mehr gemocht als abgelehnt werde, und sagte Beddoes, dass “a lot more people hate you and the media more than you realize.”
Musks Verhalten während des Interviews wurde in einer am Donnerstag veröffentlichten Gizmodo-Analyse als “melt down” beschrieben. Bis Samstag schien Musk offenbar weiterhin mit dem Interview beschäftigt zu sein.
“She is a traitor to the West, plain and simple,” schrieb Musk am Samstagabend auf X und bezog sich dabei auf Beddoes.
Der Journalist und frühere MSNBC-Moderator Mehdi Hasan reagierte mit scharfer Kritik an dem Tesla-CEO und Billionär.
“Musk did an interview with the editor of the Economist, a posh white woman, centrist, daughter of an army officer,” schrieb Hasan in einem Beitrag auf X. “It went badly for Musk. So now she’s a ‘traitor to the West.’ Totally normal response from a normal guy.”
Musk did an interview with the editor of the Economist, a posh white woman, centrist, daughter of an army officer. It went badly for Musk. So now she’s a ‘traitor to the West.’ Totally normal response from a normal guy. — Mehdi Hasan (@mehdirhasan) July 25, 2026