Nottingham Forest beendet Berichten zufolge Edu Gaspars Vertrag
Wichtige Erkenntnisse
- •Edu Gaspar hat seine Rolle als Global Head of Football bei Nottingham Forest verlassen; dem Telegraph zufolge wurde sein Vertrag nach etwa einem Jahr aufgelöst.
- •Gaspars Aufgabe bestand darin, die Multi-Club-Struktur von Eigentümer Evangelos Marinakis zu koordinieren, zu der Nottingham Forest, Olympiacos und Rio Ave gehören.
- •Berichten zufolge war Gaspars Verhältnis zu Marinakis angespannt; der frühere Trainer Nuno Espírito Santo sah ihn als ungelenken Vermittler zwischen Trainer und Eigentümer.
- •Forest ernannte in der Vorwoche den früheren FIFA-Mitarbeiter Theodore Giannikos zum Geschäftsführer, der Lina Souloukou ablöste – ein Zeichen für umfassendere strukturelle Veränderungen beim Klub.
- •Edu, ein 2004 und 2005 für Brasilien eingespielter Nationalspieler, gehörte zu Arsenals ungeschlagener Premier-League-Mannschaft der Saison 2003-04 und hatte zuvor eine leitende Position in der Führung des FC Arsenal inne.

Edu Gaspar hat seine Position als Global Head of Football beim Premier-League-Klub Nottingham Forest verlassen und damit ein ereignisreiches Jahr in den Midlands beendet.
Der frühere Arsenal-„Invincible“ war im Juli 2025 zu Forest gestoßen, ist nun aber nach einem Jahr wieder gegangen; dem Telegraph zufolge wurde sein Vertrag aufgelöst. Damit kehrt eine bemerkenswerte Entwicklung für einen der bekanntesten Funktionäre des Fußballs ein, der sich in einer langjährigen Tätigkeit in der Führungsetage des FC Arsenal einen guten Ruf erarbeitet hatte, bevor er in die Midlands wechselte.
Bei seiner Berufung vor 14 Monaten sagte Edu: „Ich freue mich wirklich auf dieses neue Kapitel und fühle mich durch das mir entgegengebrachte Vertrauen geehrt. Dieses Projekt entspricht tief meinen Werten in Bezug auf Innovation und langfristige Planung. Ich freue mich darauf, ein globales Fußballmodell aufzubauen, das wettbewerbsfähig und nachhaltig ist und dem Ehrgeiz unseres Präsidenten [Evangelos Marinakis] entspricht.“
Der Verweis auf ein „globales Fußballmodell“ spiegelte die Multi-Club-Struktur unter Eigentümer Evangelos Marinakis wider, dessen Portfolio Nottingham Forest, den griechischen Klub Olympiacos und den portugiesischen Klub Rio Ave umfasst. Derartige Strukturen sind im europäischen Fußball inzwischen immer verbreiteter; Klubs teilen grenzüberschreitend Scoutingsnetzwerke, Rekrutierungsstrategien und Spielphilosophien – und die zu deren Koordination geschaffenen Führungspositionen haben sich oft als anspruchsvoll erwiesen.
Das Verhältnis zwischen Edu und dem früheren Nottingham-Forest-Trainer Nuno Espírito Santo war angespannt. Einigen Berichten zufolge betrachtete Nuno Edu als „ungewollten Zwischenmann“ zwischen dem Trainer und Klubeigentümer Evangelos Marinakis.
Vertrag aufgelöst
Forest, aktuell nach drei Spielen auf dem 16. Platz der Premier League, ernannte letzte Woche den ehemaligen Fifa-Mitarbeiter Theodore Giannikos zum Geschäftsführer, der Lina Souloukou ersetzte. Die Ernennung eines neuen Geschäftsführers hatte bereits eine Phase struktureller Veränderungen hinter den Kulissen des City Ground eingeläutet; Gaspars Ausgang reiht sich nun in eine Reihe hochrangiger Personalwechsel beim Klub ein.
Edu, dem zufolge Berichten der Aufbau einer Beziehung zu Marinakis schwerfiel, wurde zudem aus der „Who's who“-Rubrik auf der Klub-Website entfernt.
Der Brasilianer wechselte 2001 von Corinthians zum FC Arsenal und wurde als Teil der „Gunners“-Mannschaft der Saison 2003-04 zum Premier-League-„Invincible“. Nach seiner Zeit in England spielte er für Valencia, ehe er zu Corinthians in seiner Heimat zurückkehrte, um seine Karriere ausklingen zu lassen. Für Brasilien lief er 2004 und 2005 auf.
Zur Ernennung von Giannikos erklärte Forest: „Theodore wird die strategische Ausrichtung des Klubs leiten und die Umsetzung seiner langfristigen Ziele sowohl auf als auch neben dem Platz beaufsichtigen. Er bringt mehr als 20 Jahre Führungserfahrung aus dem internationalen Fußball mit sowie umfassende Kompetenzen in den Bereichen Recht, Governance und Geschäftsentwicklung.“
Der Telegraph hatte Edu um eine Stellungnahme gebeten.