NachrichtenMakroWichtige US-Aktienindizes eröffnen höher, da Öl fällt und geopolitische Spannungen nachlassen

Wichtige US-Aktienindizes eröffnen höher, da Öl fällt und geopolitische Spannungen nachlassen

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Dow Jones Industrial Average liegt 1,23% im Plus, während der S&P 500 um 0,81% steigt und der Nasdaq um rund 242 Punkte bzw. 0,95% zulegt.
  • WTI-Rohöl ist um mehr als 5,40 USD je Barrel gefallen, da Anleger die in den vergangenen zwei Wochen aufgebaute geopolitische Risikoprämie abbauen.
  • Berichte über eine Pause der US-Militäroperationen gegen den Iran und Hinweise auf weniger Eskalation aus Teheran mindern die Sorge, dass sich der Konflikt ausweitet.
  • Niedrigere Ölpreise verringern die Inflationssorgen und stützen energieempfindliche Sektoren wie Airlines, Transportunternehmen und Einzelhändler.
  • Der Nasdaq hielt vergangene Woche Unterstützung zwischen 24.913 und 25.109, und Händler beobachten nun 25.580 als nächstes Kursziel auf der Oberseite.
Wichtige US-Aktienindizes eröffnen höher, da Öl fällt und geopolitische Spannungen nachlassen

Die wichtigsten US-Aktienindizes notieren höher, da Anleger auf nachlassende geopolitische Spannungen, deutlich niedrigere Ölpreise und die Hoffnung reagieren, dass die jüngste Eskalation im Nahen Osten einer erneuten Diplomatie weichen könnte. Der Dow Jones Industrial Average führt die Gewinne an und liegt 1,23% im Plus, während der NASDAQ nach einem Anstieg von mehr als 300 Punkten im vorbörslichen Handel derzeit um rund 242 Punkte bzw. 0,95% höher notiert. Der S&P 500 steigt um 0,81%.

Ein wesentlicher Treiber der Bewegung ist der starke Rückgang bei Rohöl. WTI-Rohöl liegt um mehr als 5,40 USD je Barrel tiefer und setzt damit seinen Rückgang fort, während Händler die in den vergangenen zwei Wochen aufgebaute geopolitische Risikoprämie abbauen. Berichte über eine Pause der US-Militäroperationen gegen den Iran sowie Hinweise darauf, dass auch Teheran von einer weiteren Eskalation absieht, haben die Erwartung gestärkt, dass sich der Konflikt möglicherweise nicht weiter ausweitet.

Niedrigere Ölpreise dämpfen in der Regel Inflationssorgen, senken die Kosten für Unternehmen und Verbraucher und verringern das Risiko, dass steigende Energiepreise den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve erschweren könnten. Der Rückgang verbessert zudem die Marktstimmung insgesamt, da die Sorge nachlässt, höhere Treibstoffkosten könnten die Gewinnmargen der Unternehmen belasten oder die Konsumausgaben bremsen. Das ist relevant, weil Energiepreise häufig sowohl die Gesamtinflation als auch die tägliche Unternehmensplanung beeinflussen; eine deutliche Abwärtsbewegung kann den Fokus daher schnell wieder auf Gewinnentwicklung und Wachstum lenken. Airlines, Transportunternehmen, Einzelhändler und andere energieempfindliche Sektoren haben von dem Rückgang profitiert, während Anleger nach dem Risiko-averse geprägten Ton der Vorwoche wieder in Wachstumswerte umgeschichtet haben.

Aus technischer Sicht bleibt der Stundenchart des NASDAQ im Mittelpunkt. Während des Rückgangs in der vergangenen Woche fand der Index wiederholt Käufer in einer wichtigen Unterstützungszone im Swing-Bereich zwischen 24.913 und 25.109. Diese Unterstützung hielt mehreren Tests stand und bestätigte sich damit als wichtiger technischer Boden. Die heutige Aufwärtslücke entfernte den Index deutlich von diesem Bereich und verschiebt den Fokus von der Verteidigung hin zur Frage, ob Käufer genug Momentum aufbauen können, um höhere Widerstände zu testen.

Für den weiteren Verlauf ist 25.109 nun die erste wichtige Unterstützungsmarke, die bei Rücksetzern beachtet werden sollte. Solange der Index über diesem ehemaligen Swing-Bereich bleibt, behalten die Käufer den kurzfristigen technischen Vorteil. Ein Rückfall unter 24.913 würde den bullischen Ausblick schwächen und den 100-Tage-Durchschnitt sowie das 38,2%-Retracement der Rally vom April-Tief im Bereich von 24.707 bis 24.736 freilegen.

Auf der Oberseite liegt das nächste Kursziel nahe 25.580. Darüber richten Trader ihren Blick auf den 100-Stunden-Durchschnitt bei 25.799 und den 200-Stunden-Durchschnitt bei 25.898. Diese gleitenden Durchschnitte bleiben wichtige technische Hürden. Gelingt es den Käufern, über diese Marken auszubrechen und sich darüber zu halten, würde dies darauf hindeuten, dass sich die heutige Rally von einer Erholung nach einem Rückschlag zu einer nachhaltigeren Aufwärtsbewegung entwickelt.