Gold zieht an, während der Dollar bis zum Wochenabschluss unter Druck bleibt
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Entscheidung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langfristiger Anleihen zu verdoppeln, blieb am Freitag der wichtigste Markttreiber.
- •Der Dollar gab breit nach; der EUR/USD notierte über 1,1700 und der GBP/USD erreichte mit 1,3660 ein Sechsmonatshoch.
- •Die PMI-Daten aus dem Euroraum und Großbritannien fielen durchwachsen aus, blieben für den Handel aber weitgehend folgenlos, da die Märkte weiterhin auf Zinsen und Devisen fokussiert blieben.
- •Gold stieg um 1,7 % auf 4.596 Dollar, Silber legte um 2,6 % auf 69,90 Dollar zu, nachdem beide Metalle im Tagesverlauf zeitweise höher notiert hatten.
- •Bitcoin kletterte um 6,6 % auf 77.502 Dollar, während die US-Futures auf eine moderate Erholung hindeuteten und die europäischen Aktienmärkte leicht höher notierten.

Die Märkte konzentrierten sich weiterhin auf die Entscheidung des US-Finanzministeriums vom Anfang der Woche, die Rückkäufe langfristiger Anleihen zu verdoppeln. Der Dollar gab erneut nach, während die Renditen von US-Staatsanleihen nach einer Erholung am Donnerstag ins Stocken gerieten.
In den USA stieg die Rendite zehnjähriger Anleihen zurück auf 4,70 %, während die Rendite dreißigjähriger Anleihen auf 5,25 % kletterte, bevor sie leicht nachgaben. Dies trug dazu bei, die Entlastung an den Märkten aufrechtzuerhalten, da das sogenannte „Bessent Put“ weiterhin als intakt gilt, und lenkte die Aufmerksamkeit darauf, wie die Bewegungen am Anleihenmarkt den Handel über verschiedene Anlageklassen hinweg bis zum Wochenabschluss prägen.
In der Folge gibt der Dollar breit nach. Der EUR/USD testet Notierungen oberhalb von 1,1700, während der GBP/USD mit 1,3660 ein neues Sechsmonatshoch erreichte. Der USD/JPY notiert unterdessen 0,3 % tiefer bei 158,60, und der AUD/USD liegt am Tag 0,8 % höher bei 0,7165.
Zu den am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten zählten die PMI-Werte für den Euroraum und Großbritannien. Im Euroraum enttäuschten Frankreich und Deutschland, die Gesamtlesezahl fiel jedoch positiver aus, getragen von einer stärkeren Entwicklung im übrigen Teil der Region. In Großbritannien fielen die PMI-Daten ebenfalls besser aus, zeigten allerdings, dass die Inflationsdrücke weiter zugenommen haben. Die Veröffentlichungen blieben weitgehend ohne Wirkung auf den Handel, da die Märkte weiterhin von den Reaktionen auf den Schritt des Finanzministeriums und dem damit einhergehenden Wandel bei Zinsen und Devisen geprägt waren.
Der größte Nutznießer scheint das Gold zu sein. Das Metall stieg im früheren Handelsverlauf kurz über 4.600 Dollar und notiert derzeit 1,7 % höher bei 4.596 Dollar. Auch Silber berührte kurzzeitig die Marke von 70 Dollar und liegt aktuell 2,6 % im Plus bei 69,90 Dollar. Da die Renditen eine Pause einlegen und der Dollar schwächer notiert, gehören die Edelmetalle nach wie vor zu den reaktivsten Bereichen des Marktes.
An den übrigen Märkten versuchen die Aktienmärkte, zum Wochenabschluss einen festeren Stand zu finden. Die europäischen Indizes liegen leicht im Plus, während die US-Börsen nach dem Rückschlag vom Donnerstag auf eine Erholung hindeuten: Die Futures auf den S&P 500 legen um 0,4 % zu, die Nasdaq-Futures um 0,6 %.
Auch die Kryptowährungen bauen ihre Gewinne von Anfang der Woche weiter aus. Bitcoin legt um 6,6 % auf 77.502 Dollar zu und bleibt oberhalb der Marke von 77.000 Dollar.
Märkte
- AUD führt an, USD hinkt am Tag hinterher
- Gold 1,7 % höher bei 4.596 Dollar
- WTI-Rohöl 0,4 % höher bei 87,20 Dollar
- US-Renditen zehnjähriger Anleihen 0,6 Basispunkte tiefer bei 4,692 %
- Europäische Indizes leicht höher; Futures auf den S&P 500 0,4 % im Plus
- Bitcoin 6,6 % höher bei 77.502 Dollar