NachrichtenRohstoffe & ForexDollar legt auf stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten zu, gibt vor CPI-Bericht nach

Dollar legt auf stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten zu, gibt vor CPI-Bericht nach

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • US-Arbeitgeber schufen im August 162.000 Stellen und übertrafen damit die Analystenerwartungen.
  • Die stärkere Beschäftigungszahl verstärkte die Erwartung, dass die Fed im September die Zinsen erhöhen könnte.
  • Das Lohnwachstum verlangsamte sich auf 3,1 % im Jahresvergleich – der schwächste Anstieg seit Juni 2021.
  • Der Dollar baute seine Gewinne ab, da die Märkte ihren Fokus auf den bevorstehenden CPI-Inflationsbericht richteten.
  • Der japanische Yen wertete im Wochenverlauf gegenüber dem Dollar auf und setzte seine jüngere Stärke fort.
Dollar legt auf stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten zu, gibt vor CPI-Bericht nach

Der US-Dollar stieg zunächst an, nachdem Daten eine unerwartete Robustheit des amerikanischen Arbeitsmarktes im August zeigten: Die Arbeitgeber schufen 162.000 Stellen – deutlich mehr als von Analysten erwartet. Die stärker als prognostizierte Beschäftigungszahl verstärkte bei den Händlern die Erwartung, dass die Federal Reserve auf ihrer Sitzung im September die Zinsen erhöhen könnte. Zinserwartungen sind ein wesentlicher Treiber von Währungsbewertungen, da höhere US-Zinsen dollar-denominierte Anlagen für internationale Anleger, die Rendite suchen, attraktiver machen.

Der anfängliche Dollaranstieg flaute jedoch im Laufe der Handelssitzung ab, da die Währung ihre Gewinne abbaute und die Marktaufmerksamkeit sich dem bevorstehenden Verbraucherpreisindex-(CPI-)Inflationsbericht zuwandte. Inflationsdaten werden von Devisenhändlern genau beobachtet, da sie unmittelbar in die Geldpolitik der Federal Reserve einfließen; die Fed verfolgt ein Inflationsziel von 2 % und passt die Leitzinsen als Reaktion auf Preisdruck an. Der monatliche Bericht zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft und die CPI-Veröffentlichung gehören zu den marktbewegendsten US-Wirtschaftsindikatoren und verursachen oft starke kurzfristige Schwankungen des Dollars, wenn Händler den wahrscheinlichen Kurs der Geldpolitik neu bewerten.

Innerhalb des Arbeitsmarktberichts stieg das Lohnwachstum im Jahresvergleich um 3,1 % – der schwächste Anstieg seit Juni 2021. Ein langsamerers Lohnwachstum wird in der Regel als Zeichen nachlassenden Drucks auf dem Arbeitsmarkt gewertet, da Lohnsteigerungen eine zentrale Komponente der gesamten Inflationsdynamik sind. Die Beschäftigungszahl und die Lohndaten sendeten somit teilweise gegenläufige Signale über die Wirtschaft – ein Grund, warum die anfängliche Reaktion des Dollars schwer aufrechtzuerhalten war.

Im Devisenhandel wertete der japanische Yen im Laufe der Woche gegenüber dem Dollar auf und setzte damit eine Phase bemerkenschter Stärke der japanischen Währung gegen den Greenback fort. Der Yen reagiert empfindlich auf die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan, und das Währungspaar Dollar-Yen gehört zu den am stärksten gehandelten Paaren der globalen Devisenmärkte.

Das Federal Open Market Committee (FOMC) der Federal Reserve hält ungefähr alle sechs Wochen reguläre Sitzungen ab, auf denen es den Zielkorridor für den Federal Funds Rate festlegt – die Referenzborrowing-Kosten, die die Kreditzinsen für Dollar-Anlagen weltweit beeinflussen. Die Händler werden die nächste CPI-Veröffentlichung genau beobachten, um weitere Hinweise darauf zu erhalten, ob die Inflation vor der Septembersitzung das Ziel der Fed erreicht.

Quelle: Economic Times Markets