US-Finanzminister Scott Bessent erwartet Rohölpreis von bis zu 40 Dollar nach dem Iran-Konflikt und niedrigere Anleiherenditen
Wichtige Erkenntnisse
- •US-Finanzminister Scott Bessent prognostizierte, dass der Ölpreis nach Ende des Iran-Konflikts auf bis zu 40 Dollar pro Fass fallen könnte.
- •Er sagte, niedrigere Ölpreise würden den Inflationsdruck verringern und die Renditen von US-Staatsanleihen nach deren jüngstem Anstieg senken.
- •Die Prognose spiegelt ein reichliches globales Angebot großer Produzenten und das Wegfallen einer geopolitischen Prämie im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt wider.
- •Bessent spielte den Vorschlag des norwegischen Staatsfonds ab, seine Bestände an US-Staatsanleihen zu reduzieren.

US-Finanzminister Scott Bessent hat erklärt, dass er einen deutlichen Rückgang der Ölpreise erwartet, sobald der Iran-Konflikt endet. Aufgrund eines Überangebots am Markt könnte der Rohölpreis auf bis zu 40 Dollar pro Fass fallen.
Nach Bessents Angaben würde ein solcher Ölpreisrückgang wiederum die Anleiherenditen nach unten drücken. Die Renditen waren im jüngsten Handel stark gestiegen. Der von Bessent gezogene Zusammenhang zwischen Öl und Staatsanleihen spiegelt eine breitere Dynamik wider, die die Märkte genau beobachten: Niedrigere Rohölpreise verringern den Inflationsdruck, und gesunkene InflationsErwartungen senken in der Regel die Renditen, die Anleger für das Halten langlaufender Staatsanleihen verlangen. Staatsanleiherenditen sind eine Benchmark für Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft, einschließlich Hypotheken und Unternehmensschulden, sodass Verschiebungen im Öl- und Inflationsausweit weit über die Energiemärkte hinaus wirken.
Bessents Prognose von 40 Dollar pro Fass steht zudem vor dem Hintergrund eines reichlichen globalen Angebots, nachdem große Produzenten in den vergangenen Jahren ihre Förderung ausgeweitet haben, während eine Beilegung des Iran-Konflikts die geopolitische Prämie beseitigen würde, die geopolitische Spannungen historisch dem Ölpreis hinzugefügt haben.
Der Finanzminister spielte außerdem einen Vorschlag des norwegischen Staatsfonds ab, seine Bestände an US-Staatsanleihen zu reduzieren. Der norwegische Fonds gehört zu den größten Staatsfonds der Welt, und seine Anlageentscheidungen werden als Indikator dafür beobachtet, wie große ausländische Investoren US-Staatsschulden einschätzen – einen Markt, der stark auf anhaltende Nachfrage aus dem Ausland angewiesen ist.
Quelle: Economic Times Markets