DHS veröffentlicht heimlich Portal für Trumps Wahlregister-Plan, berichtet die Meldung
Wichtige Erkenntnisse
- •Das Department of Homeland Security hat eine neue Webseite mit dem Namen „State Citizenship Lists Portal“ gestartet.
- •Das Portal zeigt derzeit den Hinweis, dass die Listen zur Wahlberechtigung „coming soon“ seien.
- •Eine Executive Order aus dem März wies DHS und die Social Security Administration an, bundesstaatenweise Listen von als wahlberechtigt geltenden Personen zu erstellen.
- •Wahlrechts- und Datenschutzgruppen halten eine föderale Datenbank zur Wahlberechtigung für beispiellos und sehen mögliche Verstöße gegen den Datenschutz.
- •Das Electronic Privacy Information Center hat wegen des Projekts Klage eingereicht und es als rechtswidrig bezeichnet.

Das Department of Homeland Security hat heimlich eine neue Webseite veröffentlicht, die Präsident Donald Trumps beispiellosen Plan unterstützen soll, bundesweite Listen wahlberechtigter Personen in allen 50 Bundesstaaten zu erstellen.
Das neu veröffentlichte „State Citizenship Lists Portal“ erschien am Dienstag und zeigt derzeit ein blaues Feld mit dem Hinweis, dass die Listen „coming soon“ seien, wie ein Bericht von Democracy Docket mitteilt.
Ein im Juni veröffentlichtes DHS-Memo sagte, die Behörde plane, das Portal bis Freitag, den 4. Sept., vollständig funktionsfähig zu haben. Das Portal geht auf eine Executive Order aus dem März zurück, die DHS und die Social Security Administration anweist, in der gesamten Bundesregierung vorhandene Informationen zu zentralisieren und zu nutzen, um bundesstaatenweise Listen von Personen zusammenzustellen, die als wahlberechtigt gelten, so der Bericht.
Die Entwicklung erfolgt, während die Bundesstaaten weiterhin für die Pflege ihrer eigenen Wählerverzeichnisse verantwortlich sind. Deshalb wird die Idee einer föderalen Datenbank zur Wahlberechtigung von Wahlrechts- und Datenschutzgruppen genau geprüft. „Zusammengenommen würden die von Trump angestrebten Listen eine landesweite Datenbank zur Wahlberechtigung darstellen, die von der Bundesregierung verwaltet wird“, so Democracy Docket. „Eine solche Sache hat es nie zuvor gegeben, weil das US-Wahlsystem von den Bundesstaaten und Kommunen und nicht von der Exekutive verwaltet werden soll.“
Wahlrechtsexperten haben erklärt, dass Bundesbehörden nicht befugt sind, solche Listen zu erstellen oder zu verwalten. Sie warnten zudem, die Datenbank könnte dazu verwendet werden, die Eintragung einzelner Personen in den staatlichen Wählerverzeichnissen anzufechten und letztlich ihr Wahlrecht bei der Zwischenwahl im November zu beeinträchtigen.
Nach Ansicht von Befürwortern könnte die Zusammenführung großer Mengen persönlicher Daten von Amerikanern auch gegen bundesrechtliche Datenschutzbestimmungen verstoßen. Das Electronic Privacy Information Center reichte eine Klage ein und bezeichnete das Projekt als „flagrantly unlawful“.
„Eine Datenbank aufzubauen, die die Identitäten, Sozialversicherungsnummern, Adressen und Staatsbürgerschaftsinformationen jedes US-Bürgers enthält, ist ein außergewöhnlicher rechtswidriger Kompetenzüberschritt der Bundesregierung“, sagte John Davisson, der stellvertretende Direktor des Forschungszentrums.
„Dies ist genau das albtraumhafte ,Big Brother‘-Szenario, das der Privacy Act verhindern soll“, fügte er hinzu.
🚨BREAKING: The Department of Homeland Security (DHS) has published a new webpage that will help carry out President Donald Trump’s plans to create a national voter registry and shape who can vote in the upcoming midterm elections. — Marc E. Elias (@marceelias) September 1, 2026