Delhi setzt Langur-Imitatoren ein, um Makaken vor den Badminton-Weltmeisterschaften fernzuhalten
Wichtige Erkenntnisse
- •Delhi setzt menschliche Imitatoren von Langur-Rufen ein, um Rhesusmakaken von den Austragungsorten der Badminton-Meisterschaften fernzuhalten.
- •Die BWF-Weltmeisterschaften sind ein großes internationales Ereignis, und indische Offizielle wollen einen reibungslosen Ablauf sicherstellen.
- •Rhesusmakaken sind in Delhi seit Langem ein Problem; sie stehlen Lebensmittel, beschädigen Eigentum und stellen Gefahren im öffentlichen Raum dar.
- •Frühere Kontrollmaßnahmen wie Fang und Umsiedlung sowie Sterilisation waren nur begrenzt erfolgreich.
- •Der Einsatz lebender Languren für Patrouillen wurde durch Änderungen der indischen Tierschutzvorschriften eingeschränkt.

Während Delhi sich darauf vorbereitet, die Badminton-Weltmeisterschaften auszurichten, haben die Stadtbehörden auf eine ungewöhnliche Strategie zur Schädlingsbekämpfung zurückgegriffen: Sie stellen Fachkräfte ein, die die Schreie von Langur-Affen nachahmen können, um Trupps von Rhesusmakaken zu vertreiben, die in der indischen Hauptstadt allgegenwärtig sind. Die BWF-Weltmeisterschaften zählen zu den prestigeträchtigsten Titeln des Sports, ziehen Spitzenspieler aus Dutzenden von Ländern an, und indische Offizielle sind bestrebt, auf der globalen Bühne eine reibungslos organisierte Veranstaltung zu präsentieren.
Rhesusmakaken streifen in großer Zahl durch Delhi, stehlen Lebensmittel, beschädigen Eigentum und verursachen Gefahren im öffentlichen Raum. Das Problem besteht seit Jahrzehnten: Affen sind seit Langem rund um Regierungsgebäude, diplomatische Enklaven und Wohnviertel präsent. Frühere Versuche der Kontrolle, darunter Fang-und-Umsiedlungsprogramme sowie Sterilisationskampagnen, waren nur begrenzt erfolgreich. Der Langur, eine größere und dominante Primatenart, ist ein natürlicher Rivale des Makaken, und schon der Klang seines Rufs reicht aus, um Makaken in die Flucht zu schlagen. Jahrelang setzten die Stadtbehörden von Delhi auf Betreuer, die echte Languren an der Leine entlang von Regierungsgebäuden und VIP-Bereichen führten. Änderungen der indischen Tierschutzvorschriften haben jedoch die Haltung von Languren in Gefangenschaft eingeschränkt, was den Wechsel zu menschlichen Stimm-Imitatoren ausgelöst hat, die die bedrohlichen Rufe nachahmen können.
Diese Stimmprofis, deren Fähigkeit, Langur-Schreie zu imitieren, inzwischen zu einer spezialisierten und beschäftigungsfähigen Fertigkeit geworden ist, werden an den Austragungsorten der Meisterschaften eingesetzt, damit das internationale Badmintonturnier ohne Störungen durch Delhis anhaltende Affenpopulation ablaufen kann.
Weitere Informationen finden Sie bei der Times of London.