DBS und Citi wickeln Wochenende-USD-Zahlung mit tokenisierten Einlagen auf Swifts Digital Ledger ab
Wichtige Erkenntnisse
- •DBS und Citi führten am 5. September an einem Wochenende eine grenzüberschreitende US-Dollar-Zahlung von Singapur in die USA durch, die in wenigen Minuten über Swifts Blockchain-basierten Digital Ledger abgewickelt wurde.
- •Die Zahlung nutzte tokenisierte Einlagen – digitale Forderungen auf Guthaben bei Geschäftsbanken, die im Gegensatz zu Stablecoins oder CBDCs im regulierten Bankensystem verbleiben.
- •Swift nahm seinen Blockchain-basierten Ledger im Juli 2026 in den Erstbetrieb; 17 Banken auf sechs Kontinenten nahmen am Pilotprojekt teil, darunter HSBC, UBS, Standard Chartered und Wells Fargo.
- •Herkömmliche grenzüberschreitende Überweisungen können aufgrund von Zeitverschiebungen, Bankschlusszeiten und Wochenende-Schließungen bis zu zwei Werktage dauern – was tokenisierte Abwicklung überwinden soll.
- •Eine breitere Einführung von 24/7-tokenisierten Zahlungen hängt von stärkerer Bankbeteiligung und einer einheitlichen regulatorischen Behandlung tokenisierten Bankgelds ab.

DBS und Citi haben an einem Wochenende eine grenzüberschreitende US-Dollar-Zahlung zwischen Singapur und den USA abgeschlossen – ein wichtiger Schritt in Richtung rund um die Uhr verfügbarer Bankzahlungen. Die am 5. September ausgeführte Transaktion nutzte tokenisierte Einlagen, die über Swifts Blockchain-basierten Digital Ledger abgewickelt wurden, und war in wenigen Minuten abgeschlossen.
Tokenisierte Einlagen sind digitale Darstellungen von Guthaben bei Geschäftsbanken, die auf einem Distributed Ledger gehalten werden. Anders als Stablecoins oder digitale Zentralbankwährungen bleiben sie Forderungen gegenüber der ausstellenden Bank und verbleiben damit im regulierten Bankensystem.
Herkömmliche grenzüberschreitende Überweisungen können dagegen aufgrund von Zeitverschiebungen, Bankschlusszeiten und Wochenende-Schließungen bis zu zwei Werktage bis zur Abwicklung benötigen.
Swifts Digital Ledger soll die bestehende Bankinfrastruktur mit Distributed-Ledger-Technologie verbinden. Er ermöglicht teilnehmenden Banken, die Bewegung tokenisierter Einlagen zu koordinieren, während sie weiterhin auf etablierte Abwicklungssysteme setzen.
Always-on-Zahlungen gewinnen an Dynamik
Die DBS-Citi-Transaktion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Banken zunehmend tokenisiertes Geld als Mittel zur Verbesserung von Liquidität und Effizienz grenzüberschreitender Zahlungen erproben. Die Technologie könnte Unternehmen ermöglichen, Gelder außerhalb der üblichen Banköffnungszeiten zu bewegen – was für Firmen, die durchgehend in mehreren Märkten tätig sind, besonders nützlich sein kann.
Swift hat seinen Blockchain-basierten Ledger im Juli 2026 für die Erstnutzung in Betrieb genommen. Siebzehn Banken auf sechs Kontinenten nahmen am ersten Pilotprojekt teil, darunter Citi, DBS, HSBC, UBS, Standard Chartered und Wells Fargo. Die Initiative zielt auf grenzüberschreitende Zahlungen rund um die Uhr mittels von Banken ausgegebener tokenisierter Einlagen ab.
DBS hat seine Fähigkeiten im tokenisierten Finanzwesen seit dem Start von DBS Token Services im Jahr 2024 ausgebaut und gehört zudem zu Swifts Kern-Designgruppe für den Digital Ledger.
Vom Pilotprojekt zu realen Zahlungen
Die Wochenende-Transaktion zeigt, wie tokenisierte Einlagen aus kontrollierten Experimenten in die echte Finanzinfrastruktur übergehen. Citi wiederum entwickelt 24/7-Zahlungsfähigkeiten über seine bestehenden Geschäftsbereiche für digitale Assets und Clearing.
Für Unternehmenskassenleiter könnte eine schnellere Abwicklung die Verfügbarkeit von Bargeld verbessern und die durch internationale Bankenzeiten gebundene Liquidität verringern. Die größere Herausforderung besteht darin, die Interoperabilität zu skalieren und gleichzeitig die Regulierungs-, Risiko- und Abwicklungskontrolle aufrechtzuerhalten. Eine breitere Einführung hängt davon ab, dass weitere Banken dem Netzwerk beitreten und tokenisiertes Bankgeld jurisdictionsübergreifend einheitlich behandelt wird.