Glassnode-Analyse: Aktueller Bärenmarkt bei 49 % Tiefe, der mildeste der Aufzeichnungsgeschichte
Wichtige Erkenntnisse
- •Glassnode meldet, dass der aktuelle Kryptowährungs-Bärenmarkt seit seinem Höchststand um 49 % gesunken ist – der mildeste Drawdown in der aufgezeichneten Markthistorie.
- •Bei früheren Krypto-Bärenmärkten in den Jahren 2014–2015 und 2018 fiel Bitcoin um ungefähr 85 %, bevor die endgültigen Tiefpunkte erreicht wurden.
- •Historische Bärenmärkte dauerten im Durchschnitt etwa ein Drittel länger als der aktuelle Zyklus, bevor sie ihren Boden fanden.
- •Der aktuelle Abschwung weist beispiellose Faktoren auf, darunter den Zyklus geldpolitischer Straffung ab 2022 und die seit 2020 deutlich gestiegene institutionelle Beteiligung, die historische Muster neu gestalten könnten.

Der aktuelle Kryptowährungs-Bärenmarkt hat eine Tiefe von 49 % erreicht, so eine neue Analyse von Glassnode. Dieses Drawdown-Niveau ist das mildeste in der Aufzeichnungsgeschichte, was laut dem Analyseunternehmen darauf hindeuten könnte, dass der Markt seinen Abwärtszyklus noch nicht abgeschlossen hat.
Historischer Kontext
Der breitere Kryptomarkt sendet weiterhin gemischte Signale, mit unterschiedlicher Dynamik bei den wichtigsten digitalen Vermögenswerten. Glassnodes neueste Erkenntnisse heben hervor, dass der aktuelle Bärenmarkt – nun 49 % tief – bei isolierter Betrachtung der Tiefe deutlich weniger schwerwiegend ist als frühere Abschwünge.
Historische Daten zeigen, dass frühere Bärenmärkte deutlich niedrigere Niveaus erreichten als die aktuelle Schwelle von 49 %. Während des Zyklus 2014–2015 fiel Bitcoin von seinem Höchststand um rund 85 %, und der Abschwung von 2018 verzeichnete einen Rückgang ähnlichen Ausmaßes. Darüber hinaus dauerten vergangene Bärenmärkte durchschnittlich etwa ein Drittel länger, bevor sie ihre endgültigen Tiefpunkte erreichten. Diese beiden Faktoren zusammen werfen die Frage auf, ob der aktuelle Zyklus noch weiteren Spielraum hat, bevor ein endgültiger Boden erreicht ist.
Wichtige Erkenntnisse von Glassnode
- Die aktuelle Bärenmarkttiefe liegt bei 49 %, was historisch als mild einzustufen ist.
- Frühere Bärenmärkte erreichten deutlich größere Tiefen, bevor sie ihren Boden fanden.
- Die durchschnittliche Dauer vergangener Bärenmärkte erstreckte sich etwa ein Drittel länger, bevor die Tiefpunkte erreicht wurden.
Glassnode ist ein renommiertes Blockchain-Analyseunternehmen, dessen On-Chain-Daten und Markteinblicke im gesamten Kryptowährungssektor breit befolgt werden. Die Analysen des Unternehmens bieten Tradern und Investoren datengesteuerte Perspektiven auf Marktstruktur und Trends.
Marktbedingungen
Für die in der Analyse behandelten Vermögenswerte wurden keine spezifischen Preisveränderungen oder Handelsvolumenzahlen erfasst. Dieses Fehlen konkreter Handelsdaten steht vor dem Hintergrund einer breiteren Marktunsicherheit, in der die Teilnehmer Glassnodes Erkenntnisse neben weiteren makroökonomischen Bedingungen abwägen, darunter der Zyklus geldpolitischer Straffung, der 2022 begann und in früheren Krypto-Bärenmärkten kein direktes Vorbild hat. Der aktuelle Zyklus unterscheidet sich auch strukturell von früheren Abschwüngen, da die institutionelle Beteiligung an digitalen Vermögenswerten seit 2020 erheblich gestiegen ist, was historische Drawdown- und Erholungsmuster verändern könnte.
Das Fehlen nennenswerter Handelsaktivität könnte eine vorsichtige, abwartende Haltung der Marktteilnehmer widerspiegeln, während sie die Auswirkungen des Berichts bewerten.
Worauf zu achten ist
Marktbeobachter überwachen fortlaufend mehrere Indikatoren. Sollte sich der Bärenmarkt im Einklang mit historischen Dauermustern verlängern, könnte eine erhöhte Volatilität fortbestehen. Veränderungen bei Handelsvolumina und Marktbeteiligungsniveaus werden kritische Signale sein, da diese Kennzahlen darauf hindeuten könnten, ob der aktuelle Abwärtstrend anhält oder sich umkehrt.
Die vollständige Analyse von Glassnode finden Sie in deren Bericht.