Cosmos Labs fordert EVM-Chains nach gemeinsamem Bug mit Abfluss auf drei Netzwerken zum Stopp auf
Wichtige Erkenntnisse
- •Cosmos Labs wies EVM-kompatible Chains an, den Betrieb nach einem gemeinsam genutzten Bug zu stoppen, der Berichten zufolge drei Netzwerke geleert hat; die Anweisung richtete sich an Validatoren und Infrastrukturbetreiber.
- •Der Fehler stammt aus einer gemeinsamen Komponente im Cosmos-EVM-Modul, weshalb auch Chains außerhalb der drei geleerten Netzwerke verwundbaren Code enthalten könnten.
- •MANTRA stoppte seine Chain wegen eines Problems im Cosmos-EVM-Modul, und KiiChain veröffentlichte separat Hinweise zum selben Vorfall.
- •Cosmos EVM wurde 2025 als Framework für Ethereum-kompatible Chains im Cosmos-SDK-Ökosystem eingeführt, sodass übernehmende Teams gemeinsame Kernkomponenten statt eigener Implementierungen erben.
- •Der insgesamt abgezogene Wert, die betroffene Verträge oder Modulversion und die vollständige Liste der verwundbaren Chains sind weiterhin unbekannt.

Cosmos Labs forderte EVM-Chains auf, den Betrieb einzustellen, nachdem ein gemeinsamer Bug Berichten zufolge drei Netzwerke geleert haben soll, und warnte Validatoren sowie Infrastrukturbetreiber vor einer gemeinsamen Code-Exposition im gesamten Cosmos-EVM-Stack.
Was Cosmos Labs EVM-Chains sagte, sie tun sollen
Cosmos Labs riet EVM-kompatiblen Chains, den Betrieb zu stoppen, nachdem ein Sicherheitsvorfall Berichten zufolge drei Netzwerke geleert haben soll, wie crypto.news berichtet. Die Anweisung richtete sich an Chain-Betreiber und Validatoren und nicht an Endnutzer.
Der Aufruf zum Stopp ist eine defensive Eindämmungsmaßnahme: Das Anhalten der Blockproduktion kann weitere Ausnutzung verhindern, während Teams das Ausmaß der Exposition bewerten. The Defiant berichtete, dass die gemeinsame Natur des Bugs aus einem Problem auf einer einzelnen Chain eine breitere Multi-Network-Bedrohung gemacht habe.
Cosmos Labs veröffentlichte die Anweisung direkt über seinen offiziellen Kanal auf X.
Quelle: @cosmoslabs_io auf X
Warum der Bug als gemeinsam beschrieben wird
Ein gemeinsamer Bug bedeutet, dass derselbe Fehler in mehr als einer Bereitstellung vorhanden war, was auf eine gemeinsame Komponente im Cosmos-EVM-Modul hinweist, die mehrere Chains übernommen haben. Wegen dieser gemeinsamen Abhängigkeit wurde der Stopp-Aufruf über die drei geleerten Netzwerke hinaus auch auf andere Chains mit ähnlichem Code ausgeweitet.
Das Expositionsmuster ergibt sich daraus, wie der Stack aufgebaut ist: Cosmos EVM wurde 2025 als Framework für das Deployen Ethereum-kompatibler Chains innerhalb des Cosmos-SDK-Ökosystems eingeführt, sodass übernehmende Teams gemeinsame Kernkomponenten erben, statt eigene EVM-Implementierungen zu pflegen. Ausfälle durch geteilte Abhängigkeiten dieser Art haben auch andernorts einen Präzedenzfall, etwa der Vyper-Compiler-Bug vom Juli 2023, der mehrere Curve-Pools ausnutzbar machte, weil mehrere Deployments mit derselben fehlerhaften Compiler-Version erstellt worden waren.
MANTRA gehörte zu den Betreibern, die auf das zugrunde liegende Modulproblem reagierten, und stoppte seine Chain wegen eines Problems im Cosmos-EVM-Modul. Die Statusseite verfolgt den Betriebszustand der Chain während der Störung.
KiiChain veröffentlichte ebenfalls Hinweise zu dem Vorfall über seinen offiziellen Kanal, in einem Beitrag auf X. Dass verschiedene Teams auf denselben zugrunde liegenden Fehler reagierten, spricht für eine gemeinsame Codebasis und nicht für isolierte Exploits.
Worauf Betreiber und Nutzer als Nächstes achten sollten
Das unmittelbare Risiko ist operativ: Chains, auf denen das betroffene Modul läuft, müssen entscheiden, ob sie die Blockproduktion pausieren, und Infrastrukturanbieter müssen abwägen, ob Bridges und dApps online bleiben sollen. Der Stopp soll den Schadensradius einfrieren, bis ein Patch verfügbar ist.
Nutzer auf betroffenen oder verwandten Chains sollten vor Transaktionen den Betriebsstatus eines Netzwerks prüfen und Pausen bei Einzahlungen, Auszahlungen oder Bridge-Aktivitäten als erwartete Eindämmung und nicht als isolierte Ausfälle behandeln. Der Präzedenzfall ähnelt dem Vorgehen anderer Protokolle, die nach Exploits Produkte eingefroren haben, um weitere Verluste zu begrenzen.
Zum Veröffentlichungszeitpunkt bleiben zentrale Punkte offen: der insgesamt abgezogene Wert, die konkret betroffenen Verträge oder die betroffene Modulversion sowie die vollständige Liste der Chains mit dem verwundbaren Code. Die Wiederherstellung hängt von einem verifizierten Patch und koordinierten Neustartbedingungen der verantwortlichen Teams ab.