COSCO Shipping übernimmt methanolbereites Mehrzweckschiff Guo Liang Hai
Wichtige Erkenntnisse
- •Das 80.000-DWT-Schiff Guo Liang Hai ist das sechste in seiner Serie und wurde offiziell hauptsächlich für den Getreidetransport auf Südamerika-China-Routen in Dienst gestellt.
- •Das fast 230 Meter lange Schiff ist mit einer methanolbereiten Kraftstoffschnittstelle ausgestattet, die eine zukünftige Umrüstung auf alternative Kraftstoffantriebe ermöglicht.
- •Die Übergabe durch COSCO Shipping spiegelt einen breiteren Branchentrend beim Bestellen methanol- oder ammoniakbereiter Schiffe wider, während Schiffseigentümer abwägen, welche alternativen Kraftstoffe eine breite Akzeptanz finden werden.
- •Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation verfolgt das Ziel, den Höhepunkt der Schiffsemissionen so bald wie möglich zu erreichen und bis etwa 2050 Netto-Null zu erreichen.
- •Trotz einer wachsenden Anzahl von in Dienst gestellten methanolbereiten Schiffen haben aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von grünem Methanol und beträchtlichen Umrüstkosten nur wenige eine Umrüstung durchgeführt.

Chinas COSCO Shipping hat ein neues Mehrzweckschiff übernommen, das für eine zukünftige Umrüstung auf Methanolantrieb konzipiert ist.
Das 80.000-DWT-Schiff mit dem Namen Guo Liang Hai ist offiziell in Dienst gestellt worden, wie das Unternehmen in einem Social-Media-Beitrag mitteilte. Es ist das sechste Schiff seiner Serie und in erster Linie für den Getreidetransport konzipiert.
„Mit einer Länge von fast 230 Metern ist die Guo Liang Hai zudem mit einem intelligenten Managementsystem, kohlenstoffarmen Designmerkmalen und einer methanolbereiten Kraftstoffschnittstelle ausgestattet, die zukünftige Wege der Energiewende unterstützen“, sagte COSCO Shipping.
Das Schiff ist bereits auf Routen zwischen Südamerika und China im Einsatz, einem Korridor, der für den globalen Handel mit Sojabohnen und anderen Massengütern von zentraler Bedeutung ist.
Die Übergabe spiegelt einen breiteren Branchentrend wider: Mehrere Schiffseigentümer haben in den letzten Jahren methanol- oder ammoniakbereite Schiffe bestellt, während sie abwägen, welche alternativen Kraftstoffe voraussichtlich eine breite Akzeptanz finden werden. Dieser Ansatz ermöglicht es den Eigentümern, Schiffe anfangs mit konventionellen Kraftstoffen zu betreiben, während sie die Option behalten, sie zu einem späteren Zeitpunkt auf Antriebe mit alternativen Kraftstoffen umzurüsten. Diese Strategie hat an Zugkraft gewonnen, während die Internationale Seeschifffahrts-Organisation Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aus der internationalen Schifffahrt verfolgt, einschließlich des Ziels, den Höhepunkt der Emissionen so bald wie möglich zu erreichen und bis etwa 2050 Netto-Null zu erreichen.
Methanol hat als potenzieller Schiffskraftstoff Aufmerksamkeit erregt, da es aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden kann und im Vergleich zu konventionellem Schweröl geringere Emissionen von Schwefeloxiden und Feinstaub aufweist. Die großtechnische Verfügbarkeit von grünem Methanol ist jedoch weiterhin begrenzt, und die Kosten für die Umrüstung von Schiffen auf Methanolantrieb können beträchtlich sein.
Obwohl immer mehr methanolbereite Schiffe in Dienst gestellt werden, wurden bisher nur wenige anschließend auf Methanolantrieb umgerüstet. Dies unterstreicht die Unsicherheit, die im gesamten Seeschifffahrtssektor hinsichtlich der Frage besteht, welche alternativen Kraftstoffe letztlich die für eine breite Anwendung erforderliche Infrastruktur- und Lieferkettenreife erreichen werden.