Coldcard warnt Mk3-Nutzer, ihre Gelder zu transferieren – nach Untersuchung eines Verlusts von 594 BTC
Wichtige Erkenntnisse
- •Coinkite hat eine vorbeugende Warnung herausgegeben, in der Coldcard-Mk3-Besitzer aufgefordert werden, ihre Bitcoin an einen sicheren Ort zu transferieren.
- •Sicherheitsforscher untersuchen aktiv einen gemeldeten Verlust von rund 594 BTC, der offenbar sehr schnell und nicht über einen längeren Zeitraum hinweg eingetreten ist.
- •Die Warnung beschränkt sich auf das ältere Mk3-Modell und erstreckt sich nicht auf die neueren Hardware-Versionen von Coinkite.
- •Die genaue Ursache des Verlusts, der Exploit-Mechanismus und die Frage, ob alle Mk3-Geräte betroffen sind, bleiben unbestätigt.
- •Der unabhängige Bitcoin-Sicherheitsforscher Jameson Lopp hat den Vorfall öffentlich kommentiert, was auf eine darüber hinausgehende Prüfung durch Experten hindeutet.

Coinkite, der Hersteller der Coldcard-Hardware-Wallet, hat eine vorbeugende Warnung herausgegeben, in der Besitzer der Mk3-Gerätegeneration aufgefordert werden, ihre Bitcoin-Bestände zu transferieren. Die Empfehlung erfolgt vor dem Hintergrund, dass Sicherheitsforscher aktiv einen gemeldeten Verlust von rund 594 BTC untersuchen.
Coldcard gehört zu den am weitesten verbreiteten reinen Bitcoin-Hardware-Wallets im Bereich Self-Custody und ist für sein Air-Gap-Design sowie den Fokus auf Isolierung privater Schlüssel bekannt. Eine Sicherheitswarnung, die sich an eine bestimmte Gerätegeneration eines Herstellers dieses Rangs richtet, zieht in der Bitcoin-Community besondere Aufmerksamkeit auf sich – gelten Hardware-Wallets doch normalerweise als letzte Verteidigungslinie gegen Diebstahl.
Der Vorfall wird als laufende Untersuchung und nicht als abgeschlossener Fall behandelt. Coinkite hat seine Warnung als vorbeugende Maßnahme formuliert, solange die Überprüfung andauert.
Offizielle Leitlinien und Geltungsbereich
Coinkite veröffentlichte seine Leitlinien in einem offiziellen Sicherheits-Hinweis, der sich ausdrücklich an die Besitzer der Mk3-Generation des Coldcard-Geräts richtet. Das Unternehmen empfahl betroffenen Nutzern, ihre Bitcoin vorsorglich an einen sicheren Ort zu transferieren. Das Mk3 ist ein früheres Gerätemodell; Coinkite hat seitdem neuere Hardware-Versionen auf den Markt gebracht, was möglicherweise erklärt, warum sich die Warnung auf dieses spezielle Modell und nicht auf die gesamte Produktreihe bezieht.
Die Warnung folgt auf einen Bericht von The Block, wonach Experten einen groß angelegten Bitcoin-Diebstahl untersuchen. Den vorliegenden Berichten zufolge soll der Verlust sehr schnell und nicht über einen längeren Zeitraum hinweg eingetreten sein.
Auch Atlas21 berichtete über den Vorfall und dokumentierte zusätzlich das Ausmaß und die Geschwindigkeit des gemeldeten Verlusts.
Was in dieser Phase bestätigt ist, ist die Existenz der Warnung selbst sowie die Tatsache, dass eine Untersuchung läuft. Die genaue Ursache des Verlusts, der exakte Mechanismus eines möglichen Exploits, die Identität eines möglichen Angreifers und die Frage, ob jedes Mk3-Gerät betroffen ist, wurden noch nicht abschließend geklärt.
Externe Prüfung und offene Fragen
Der Bitcoin-Sicherheitsforscher Jameson Lopp äußerte sich öffentlich zu dem Vorfall und kommentierte den Fall auf X. Seine Beteiligung unterstreicht, dass der Fall nicht nur vom Hersteller selbst, sondern auch von unabhängigen Experten geprüft wird.
Die gemeldete Summe von rund 594 BTC steht im Zentrum der Untersuchung. Forscher prüfen aktiv die Umstände des Verlusts, wobei wesentliche Details noch unbestätigt sind.
Für Mk3-Besitzer ist die Relevanz unmittelbar: Die Untersuchung betrifft genau die Hardware-Generation, die sie nutzen. Deshalb richtet sich die Aufforderung, die Gelder zu transferieren, an dieses spezielle Modell und nicht an den breiteren Markt für Hardware-Wallets.
Empfohlene Maßnahmen für Mk3-Besitzer
Die zentrale Handlungsaufforderung von Coinkite ist eindeutig: Mk3-Nutzer sollten ihre Gelder transferieren. Das Unternehmen rät den Besitzern, die Leitlinien direkt über seine offiziellen Kanäle zu verifizieren, anstatt sich auf zusammengefasste Zweitquellen zu verlassen.
Da die Untersuchung andauert, können die offiziellen Anweisungen mit neu eintretenden Informationen aktualisiert werden. Betroffenen Mk3-Besitzern wird empfohlen, die offizielle Warnung zu bestätigen und die vom Hersteller genannten Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen.