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CMA CGM nimmt neues methanolbetriebenes Boxschiff in die Flotte auf

Autor: Ship & Bunker·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die CMA CGM Roi Arthur ist ein neu benanntes 15.000-TEU-Containerschiff mit Methanol-Antrieb, das die alternative Kraftstoffflotte des Unternehmens erweitert.
  • CMA CGM verfolgt eine Zweigleisstrategie und investiert sowohl in methanol- als auch in LNG-betriebene Schiffe; im Juni kam ein weiteres Methanol-Schiff hinzu, im März das größte LNG-Schiff.
  • Der ökologische Nutzen methanolbetriebener Schiffe hängt stark von der Kraftstoffherkunft ab: Erneuerbares Methanol bietet deutliche Emissionsminderungen, fossiles Methanol nur begrenzte Vorteile.
  • Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation hat das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen des internationalen Seeverkehrs bis etwa 2050 auf Netto-Null zu senken.
  • Die weltweite Bunker-Infrastruktur und die Lieferketten für erneuerbare Kraftstoffe könnten Schwierigkeiten haben, mit dem wachsenden Auftragsbestand für alternative Kraftstoffe Schritt zu halten.
CMA CGM nimmt neues methanolbetriebenes Boxschiff in die Flotte auf

Der französische Containerschifffahrtskonzern CMA CGM hat seiner wachsenden Flotte von Schiffen mit alternativen Kraftstoffen ein weiteres methanolbetriebenes Containerschiff hinzugefügt.

Das 15.000-TEU-Containerschiff wurde bei einer Taufzeremonie auf den Namen CMA CGM Roi Arthur getauft, wie das Unternehmen heute in einem LinkedIn-Beitrag mitteilte.

CMA CGM mit Sitz in Marseille ist eine der weltweit größten Containerschifffahrtslinien und hat seine Flotte von Schiffen mit alternativen Kraftstoffen in den vergangenen Jahren aktiv ausgebaut. Die Aufnahme der CMA CGM Roi Arthur markiert den jüngsten Schritt des Unternehmens beim Einsatz methanolfähiger Tonnage, während die Schifffahrtsbranche ihre Umweltbilanz verbessern will. Der internationale Seeverkehr verursacht rund 3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen und setzt Reedereien damit zunehmend unter Druck von Regulierungsbehörden und Verladerseite, ihre Emissionen zu senken.

Der Containerschifffahrtssektor hat in den vergangenen Jahren einen erheblichen Anteil an den weltweiten Bestellungen methanolbetriebener Schiffe ausgemacht. Da immer mehr dieser Schiffe in Dienst gestellt werden, wird erwartet, dass die Nachfrage nach grünem Methanol als Schiffskraftstoff steigt und Anbieter sowie Häfen den Ausbau der Bunker-Infrastruktur vorantreiben. Der Umweltvorteil methanolbetriebener Schiffe hängt jedoch in hohem Maße von der Herkunft des Kraftstoffs ab: Aus erneuerbaren Rohstoffen hergestelltes Methanol kann deutliche Minderungen der Lebenszyklusemissionen ermöglichen, während konventionelles Methanol aus fossilem Erdgas nur geringere Vorteile bietet. Die Produktionskapazitäten für erneuerbares Methanol bleiben derzeit im Verhältnis zur bestellten Zahl methanolfähiger Schiffe begrenzt.

Im Juni erhielt CMA CGM ein weiteres 15.000-TEU-Containerschiff mit Methanol-Antrieb und setzte damit die konstante Folge neuer Schiffsübernahmen fort.

Über Methanol hinaus hat CMA CGM auch stark in LNG-betriebene Schiffe investiert. Im März nahm das Unternehmen sein größtes LNG-betriebenes Containerschiff in die Flotte auf und unterstrich damit eine Zweigleisstrategie bei der Einführung mehrerer alternativer Kraftstoffpfade, während die Branche auf einen Konsens darüber wartet, welche kohlenstoffarmen Kraftstoffe sich im großen Maßstab durchsetzen werden.

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus dem internationalen Seeverkehr festgelegt, darunter das Ziel, die Emissionen so bald wie möglich ihren Höhepunkt erreichen zu lassen und bis etwa 2050 Netto-Null zu erreichen. Große Reedereien wie CMA CGM, Maersk und Hapag-Lloyd haben darauf reagiert und Schiffe bestellt, die mit Methanol, LNG und anderen kohlenstoffarmen Kraftstoffen betrieben werden können. Es bleibt jedoch offen, ob die globale Bunker-Infrastruktur und die Lieferketten für erneuerbare Kraftstoffe mit dem Auftragsbestand Schritt halten können.