Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack klingt in der Geldpolitik deutlich Falken-haft
Wichtige Erkenntnisse
- •Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack erklärte, dass die aktuelle Geldpolitik der Fed nicht ausreichend restriktiv ist, während die Inflation weiterhin zu hoch bleibt.
- •Hammack sagte, Rückmeldungen aus der Wirtschaft deuteten darauf hin, dass es an der Zeit sei, die Zinsen zur Inflationsbekämpfung zu erhöhen.
- •Ihre Position stellt sie an das falkenähnliche Ende des FOMC, in dem die Verantwortlichen über die Bremswirkung des aktuellen Zinses uneins sind.
- •Ihre Äußerungen könnten den US-Dollar und die Renditen stützen und auf Aktien drücken – abhängig von den anstehenden Inflations- und Beschäftigungsdaten.
- •Entscheidende Prüfsteine sind die monatlichen CPI- und Lohnberichte sowie die Fed-Projektionen bei den kommenden FOMC-Sitzungen.

Beth Hammack, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, schlägt in der Geldpolitik einen deutlich falkenartigen Ton an und argumentiert, dass die aktuelle Geldpolitik der Fed zu einem Zeitpunkt, an dem die Inflation weiterhin zu hoch ist, nicht ausreichend restriktiv ist.
Hammack sagte, Rückmeldungen ihrer regionalen Unternehmenskontakte deuteten darauf hin, dass es an der Zeit sei, die Zinsen zu erhöhen, um die Inflation wieder unter Kontrolle zu bringen. Nach ihrer Einschätzung ist die Geldpolitik der Fed nicht restriktiv, und die Inflation bleibt zu hoch. Diese Haltung platziert sie am falkenähnlicheren Ende des geldpolitischen Komitees der Fed, in dem die Verantwortlichen in den vergangenen Monaten unterschiedlich bewertet haben, wie stark die aktuelle Einstellung des Leitzinses gegen anhaltende Preissteigerungen tatsächlich wirkt.
Ihre Äußerungen verstärken die Auffassung, dass die Fed die Geldpolitik bei anhaltend hoher Inflation weiter straffen könnte. Für Händler ist die Botschaft potenziell stützend für den US-Dollar und die US-Renditen, bedeutet aber einen Gegenwind für Aktien. Die letztliche Marktreaktion wird jedoch davon abhängen, ob die anstehenden Inflations- und Beschäftigungsdaten ihre Sicht bestätigen – Veröffentlichungen wie die monatlichen CPI- und Lohnberichte sowie die eigenen Projektionen der Fed bei den kommenden FOMC-Sitzungen sind die entscheidenden Prüfsteine dafür, ob ihr Plädoyer für eine weitere Straffung bei den Kollegen Zuspruch findet.
Hammacks Äußerungen decken sich mit anderen, die sie kürzlich gemacht hat: https://investinglive.com/central-banks/fed-s-hammack-it-s-time-to-act-with-rate-hikes-waiting-will-create-pain/
Die Federal Reserve Bank of Cleveland ist eine der 12 regionalen Federal-Reserve-Banken, aus denen das Federal-Reserve-System besteht. Ihre Präsidentin sitzt im Federal Open Market Committee (FOMC), dem Gremium, das den Leitzins festlegt – das wichtigste Instrument der Notenbank, um die Kreditkosten und damit letztlich die Inflations- und Beschäftigungslage in den USA zu beeinflussen. Öffentliche Äußerungen von Regional-Fed-Präsidenten werden von den Märkten genau beobachtet, da sie Signale über die Richtung der Geldpolitik liefern.