Banken drängen auf begrenzte Änderungen, während die Gespräche zum Clarity Act an Intensität gewinnen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die American Bankers Association unterstützt den Clarity Act und will vor der Abstimmung nur begrenzte Änderungen.
- •Im Zentrum der Bedenken stehen zwei Absätze zu Stablecoin-Belohnungen und lokaler Kreditvergabe.
- •Banken warnen, dass Stablecoin-Belohnungen auf Kryptoplattformen Einlagen von lokalen Kreditgebern abziehen und die Kreditvergabe verringern könnten.
- •Coinbase zog seine Unterstützung im Januar zurück, nachdem es vorgeschlagene Grenzen für kundenbezogene Stablecoin-Belohnungen abgelehnt hatte.
- •Ein überarbeiteter Entwurf würde Bundesbeamten und ihren Familienmitgliedern die Ausgabe oder Bewerbung digitaler Vermögenswerte untersagen, während Senatoren bis zur August-Pause um parteiübergreifende Unterstützung ringen.

Rob Nichols, Chief Executive der American Bankers Association, sagte, die Bankenlobby unterstütze den Clarity Act, wolle aber, dass Gesetzgeber vor der Abstimmung über das Gesetz nur begrenzte Änderungen vornehmen.
Im CNBC-Format Squawk Box sagte Nichols, die Gruppe stehe hinter dem Großteil des rund 600 Seiten starken Entwurfs. Seine Bedenken konzentrierten sich auf zwei Absätze, die mit Stablecoin-Belohnungen und deren möglicher Wirkung auf die lokale Kreditvergabe zusammenhängen.
JUST IN: American Bankers Association CEO tells CNBC "There's a lot of good in the Clarity Act" "I do think that the crypto and the banking sectors can coexist. I think we can be the crypto capital of the world." "We're working with the Senators" on this bill. pic.twitter.com/3SldlEBEOS — Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) July 29, 2026
Nichols sagte, die Bankenbranche wolle, dass der Clarity Act verabschiedet wird, und fordere die Senatoren zugleich auf, die umstrittene Formulierung vor dem weiteren Vorgehen zu überarbeiten. Diese Haltung spiegelt eine breitere Anstrengung von Banken und Kryptofirmen wider, das erste große bundesweite Marktstrukturgesetz für digitale Vermögenswerte mitzugestalten, während die Abgeordneten versuchen, den Rahmen vor der August-Pause zu klären.
Clarity Act stößt auf Streit um Stablecoins
Der Clarity Act soll bundesweite Regeln für Kryptomärkte in den Vereinigten Staaten schaffen. Die Gesetzgeber versuchen, den Entwurf noch vor Beginn der August-Pause des Kongresses voranzubringen.
Banken haben gewarnt, dass Kryptoplattformen Stablecoin-Belohnungen anbieten könnten, die Einlagen von lokalen Kreditinstituten abziehen. Ihrer Ansicht nach könnte dies dazu führen, dass weniger Geld für Kredite an Haushalte und kleine Unternehmen zur Verfügung steht.
Coinbase zog seine Unterstützung für das Gesetz im Januar nach Meinungsverschiedenheiten mit Bankenverbänden zurück. Die Börse lehnte vorgeschlagene Beschränkungen für Kundenprämien im Zusammenhang mit Stablecoins ab.
Der Policy-Chef von Coinbase, Faryar Shirzad, sagte, große Banken nutzten bereits Blockchain-Produkte. Er verwies auf das Interesse von JPMorgan und Bank of America an Stablecoins und Zahlungsdiensten.
Senatoren suchen parteiübergreifende Einigung
Ein neuer Entwurf des Gesetzes würde Bundesbeamten und ihren Familienmitgliedern untersagen, digitale Vermögenswerte auszugeben oder zu bewerben. Der Vorschlag reagiert auf Bedenken, die von demokratischen Abgeordneten geäußert wurden.
Die Republikaner wollen, dass die Senatoren das Gesetz bald abschließen. Einige Demokraten unterstützen den Rahmen für die Marktstruktur, während Senatorin Elizabeth Warren Bedenken hinsichtlich politischer Interessenkonflikte und krimineller Nutzung geäußert hat.
Nichols sagte, Banken und Kryptounternehmen könnten auf demselben Markt tätig sein. Er sagte, die Vereinigten Staaten könnten sowohl einen starken Bankensektor als auch eine wachsende Branche für digitale Vermögenswerte unterstützen.
Fidelity, Goldman Sachs, Kryptogruppen und mehrere Abgeordnete haben den überarbeiteten Text unterstützt. Im Mittelpunkt steht nun die Frage, ob die Senatoren den Streit um Stablecoins beilegen und den Clarity Act vor der Pause voranbringen können.