Bernstein: Scheitern des CLARITY Act könnte SEC- und CFTC-Krypto-Regulierung beschleunigen
Wichtige Erkenntnisse
- •Bernstein ist der Ansicht, dass der mangelnde Fortschritt beim CLARITY Act die Krypto-Regulierung von SEC und CFTC beschleunigen könnte.
- •Die SEC hat viele digitale Token allgemein als Wertpapiere nach dem Howey-Test eingestuft, während die CFTC wichtige Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether als Rohstoffe betrachtet hat.
- •Eine von Behörden geleitete Regulierung würde eine umfassende Gesetzgebung nicht ersetzen, könnte der Branche jedoch kurzfristig größere regulatorische Sicherheit bieten.
- •Krypto-Unternehmen haben regulatorische Unklarheiten als große Herausforderung genannt, und einige sind in Rechtsgebiete mit klareren Rahmenbedingungen wie dem MiCA-Regime der Europäischen Union expandiert.

Das Forschungsunternehmen Bernstein ist der Ansicht, dass das Scheitern des CLARITY Act US-Aufsichtsbehörden dazu veranlassen könnte, die Regulierung von Kryptowährungen zu beschleunigen und der Digitalvermögensbranche auch ohne neue Gesetzgebung größere regulatorische Klarheit zu verschaffen.
Laut der Analyse von Bernstein könnten die Securities and Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eine aktivere Rolle bei der Schaffung regulatorischer Rahmenbedingungen einnehmen, falls der Kongress nicht in der Lage ist, eine umfassende Krypto-Gesetzgebung voranzutreiben, und zwar auf der Grundlage ihrer bestehenden rechtlichen Befugnisse. Anstatt auf das Handeln der Gesetzgeber zu warten, könnten die Aufsichtsbehörden zusätzliche Leitlinien und formelle Vorschriften einführen, die Schlüsselbereiche des Digitalvermögensmarktes abdecken. Der CLARITY Act gehört zu mehreren Gesetzgebungsvorschlägen, die der Kongress im Rahmen breiterer Bemühungen zur Schaffung eines umfassenden regulatorischen Rahmens für Digitalvermögen geprüft hat – ein Bereich, in dem mehrere Gesetzentwürfe eingebracht, aber keiner endgültig verabschiedet wurde.
SEC und CFTC könnten die Führung übernehmen
Bernstein argumentiert, dass das Ausbleiben legislativer Fortschritte beide Behörden dazu ermutigen könnte, ihre Bemühungen zu beschleunigen, Klarheit darüber zu schaffen, wie Kryptowährungen, Handelsplätze, Vermittler und andere Marktteilnehmer reguliert werden sollten. Klarere Leitlinien könnten die Unsicherheit für Krypto-Unternehmen und institutionelle Anleger verringern und gleichzeitig die Zuständigkeiten der jeweiligen Behörde definieren. Die SEC hat in erster Linie den Howey-Test angewandt – ein Rahmen, der aus einem Urteil des Supreme Court aus dem Jahr 1946 abgeleitet wurde –, um zu argumentieren, dass viele digitale Token als Anlageverträge im Sinne der Wertpapergesetze einzustufen sind. Die CFTC, die den Rohstoff- und Derivatemarkt gemäß dem Commodity Exchange Act beaufsichtigt, hat die Auffassung vertreten, dass wichtige Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether Rohstoffe sind, und hat Krypto-Futures sowie Maßnahmen gegen Betrug und Manipulation am Spotmarkt reguliert.
Obwohl eine von Behörden geleitete Regulierung eine umfassende Gesetzgebung nicht ersetzen würde, weist Bernstein darauf hin, dass sie der Branche kurzfristig größere Sicherheit bieten könnte. Krypto-Unternehmen haben wiederholt regulatorische Unklarheiten als eine zentrale operative Herausforderung genannt, wobei einige Unternehmen in Rechtsgebiete expandiert sind, die bereits umfassende Rahmenbedingungen umgesetzt haben, wie etwa die Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) der Europäischen Union.
JUST IN: $867B Bernstein says CLARITY Act failure could accelerate SEC and CFTC crypto rulemaking. pic.twitter.com/qO6brwEIy5 — Cointelegraph (@Cointelegraph) August 3, 2026
JUST IN: $867B Bernstein says CLARITY Act failure could accelerate SEC and CFTC crypto rulemaking.
Warum es für die Krypto-Branche wichtig ist
Die Zukunft der US-Kryptoregulierung bleibt eines der am stärksten beobachteten Themen im Digitalvermögenssektor. Marktteilnehmer fordern seit langem klarere Regeln für die Token-Klassifizierung, Handelsplattformen, Verwahrung und den Anlegerschutz.
Bernsteins Einschätzung legt nahe, dass das Scheitern des CLARITY Act regulatorische Fortschritte nicht zwingend verzögern wird. Vielmehr könnte es Bundesbehörden dazu ermutigen, innerhalb ihrer bestehenden Befugnisse entschiedener zu handeln und möglicherweise die nächste Phase der Kryptoaufsicht in den Vereinigten Staaten zu prägen.
Anleger und Branchenteilnehmer werden künftige Ankündigungen sowohl der SEC als auch der CFTC genau verfolgen, um zu sehen, ob als Reaktion neue Vorschläge oder Regulierungsinitiativen entstehen.