Cathie Wood: Circle verdrängt Visa und Mastercard, während das USDC-Volumen steigt
Wichtige Erkenntnisse
- •Circle meldete im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 48 Millionen US-Dollar und wandelte damit einen Verlust aus dem Vorjahreszeitraum um.
- •USDC wickelte im Juli Transaktionen im Wert von rund 849 Milliarden US-Dollar ab und hielt 62 % des Marktes.
- •Circles Transaktionsumsatz verdoppelte sich im zweiten Quartal, was eine stärkere USDC-Nutzung widerspiegelt.
- •Visa und Mastercard traten neben Circles Konkurrenten Coinbase dem Open-USD-Konsortium bei.
- •CRCL stieg seit dem Börsengang im Juni 2025 um 84 %, blieb nach der Erholung im Juli jedoch deutlich unter seinem Höchststand.

Cathie Wood sagt, dass Circle Visa und Mastercard verdrängt, während Transaktionsvolumen und Marktanteil von USDC weiter wachsen.
Circle meldete im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 48 Millionen US-Dollar, während USDC im Juli Transaktionen im Wert von 849 Milliarden US-Dollar abwickelte und einen Marktanteil von 62 % erreichte.
Visa und Mastercard sehen sich nach ihrem Beitritt zum Open-USD-Konsortium neben Circles Konkurrenten Coinbase mit wachsendem Stablecoin-Wettbewerb konfrontiert.
Cathie Wood stellte am 23. August die Sicht der Wall Street auf Circle, Visa und Mastercard in Frage und argumentierte, dass Analysten den Stablecoin-Wettbewerb unterschätzen. Die Gründerin von ARK Invest sagte, CRCL habe seit seinem Börsengang im Juni 2025 um 84 % zugelegt. Zum Vergleich: Visa und Mastercard verzeichneten seit Jahresbeginn Zuwächse von 5 % bzw. 1 %, während sich die Aktie von Circle im Juli um 30 % erholte.
Circles Zahlen rücken das USDC-Wachstum in den Fokus
Wood sagte, viele Analysten im Finanzdienstleistungsbereich hätten ihren Ruf mit der Berichterstattung über Visa und Mastercard aufgebaut. Sie argumentierte jedoch, dass diese Analysten Circle nicht als Disruptor der Zahlungsbranche begreifen könnten. Nach Angaben von Alex, einem Finanzforscher und Partner bei Artemis und Oobit, spiegeln die jüngsten Kursbewegungen einen Wandel in der Markteinschätzung wider.
Circle meldete im zweiten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 48 Millionen US-Dollar. Dieses Ergebnis wandelte einen Verlust aus dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um. Circles Transaktionsumsatz verdoppelte sich im Quartal ebenfalls, was Anlegern einen klareren Einblick gibt, wie sich die USDC-Nutzung in den Finanzergebnissen des Unternehmens niederschlägt.
USDC verzeichnete im Juli ein Transaktionsvolumen von rund 849 Milliarden US-Dollar und hielt einen Marktanteil von 62 %. Im ersten Halbjahr 2026 wickelte USDC ein Rekordvolumen von 5,3 Billionen US-Dollar an Transaktionen ab. Selbst nach einem Anstieg von 30 % im Juli notierte CRCL noch rund 58 % unter seinem Höchststand.
CRCL startete am 5. Juni 2025 bei 31 US-Dollar und stieg später auf knapp 299 US-Dollar, bevor die Aktie von diesem Niveau deutlich nachgab.
OUSD-Konsortium bringt neuen Wettbewerb
Circles Marktposition sieht sich nun dem Wettbewerb durch das Open-USD-Konsortium und dessen Stablecoin OUSD ausgesetzt. Das Konsortium nahm um den 30. Juni 2026 seinen Betrieb auf, zu seinen Partnern zählen unter anderem Stripe, Coinbase und BlackRock.
Auch Visa und Mastercard traten der Gruppe bei. Nach Angaben von Alex zahlte Mastercard 1,8 Milliarden US-Dollar für BVNK Finance. BVNK hatte zuvor die Stablecoin-Auszahlungen von Visa ermöglicht.
Diese Vereinbarung schafft eine weitere Verbindung zwischen traditionellen Zahlungsnetzwerken und der Stablecoin-Infrastruktur und unterstreicht, wie etablierte Zahlungsunternehmen sich rund um dieselben Zahlungsschienen positionieren, die sie einst als Randbereich betrachteten. Coinbases Beteiligung stellt zudem einen früheren Circle-Partner hinter ein konkurrierendes Stablecoin-Projekt.
Zahlungsaktien zeigen unterschiedliche Kursbewegungen
Nach Angaben von Alex folgte die Juli-Erholung von Circle auf einen zuvor erfolgten Rückgang von 42 % über zwölf Monate. Er sagte, die Erholung von CRCL sei gemeinsam mit Circles Wandel in die Profitabilität und einem höheren Transaktionsumsatz erfolgt. Alex verwies zudem auf 33 Billionen US-Dollar an Stablecoin-Transfers im vergangenen Jahr, was laut ihm einem Wachstum von 72 % entsprach.
Unterdessen verzeichneten Visa und Mastercard weiterhin geringere Zuwächse seit Jahresbeginn. Beide Unternehmen traten ebenfalls dem OUSD-Konsortium bei, während sich der Wettbewerb über Stablecoin-Emission und Zahlungsinfrastruktur hinaus ausweitete.
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