NachrichtenMakroChinas Kohlekraft-Erzeugung sinkt erstmals unter 50 % der Gesamtstromerzeugung

Chinas Kohlekraft-Erzeugung sinkt erstmals unter 50 % der Gesamtstromerzeugung

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Anteil von Kohle an Chinas Stromerzeugung sank im ersten Halbjahr 2026 auf 49,7 % – erstmals in der Geschichte unter 50 %.
  • Trotz des sinkenden prozentualen Anteils produzierte Kohle weiterhin 2,5 Billionen kWh, da die gesamte Stromnachfrage weiter wuchs.
  • Die kombinierte installierte Leistung von Wind- und Solarenergie erreichte bis Ende Juni 2026 1,95 Milliarden Kilowatt, ein Anstieg von 16,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
  • Wind- und Solarerzeugung deckten zusammen im ersten Halbjahr rund ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs Chinas.
  • China genehmigt und baut weiterhin neue Kohlekraftwerke parallel zum Ausbau erneuerbarer Energien, um Energiesicherheit und Netzstabilität zu gewährleisten.
Chinas Kohlekraft-Erzeugung sinkt erstmals unter 50 % der Gesamtstromerzeugung

Im ersten Halbjahr 2026 machte die Kohlekraft erstmals in der Geschichte weniger als 50 % der gesamten Stromerzeugung Chinas aus. Dieser Meilenstein deutet auf eine beschleunigte Umstellung auf grüne und kohlenstoffarme Energie hin, wie aus am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.

Die von der Nationalen Energieverwaltung Chinas veröffentlichten Zahlen zeigen, dass Kohlekraftwerke im Zeitraum Januar bis Juni 2,5 Billionen Kilowattstunden (kWh) erzeugten. Diese Leistung senkte den Anteil von Kohle an der gesamten nationalen Stromerzeugung auf 49,7 %. Da China der weltweit größte Stromproduzent ist und die gesamte Stromnachfrage jährlich weiter steigt, kann die absolute Kohleerzeugung nahezu auf Rekordniveau verbleiben, selbst wenn der prozentuale Anteil von Kohle am Energiemix sinkt.

China ist seit langem der weltweit größte Kohleverbraucher und der größte Emittent von Treibhausgasen. Das Land hat sich nationale Ziele gesetzt, die CO₂-Emissionsspitze vor 2030 zu erreichen und die Kohlenstoffneutralität vor 2060 zu verwirklichen. Die neuesten Daten deuten darauf hin, dass ein struktureller Wandel im Energiemix im Gange ist, bei dem erneuerbare Energien die historisch dominante Position von Kohle allmählich aushöhlen. Dennoch hat China die Genehmigung und den Bau neuer Kohlekraftwerke parallel zum Ausbau erneuerbarer Energien fortgesetzt, was den politischen Schwerpunkt auf Energiesicherheit und Netzstabilität in Zeiten geringer Wind-, Solar- oder Wasserkrafterzeugung widerspiegelt.

Der Ausbau erneuerbarer Energien in dem Land verlief in den ersten sechs Monaten des Jahres in raschem Tempo weiter. Bis Ende Juni erreichte die kombinierte installierte Leistung von Wind- und Solarenergie 1,95 Milliarden Kilowatt, was einem Anstieg von 16,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.

Was die tatsächliche Stromerzeugung betrifft, überstieg die kombinierte Wind- und Solarerzeugung im ersten Halbjahr 1,2 Billionen kWh und machte damit etwa ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs Chinas aus, so die Nationale Energieverwaltung.

Quelle: China Daily