NachrichtenMakroCFTC beruft sich auf Notstandsbefugnisse, um den Betrieb von Kalshi während der Glücksspielklage von New York aufrechtzuerhalten

CFTC beruft sich auf Notstandsbefugnisse, um den Betrieb von Kalshi während der Glücksspielklage von New York aufrechtzuerhalten

Autor: BitcoinKE·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die CFTC wies KalshiEX LLC an, den Betrieb gemäß den Kernprinzipien des Commodity Exchange Act fortzusetzen, nachdem Kalshi einen Marktnotstand gemeldet hatte.
  • New York verklagte Kalshi im Juli 2026 mit dem Ziel, das Unternehmen daran zu hindern, Einwohnern des Bundesstaates Ereigniskontrakte zu Sport, Wahlen, Kultur und anderen Ereignissen anzubieten.
  • Die CFTC erklärte, dass New York außerdem mindestens 36 Milliarden Dollar an Schadensersatz fordert.
  • Kalshi argumentiert, dass seine Verträge unter das Bundesrostoffrecht fallen, während New York sie als unerlaubtes Glücksspiel betrachtet, das staatlicher Regulierung unterliegt.
  • Die CFTC hat in diesem Sektor bereits zuvor Notstandsbefugnisse genutzt, darunter eine Anordnung im Juli 2026, die Kalshi zur Abwicklung ausstehender Geschäfte nach einer Gerichtsentscheidung in Michigan verpflichtete.
CFTC beruft sich auf Notstandsbefugnisse, um den Betrieb von Kalshi während der Glücksspielklage von New York aufrechtzuerhalten

Die US-Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat Notstandsbefugnisse angerufen, um den Betreiber des Prognosemarktes Kalshi anzuweisen, den Betrieb fortzusetzen und damit einen Rechtsstreit mit dem Bundesstaat New York zu verschärfen, bei dem es um die Frage geht, ob die Ereigniskontrakte der Plattform illegales Glücksspiel darstellen.

Die CFTC erklärte, sie habe gehandelt, nachdem Kalshi die Behörde über einen Marktnotstand infolge einer Klage der Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, informiert hatte. Die Behörde wies KalshiEX LLC, die Einheit, die die Kalshi-Plattform betreibt, an, ihren Betrieb in Übereinstimmung mit den Kernprinzipien des Commodity Exchange Act fortzusetzen.

New York verklagte Kalshi im Juli 2026 und beantragte eine einstweilige Verfügung, die es dem Unternehmen verbieten würde, Einwohnern des Bundesstaates Ereigniskontrakte anzubieten, die mit Sport, Wahlen, Kultur und anderen Ereignissen verbunden sind. Laut der CFTC fordert der Bundesstaat zudem mindestens 36 Milliarden Dollar an Schadensersatz.

Der Streit dreht sich um eine weiterreichende regulatorische Frage: ob Prognosemärkte als bundesstaatlich regulierte Finanzmärkte oder als Glücksspielaktivitäten behandelt werden sollten, die den Gesetzen der Bundesstaaten unterliegen. Kalshi agiert als ein von der CFTC beaufsichtigter Vertragsmarkt und behauptet, dass seine Ereigniskontrakte unter das Bundesrostoffrecht fallen. New York argumentiert hingegen, dass es sich bei den Kontrakten um unerlaubtes Glücksspiel handelt, das nach Landesrecht reguliert werden sollte.

Das Eingreifen der CFTC stellt eine weitere Eskalation im wachsenden Konflikt zwischen Bundes- und Landesbehörden über Prognosemärkte dar – einer Branche, die sich schnell ausgedehnt hat, da Plattformen zunehmend Kontrakte anbieten, die mit Sport, Politik, Wirtschaftsdaten und anderen realen Ereignissen verknüpft sind. Dieses Wachstum hat den Sektor zu einem wiederkehrenden Testfall dafür gemacht, wie geltende Marktvorschriften auf neuere Produkte anzuwenden sind, die die Grenze zwischen Handel und Wette verwischen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass die CFTC in diesem Bereich Notstandsbefugnisse ausübt. Im Juli 2026 wies die Behörde Kalshi an, ausstehende Geschäfte abzuwickeln, nachdem ein Gericht in Michigan das Unternehmen angewiesen hatte, bestimmte Verträge mit Einwohnern von Michigan zu stornieren.

Die jüngste Maßnahme unterstreicht die regulatorische Unsicherheit, mit der die Betreiber von Prognosemärkten konfrontiert sind. Die Bundesstaaten stellen die Aktivitäten dieser Plattformen zunehmend nach Glücksspielgesetzen in Frage, während die CFTC gleichzeitig versucht, ihre bundesstaatliche Zuständigkeit über die Verträge geltend zu machen. Für Marktteilnehmer bedeutet dies, dass die praktischen Regeln darüber, wo und zu welchen Bedingungen diese Verträge angeboten werden können, möglicherweise weiterhin gleichermaßen von Gerichtsbeschlüssen und Maßnahmen der Behörden wie von den Verträgen selbst geprägt werden.

Der Ausgang des Streits um Kalshi könnte weitreichende Auswirkungen über ein einzelnes Unternehmen hinaus haben und potenziell bestimmen, wie Prognosemärkte in den gesamten Vereinigten Staaten operieren und inwieweit staatliche Glücksspielregulierungsbehörden in bundesstaatlich regulierte Märkte eingreifen können.

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