Cerebras erwartet Verdreifachung des Kernerlöses bis 2027 und stellt nächste Woche CS-4 vor
Wichtige Erkenntnisse
- •Cerebras meldete für das zweite Quartal 2026 einen Kernerlös von rund 210 Millionen US-Dollar, mehr als 100 % über dem Vorjahr.
- •Der GAAP-Umsatz lag im Quartal bei 180,1 Millionen US-Dollar und damit unter dem Kernerlös wegen der Bilanzierung langfristiger Verträge.
- •Das Unternehmen erhöhte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 880 Millionen bis 890 Millionen US-Dollar.
- •Cerebras sagte, der Kernerlös könne sich 2027 mehr als verdreifachen, gestützt auf 25,4 Milliarden US-Dollar an Performance-Verpflichtungen.
- •Das Unternehmen will nächste Woche sein CS-4-System vorstellen und erwartet bis Ende 2026 eine mehr als zehnfache Steigerung der Produktionskapazität.

Cerebras Systems hat seinen zweiten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen vorgelegt und Zahlen veröffentlicht, die das schnelle Wachstum des KI-Chipherstellers unterstreichen, während er sich im Markt für KI-Beschleuniger gegen die Dominanz von Nvidia positioniert.
Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2026 einen Kernerlös von rund 210 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von mehr als 100 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. CEO Andrew Feldman teilte den Anlegern mit, dass sich der Kernerlös 2027 voraussichtlich mehr als verdreifachen werde, gestützt auf bereits verbuchte Performance-Verpflichtungen in Höhe von 25,4 Milliarden US-Dollar.
Finanzergebnisse und Ausblick
Der GAAP-Umsatz für das Quartal belief sich auf 180,1 Millionen US-Dollar. Die Differenz zwischen GAAP-Umsatz und Kernerlös ergibt sich aus den Bilanzierungsregeln für langfristige Verträge, nach denen bestimmte vertraglich vereinbarte Beträge später erfasst werden.
Auf Basis dieser Ergebnisse erhöhte Cerebras seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne von 880 Millionen bis 890 Millionen US-Dollar.
Der Börsengang des Unternehmens war ein bemerkenswerter Meilenstein im Halbleitersektor. Cerebras erzielte beim Börsengang im Mai 2026 Bruttoerlöse von 6,4 Milliarden US-Dollar und gehörte damit zu den größten Halbleiter-IPOs aller Zeiten. Das Unternehmen erwartet außerdem, dass seine Produktionskapazität bis Ende 2026 um mehr als das Zehnfache steigen wird.
Wafer-Scale-Technologie und die CS-4-Roadmap
Cerebras unterscheidet sich von klassischen Chipherstellern dadurch, dass das Unternehmen Prozessoren baut, die einen gesamten Silizium-Wafer einnehmen – die etwa tellergroße Scheibe, die traditionelle Fertigungsanlagen normalerweise in Hunderte einzelner Chips aufteilen. Cerebras lässt diesen Aufteilungsschritt vollständig aus.
Der aktuelle Flaggschiff-Cluster des Unternehmens ist der CS-3, angetrieben von der WSE-3-Architektur. Dieser Prozessor packt 4 Billionen Transistoren auf einen einzigen Wafer. Zum Vergleich: Nvidias H100 enthält ungefähr 80 Milliarden Transistoren.
Feldman und CFO Bob Komin planen, nächste Woche den CS-4, das System der nächsten Generation von Cerebras, vorzustellen.
OpenAI-Deal und strategische Partnerschaften
Die auffälligste Partnerschaft im Portfolio von Cerebras ist eine mehrjährige Vereinbarung mit OpenAI im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar. Der Vertrag ist auf die Bereitstellung von 750 Megawatt Inferenz-Compute ausgelegt.
Cerebras hat außerdem eine Zusammenarbeit mit Amazon Web Services für Inferenz-Funktionen aufgebaut.
Diese Partnerschaften erklären die 25,4 Milliarden US-Dollar an Performance-Verpflichtungen. Dieser Betrag steht für vertraglich zugesicherte zukünftige Umsätze, die Cerebras nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren erfassen will.