Broadcom erhöht Prognose für KI-Chips, während Big Tech weiter größere Schecks ausstellt
Wichtige Erkenntnisse
- •Broadcom erwartet nun einen Umsatz mit KI-Chips von 115 Milliarden US-Dollar bis Oktober 2027, der sich im Geschäftsjahr 2028 auf 230 Milliarden US-Dollar verdoppeln soll.
- •Das Unternehmen übertraf die Umsatzerwartungen der Wall Street für das dritte Quartal, dennoch fielen die Aktien um rund 1 % angesichts hoher Anlegererwartungen an KI-Chiplieferanten.
- •Broadcom liefert kundenspezifische KI-Chips und Netzwerkhardware und ist neben Nvidia zu einem der wichtigsten Profiteure des KI-Infrastrukturausbaus geworden.
- •Große Cloud-Betreiber bevorzugen kundenspezifische ASICs, da sie auf bestimmte Workloads zugeschnitten werden können und im Vergleich zu universellen GPUs mehr Kontrolle über Kosten und Lieferketten bieten.
- •Die Prognose verweist auf anhaltende mehrjährige Kapitalzusagen der Hyperscaler, wobei das Tempo der KI-Ausgaben ein wichtiger Faktor in Broadcoms kommenden Berichten bleibt.

Broadcom hat seine Prognose für den Absatz von KI-Chips angehoben und signalisiert damit die anhaltend hohen Ausgaben großer Technologieunternehmen für künstliche Intelligenz und deren Infrastruktur.
Das Unternehmen erwartet laut seiner aktuellen Guidance nun, dass sein Umsatz mit KI-Chips bis Oktober 2027 115 Milliarden US-Dollar erreicht, und geht davon aus, dass sich dieser Wert im Geschäftsjahr 2028 auf 230 Milliarden US-Dollar verdoppelt.
Diese Aussicht kommt, obwohl die Broadcom-Aktien um rund 1 % nachgaben, obwohl das Unternehmen die Umsatzschätzungen der Wall Street für das dritte Quartal übertroffen hatte. Die gedämpfte Aktienreaktion zeigt, wie hoch die Erwartungen der Anleger an KI-Chiplieferanten nach einer Serie starker Ergebnisse in der Branche inzwischen gestiegen sind – selbst kleinste Anzeichen eines schwächeren Wachstums stoßen auf kritische Prüfung, selbst wenn die Kernzahlen die Erwartungen übertreffen.
Broadcom unter der Führung des langjährigen CEO Hock Tan ist ein bedeutender Entwickler und Lieferant maßgeschneiderter KI-Chips und Netzwerkhardware. Das Unternehmen hat sich zu einem der wichtigsten Profiteure des Ausbaus der KI-Infrastruktur entwickelt, da große Technologiefirmen zunehmend eigene kundenspezifische Beschleuniger neben GPUs von Anbietern wie Nvidia entwickeln und KI-Entwickler wie OpenAI die Nachfrage nach dedizierter Rechenleistung vorantreiben. Kundenspezifische Chips, oft als ASICs bezeichnet, sind für große Cloud-Betreiber attraktiv, weil sie auf bestimmte Workloads zugeschnitten werden können und im Vergleich zu universellen GPUs mehr Kontrolle über Kosten und Lieferketten bieten – eine Entwicklung, die Broadcom neben Nvidia zu einem zentralen Akteur im KI-Computing gemacht hat.
Das Ausmaß der Prognose verweist zudem auf anhaltende, mehrjährige Kapitalzusagen der Hyperscaler, deren Rechenzentrumsbudgets zunehmend in dedizierte KI-Chips fließen. Ob sich dieses Ausgabentempo hält, während KI-Entwickler auf ihre Infrastrukturinvestitionen Erträge erzielen wollen, wird ein entscheidender Faktor in Broadcoms kommenden Quartalsberichten sein.
Quelle: CNBC-TV18