NachrichtenMakroNeue Studie über 900 Millionen brasilianische Beschäftigungsdatensätze zeigt, wann Städte Aufwärtsmobilität ermöglichen

Neue Studie über 900 Millionen brasilianische Beschäftigungsdatensätze zeigt, wann Städte Aufwärtsmobilität ermöglichen

Autor: Marginal Revolution·

Wichtige Erkenntnisse

  • •Die Studie analysiert mehr als 900 Millionen verknüpfte Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Datensätze, die die gesamte formale Erwerbsbevölkerung Brasiliens abdecken.
  • •Die Aufwärtsmobilität von Geringverdienern ist am stärksten in Betrieben, die Geringverdiener und Gutverdiener zusammenbringen.
  • •Der Zusammenhang ist in den südbrasilianischen Städten besonders stark, wo komplexere Branchen ein breiteres Spektrum an Qualifikationen beschäftigen.
  • •Die Beziehung ist in den nördlichen Städten schwächer, wo die formale Beschäftigung vom öffentlichen Sektor dominiert wird.
Neue Studie über 900 Millionen brasilianische Beschäftigungsdatensätze zeigt, wann Städte Aufwärtsmobilität ermöglichen

Eine neue Studie stützt sich auf mehr als 900 Millionen verknüpfte Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Datensätze, die die gesamte formale Erwerbsbevölkerung Brasiliens abdecken, um zu untersuchen, wann Städte Aufwärtsmobilität für Menschen bieten, die zunächst arm sind.

Die Forschenden stellen fest, dass die Aufwärtsmobilität von Geringverdienern am stärksten in Betrieben ist, die Personen mit niedrigen Löhnen mit Gutverdienern zusammenbringen. Dieser Zusammenhang ist in den südbrasilianischen Städten besonders ausgeprägt, wo komplexere Branchen Arbeitskräfte mit einem breiteren Spektrum an Qualifikationen beschäftigen. Der Zusammenhang ist in den nördlichen Städten schwächer, wo die formale Beschäftigung vom öffentlichen Sektor dominiert wird. Praktisch gesehen widmet sich das Papier einer seit langem diskutierten Frage der Stadtökonomik: ob die Zusammensetzung der Arbeitsplätze innerhalb einer Stadt für den wirtschaftlichen Aufstieg ebenso wichtig ist wie die Gesamtgröße oder das Einkommensniveau der Stadt.

Das Papier stammt von Radu Barza, Edward Glaeser, César A. Hidalgo und Martina Viarengo und erscheint in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), einer begutachteten wissenschaftlichen Fachzeitschrift. Glaeser ist Wirtschaftswissenschaftler an der Harvard University und bekannt für seine Forschung zu Städten und Stadtökonomien. Ein hilfreicher Thread zum Papier wurde zudem auf X geteilt.

Der Autor des Beitrags bezeichnete die Studie im Wirtschaftsblog Marginal Revolution als „eines der besten und wichtigsten wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten, die ich in den letzten Jahren gesehen habe“.

Die Ergebnisse verweisen auf ein bemerkenswertes regionales Gefälle innerhalb Brasiliens: Im Süden sind Betriebe in komplexeren Branchen, in denen Geringverdiener und Gutverdiener zusammenarbeiten, mit stärkerer Aufwärtsmobilität verbunden, während im Norden – wo die Beschäftigung im öffentlichen Sektor den formalen Arbeitsmarkt dominiert – dieser Zusammenhang schwächer ausfällt.