BlackRock unterstützt CLARITY Act, während Krypto-Gesetz auf ein Jahresend-Verfahren zielt
Wichtige Erkenntnisse
- •BlackRock hat den CLARITY Act öffentlich unterstützt und erklärt, der Entwurf könne einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen, der sich an Anlegern und Markttransparenz orientiert.
- •Fidelity, Goldman Sachs und Franklin Templeton gehören zu den weiteren großen Unternehmen, die das Vorhaben unterstützen.
- •Nach der Blockade einer eigenständigen Marktstruktur-Gesetzgebung erwägen Befürworter, den Entwurf an ein zwingend zu verabschiedendes Jahresend-Gesetz anzuhängen.
- •Die Erfolgschancen des Gesetzes sind gesunken; einige Medien schätzen sie inzwischen im Bereich der mittleren bis hohen 20%.
- •Eine späte Einigung könnte Änderungen enthalten, die die Anwendung des Gesetzes auf Börsen, Token-Emittenten und DeFi verändern.

Der Senat hat die Bemühungen um eine Krypto-Marktstruktur-Gesetzgebung faktisch eingefroren, und die Branchenlobby in Washington sucht nun nach einem anderen Weg: dem CLARITY Act an ein zwingend zu verabschiedendes Jahresend-Gesetzespaket anzuhängen.
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Die Strategie ist alles andere als elegant. Sie würde erfordern, den Entwurf zu kürzen, neu zu verhandeln und weit genug gefasst zu halten, damit die Kongressführung ihn in Gesetzgebung einbauen kann, die sich die Abgeordneten nicht leisten können scheitern zu lassen.
Ein festgefahrener Gesetzentwurf trifft auf Wall Streets größten Namen
Als sich das Jahr dem Ende näherte, stellte sich BlackRock — das $15 Billionen schwere Vermögensverwaltungsunternehmen — öffentlich hinter den CLARITY Act.
JUST IN: 🇺🇸 $15 trillion BlackRock calls for U.S. Senate to pass the Crypto CLARITY Act. pic.twitter.com/2SpkBgTqVX — The Market Journal (@MarketJournalX) July 29, 2026
JUST IN: 🇺🇸 $15 trillion BlackRock calls for U.S. Senate to pass the Crypto CLARITY Act. pic.twitter.com/2SpkBgTqVX
Samara Cohen, die Senior Managing Director und Global Head of Market Development des Unternehmens, bezeichnete den Entwurf als „an important step toward establishing a regulatory framework for digital assets that puts investors first.“
Sie fügte hinzu, dass er den Vereinigten Staaten helfen würde, „shape the next era of market structure“ und zugleich jene Transparenz und den Anlegerschutz zu bewahren, die die US-Kapitalmärkte zum globalen Maßstab machen.
BlackRock reiht sich damit neben Fidelity, Goldman Sachs, Franklin Templeton und anderen in die Unterstützerschaft ein. Die institutionelle Unterstützung steht nun bereit. Der Senatskalender hingegen nicht.
Der schmale Weg, der noch etwas offen ist..
Da die Marktstruktur-Initiative für den Sommer auf Eis gelegt wurde, verläuft der verbleibende Weg über die Jahresend-„Vehicles“ — die großen Finanzierungs- und Politikpakete, die der Kongress unter Zeitdruck oft durchsetzt.
Die Theorie ist einfach: Wenn der CLARITY Act als handhabbarer Zusatz verpackt werden kann, könnte er vorankommen, ohne die knappe Sitzungszeit in einem ohnehin überfüllten Senatskalender zu verbrauchen.
The future of crypto is being decided NOW. Pass the Crypto CLARITY Act before August recess. 🇺🇸 — The Moon Show (@TheMoonShow) July 29, 2026
The future of crypto is being decided NOW. Pass the Crypto CLARITY Act before August recess. 🇺🇸
Dieser Weg bringt viele Bedingungen mit sich. Wird etwas an zwingend zu verabschiedende Gesetzgebung angehängt, zieht das Verhandlungen in letzter Minute, Forderungen nach Ausnahmen und das sehr reale Risiko nach sich, dass ein unzusammenhängender politischer Streit das gesamte Paket zu Fall bringt.
Zudem verweist dies auf die bekannte Realität auf dem Capitol Hill: Ein Gesetzentwurf kann grundsätzlich breite Unterstützung genießen und dennoch an Erschöpfung, Terminproblemen oder Prioritäten der Führung scheitern.
Die politische Lage verdirbt erneut die Rechnung
Die Chancen auf eine Verabschiedung in diesem Jahr sind bereits gesunken, wobei einige Medien die Wahrscheinlichkeit nach dem Wechsel des Senats zu einem Russland-Sanktionsgesetz und Nominierungen auf Bundesebene inzwischen im Bereich der mittleren bis hohen 20% sehen.
Verhandler arbeiten weiterhin an einem parteiübergreifenden Ethik-Gegenangebot für das Weiße Haus — eine weitere Erinnerung daran, dass Krypto-Gesetzgebung immer wieder in umfassendere Fragen von Vertrauen und Regierungsführung hineingezogen wird.
Ten Democrats in the Senate Support Clarity Act There are between seven and ten Senators indicating their willingness to advance the Clarity Act. Bloomberg reports that this group aims to create the first federal regulatory framework for $BTC and $ETH despite the political… pic.twitter.com/DGzfGaFC7M — BSCN (@BSCNews) July 29, 2026
Ten Democrats in the Senate Support Clarity Act There are between seven and ten Senators indicating their willingness to advance the Clarity Act. Bloomberg reports that this group aims to create the first federal regulatory framework for $BTC and $ETH despite the political… pic.twitter.com/DGzfGaFC7M
Die zentrale Erkenntnis ist klar. Ein regulatorischer Rahmen ist weiterhin möglich, doch der Zeitpunkt ist inzwischen der entscheidende Faktor.
Je näher der Entwurf in ein chaotisches Jahresend-Rennen gerät, desto anfälliger wird er für Änderungen, die stillschweigend verändern könnten, was „clarity“ für Börsen, Token-Emittenten und DeFi eigentlich bedeutet.
Rückenwind von der Regulierung kann zwar noch kommen. Man sollte ihn jedoch nicht als sauberen Katalysator betrachten. In diesem Markt können optimistische Schlagzeilen die Kurse lange vorab bewegen, bevor der genaue Wortlaut entscheidet, ob der Erfolg wirklich substanziell war — oder gerade genug verwässert wurde, um durchzugehen.
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