BitGo-CEO Mike Belshe fordert Anthropic heraus: Sicherheit von Claude mit 100-BTC-Test unter Beweis stellen
Wichtige Erkenntnisse
- •BitGo-CEO Mike Belshe hat einen realen Sicherheitstest vorgeschlagen, bei dem 100 Bitcoin in einer Wallet deponiert werden, um den KI-Assistenten Claude von Anthropic zu evaluieren.
- •Die Herausforderung soll über theoretische Sicherheitsbehauptungen hinausgehen, indem die Robustheit von Claude unter realistischen Cybersicherheitsbedingungen getestet wird.
- •Belshes Vorschlag ist beachtlich angesichts der etablierten Position von BitGo als großer Anbieter institutioneller Digitalvermögensverwahrung, der seit 2013 Börsen, Fonds und Unternehmen betreut.
- •Anthropic, 2021 mit Fokus auf KI-Sicherheit gegründet, hat öffentlich weder reagiert noch mitgeteilt, ob es die Herausforderung annehmen wird.
- •Der vorgeschlagene Test unterstreicht eine branchenweite Lücke bei standardisierten Rahmenwerken von Dritten zur unabhängigen Überprüfung von Sicherheitsbehauptungen von KI-Modellen.

BitGo-CEO Mike Belshe hat Anthropic öffentlich herausgefordert, die Sicherheitsbehauptungen rund um seinen KI-Assistenten Claude zu validieren, indem er 100 BTC in eine Kryptowährungs-Wallet als realen Test einstellt.
Die vorgeschlagene Herausforderung soll prüfen, ob die Sicherheitsfähigkeiten von Claude praktischen Bedingungen standhalten, anstatt sich ausschließlich auf theoretische Behauptungen oder kontrollierte Demonstrationen zu verlassen. Mit 100 Bitcoin als Einsatz – die zu aktuellen Marktpreisen Millionen von Dollar wert sind – hat der Test sowohl in der Kryptowährungs- als auch in der KI-Community Aufmerksamkeit erregt. Belshes Vorschlag hat besonderes Gewicht angesichts der Position von BitGo als führender Anbieter für die Verwahrung institutioneller Digitalvermögen, der einen erheblichen Anteil der Bitcoin-Transaktionen abwickelt und seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2013 große Krypto-Börsen, Fonds und Unternehmen betreut.
Ein sicherheitstechnisches Experiment mit hohen Einsätzen
Laut Belshe wird die Wallet mit 100 BTC als Maßstab für die Bewertung der Sicherheit von Claude dienen. Die Herausforderung spiegelt das wachsende Interesse daran wider, zu verstehen, wie fortgeschrittene KI-Systeme unter realistischen Cybersicherheitsszenarien abschneiden – ein drängendes Anliegen, da die Digitalvermögensbranche in den letzten Jahren Milliardenverluste durch Börsen-Hacks, Bridge-Exploits und Wallet-Kompromittierungen erlitten hat.
Da KI-Werkzeuge zunehmend tiefer in Finanzdienstleistungen und das Management von Digitalvermögen integriert werden, werden die Fragen zu ihrer Sicherheit, Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Ausbeutung immer kritischer. Der Test kommt auch inmitten einer breiteren Branchendebatte darüber, wie KI-Unternehmen – einschließlich Anthropic, das 2021 mit der erklärten Mission gegründet wurde, sich auf KI-Sicherheit zu konzentrieren – Behauptungen über die Robustheit ihrer Modelle gegen gegnerische Angriffe und Manipulation belegen.
Anthropic hat jedoch öffentlich nicht mitgeteilt, ob es die Herausforderung annehmen wird.
LATEST: BitGo CEO Mike Belshe challenges Anthropic to prove Claude's security claims for real, putting 100 $BTC in a wallet as the test. Will Claude be able to crack it? pic.twitter.com/6SW7mpjyan — Cointelegraph (@Cointelegraph) August 3, 2026
KI- und Krypto-Sicherheit im Fokus
Die BitGo-Anthropic-Herausforderung unterstreicht den Schnittpunkt von künstlicher Intelligenz und Kryptowährungssicherheit. Da Digitalvermögen weiter an Wert gewinnt, bleibt der Schutz von Wallets und finanzieller Infrastruktur eine oberste Priorität für die Branche. Die Herausforderung hebt auch eine breitere Lücke bei standardisierten Rahmewerken zur Sicherheitsüberprüfung durch Dritte für KI-Modelle hervor – eine Lücke, die öffentliche Stresstests wie der von Belshe helfen könnten, sie zu schließen, wenn sie weiter verbreitet eingesetzt werden.
Unabhängig davon, ob die Herausforderung durchgeführt wird oder nicht, hat sie eine breitere Diskussion darüber ausgelöst, wie Sicherheitsbehauptungen von KI-Systemen validiert werden sollten und ob öffentliche, hoch dotierte Tests dazu beitragen können, Vertrauen in neue Technologien aufzubauen.
Investoren und Technologiebeobachter werden auf die Antwort von Anthropic und weitere Entwicklungen rund um den vorgeschlagenen 100-BTC-Sicherheitstest genau achten.