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Bitcoin Suisse verlegt bis zur Hälfte der Arbeitsplätze am Zuger Hauptsitz ins Ausland

Autor: Decrypt·

Wichtige Erkenntnisse

  • Bitcoin Suisse beabsichtigt, bis zur Hälfte der Arbeitsplätze an seinem Zuger Hauptsitz ins Ausland zu verlegen; bis zu 60 Positionen könnten betroffen sein.
  • Bei den meisten betroffenen Stellen handelt es sich um Back-Office- und Verwaltungsfunktionen, die nach Bratislava in der Slowakei und an einen geplanten neuen Standort in Vietnam verlagert werden sollen.
  • Die endgültige Zahl der Stellenstreichungen wird nach einem zehntägigen Anhörungsverfahren festgelegt; die ersten Kündigungen treten noch vor Jahresende in Kraft.
  • Group CEO Andrej Majcen sagte, die Entscheidung sei in erster Linie kostentrieben und stehe in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Krypto-Abschwung.
  • Das Unternehmen hat eine MiCAR-Lizenz in Liechtenstein, Lizenzen in Bermuda und die Zulassung durch die Regulierungsbehörde von Abu Dhabi erworben, um seine Transformation zu einem internationalen Wealth Manager zu unterstützen.
Bitcoin Suisse verlegt bis zur Hälfte der Arbeitsplätze am Zuger Hauptsitz ins Ausland

Bitcoin Suisse, eines der Pionierunternehmen des Schweizer Crypto Valley, bereitet die Verlagerung von bis zur Hälfte der Arbeitsplätze an seinem Zuger Hauptsitz ins Ausland vor – eine Restrukturierung, die bis zu 60 Positionen betreffen könnte –, während sich das Unternehmen vom Schweizer Krypto-Spezialisten zu einem globalen Wealth Manager wandelt.

Laut einem Interview mit Finews handelt es sich bei den meisten betroffenen Stellen um Back-Office- und Verwaltungspositionen. Diese Funktionen sollen nach Bratislava in der Slowakei oder nach Vietnam verlagert werden, wo das Unternehmen in den kommenden Jahren einen neuen Standort aufbauen plant.

Die Mitarbeitenden wurden dem Bericht zufolge am Freitagmorgen bei einer Mitarbeiterversammlung über die Pläne informiert. Die genaue Zahl der Stellenstreichungen wird nach einem zehntägigen Anhörungsverfahren festgelegt; Bitcoin Suisse teilte Finews jedoch mit, dass die ersten Kündigungen noch vor Jahresende wirksam werden.

Bitcoin Suisse wurde 2013 gegründet und machte sich zunächst einen Namen mit Krypto-Handel und Verwahrlösungen, bevor das Unternehmen schrittweise ins Staking und ins Kreditgeschäft expandierte. Die Zuger Firma will nun wohlhabende Privatkunden, Family Offices und institutionelle Anleger mit einem breiteren Leistungsspektrum betreuen, das über Krypto hinausgeht. Diese Entwicklung wiegt insbesondere in Zug schwer, wo seit den Anfängen der Branche eine dichte Ansammlung von Blockchain- und Digital-Asset-Unternehmen ansässig ist – die Konzentration, die der Region den Namen Crypto Valley eingebracht hat.

"Bisher lag unser Fokus hauptsächlich auf der Schweiz. Jetzt ist internationales Wachstum unsere Priorität", sagte Group CEO und Mitgründer Andrej Majcen gegenüber Finews und fügte hinzu, dass das Unternehmen seine langjährige Krypto-Expertise in breitere Wealth- und Asset-Management-Angebote umsetzen wolle.

In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen das regulatorische Fundament für seine internationale Expansion gelegt: eine MiCAR-Lizenz (Markets in Crypto-Assets) in Liechtenstein, Digital-Asset und Investmentlizenzen in Bermuda sowie im Sommer die vollständige Zulassung durch die Regulierungsbehörde von Abu Dhabi. Insgesamt verschaffen die Genehmigungen dem Unternehmen eine regulatorische Basis in mehreren Jurisdiktionen gleichzeitig – das praktische Fundament für das von Majcen beschriebene internationale Wachstum.

Majcen erklärte gegenüber Finews, die Entscheidung sei in erster Linie kostentrieben, da dieselben Dienstleistungen von Bratislava und Vietnam aus weit günstiger erbracht werden könnten als aus der Schweiz. Er betonte, die Massnahme stehe in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen Krypto-Abschwung, den das Unternehmen aus seiner Sicht mit ausreichenden Reserven überstehen werde. Die Verlagerung von Unterstützungsfunktionen in kostengünstigere Standorte ist ein etablierter Kostenhebel für Finanzinstitute mit grenzüberschreitender Skalierung.

Er fügte hinzu, dass Zug Hauptsitz bleiben und der Markenname Bitcoin Suisse unverändert bestehen werde; zudem sei das Unternehmen weiterhin für mögliche Übernahmen in der Schweiz offen. Naheliegende Indikatoren für den Verlauf der Restrukturierung sind die endgültige Zahl der betroffenen Stellen nach Abschluss der zehntägigen Anhörungsfrist, die Fortschritte beim geplanten Standort in Vietnam sowie wie schnell die neu erworbenen Lizenzen in Angebote für internationale Kunden umgesetzt werden.