Bitcoin unbeeindruckt von Trumps Drohung, den Iran anzugreifen
Wichtige Erkenntnisse
- •Bitcoin handelte am Montag unverändert bei 79.076 US-Dollar, obwohl Präsident Trump ankündigte, den Iran hart zu treffen, und die USA und der Iran nach über einem Monat die Angriffe wieder aufnahmen.
- •Bitcoin ist im vergangenen Monat um fast 30 % gestiegen – die beste Rally seit drei Jahren –, nachdem das US-Finanzministerium mitgeteilt hatte, seine Liquiditätsstützungs-Rückkaufoperationen mindestens zu verdoppeln.
- •Krypto-ETFs verzeichneten letzte Woche Zuflüsse von 3,2 Milliarden US-Dollar – der größte Wochenanstieg seit Oktober 2025 –, angeführt von BlackRocks IBIT mit 928 Millionen US-Dollar.
- •Präsident Trump bezeichnete den geplanten Clarity Act als „sehr, sehr wirkmächtige“ Gesetzgebung; er soll unterscheiden, ob digitale Assets Wertpapiere, Rohstoffe oder Zahlungs-Stablecoins sind.
- •Bitcoin erreichte letzte Woche ein Hoch von 81.281 US-Dollar, bevor es am Freitag nachgab.

Bitcoin schüttelte am Montag neue Spannungen im Nahen Osten ab und bewegte sich kaum, obwohl US-Präsident Donald Trump ankündigte, den Iran hart zu treffen.
Der Kurs der größten Kryptowährung stand zuletzt bei 79.076 US-Dollar, unverändert über einen Zeitraum von 24 Stunden. Die Kryptowährung hat sich auch gegenüber ihrem Stand von vor sieben Tagen nicht bewegt.
Geopolitische Konflikte haben in diesem Jahr auf den Bitcoin-Preis gedrückt; die Kryptowährung stand typischerweise unter Abwärtsdruck bei Kriegsnachrichten und stieg bei Hoffnungen auf einen Waffenstillstand. Als die USA und Israel im Februar erstmals den Iran angriffen, stürzte der Kurs ab, und in den Monaten März und April war er bei Kriegsnachrichten schwankungsanfällig.
In den vergangenen Monaten war Bitcoins Volatilität jedoch laut Analysten gedämpft, und der Montag bildete da keine Ausnahme: Präsident Trump versprach, den Iran erneut zu treffen, doch der Wert wich nicht aus. Das markiert einen Wandel im Verhalten der Kryptowährung: Während zu Jahresbeginn geopolitische Schlagzeilen starke Bewegungen auslösten, orientiert sich Bitcoin mittlerweile offenbar eher an der Geldpolitik und den Kapitalströmen in Kryptoinvestitionsprodukte als an Kriegsnachrichten.
„Wir werden sie hart treffen“, wurde Präsident Trump am Montag gegenüber einem Reporter von Fox News zitiert. Die USA und der Iran nahmen am Sonntag die Angriffe wieder auf – die ersten seit über einem Monat.
Bitcoin begann vor zwei Wochen eine bemerkenswerte Rally – seine beste seit drei Jahren – und ist im vergangenen Monat um fast 30 % gestiegen.
Der Kurs begann zu steigen, nachdem das US-Finanzministerium mitgeteilt hatte, es werde den Umfang seiner Liquiditätsstützungs-Rückkaufoperationen mindestens verdoppeln. Die Ankündigung belastete den Dollar, doch nicht verzinsliche Anlagen wie Bitcoin und Gold profitierten. Diese Dynamik spiegelt ein breiteres Muster an den Märkten wider, wonach Erwartungen einer lockeren Dollarliquidität die Währung tendenziell unter Druck setzen und Anlagen steigen lassen, die als Absicherung gegen eine Entwertung gelten.
Auch positive regulatorische Nachrichten haben Bitcoin in diesem Monat geholfen: Präsident Trump sagte letzte Woche, das lang erwartete Krypto-Gesetz Clarity Act sei ein „sehr, sehr wirkmächtiges“ Stück Gesetzgebung, und drängte die Abgeordneten, es zu verabschieden. Der Clarity Act zielt darauf ab, einen Rahmen zu schaffen, der digitale Assets als Wertpapiere, Rohstoffe oder Zahlungs-Stablecoins unterscheidet – eine Gesetzgebung, die die Kryptobranche seit langem fordert. Branchenvertreter argumentieren, dass solche rechtlichen Klarstellungen es Institutionen erleichtern könnte, sich in den USA mit digitalen Assets zu befassen.
JUST IN: Crypto ETFs attracted $3.2 billion in inflows last week, "their largest weekly intake since October 2025", The Kobeissi Letter reports. BlackRock's IBIT led with $928 million last week, adding to their $1.3 billion from the prior week, and marking the biggest 2-week… pic.twitter.com/ROC9tYPMGN — Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) August 31, 2026
Investoren sind in diesem Monat auch wieder stark in börsengehandelte Fonds eingestiegen, was den Bitcoin-Preis ebenfalls gestützt hat. Vom 17. bis 27. August flossen über 2,8 Milliarden US-Dollar in diese Produkte – so viel wie seit Oktober nicht mehr.
Bitcoin erreichte letzte Woche ein Hoch von 81.281 US-Dollar, bevor es am Freitag wieder nachgab. Da die Angriffe zwischen den USA und dem Iran gerade wieder aufgenommen wurden und der Clarity Act noch auf seine endgültige Verabschiedung im Kongress wartet, bleiben sowohl geopolitische als auch regulatorische Schlagzeilen im Fokus für die kurzfristige Kursrichtung der Kryptowährung.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei Bitcoin Magazine und wurde von Mathew Di Salvo geschrieben.