NachrichtenKryptoCoinbase, BlackRock und Strategy starten 15-Millionen-Dollar-Bitcoin-Sicherheitskonsortium

Coinbase, BlackRock und Strategy starten 15-Millionen-Dollar-Bitcoin-Sicherheitskonsortium

Autor: CoinEdition·

Wichtige Erkenntnisse

  • Neun große Finanzinstitute und Bitcoin-Unternehmen haben das Bitcoin Security Consortium gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören BlackRock, Fidelity, Coinbase, Strategy, ARK Invest, Anchorage Digital, Block, Blockstream und Galaxy.
  • Die Mitgliedsorganisationen haben sich über drei Jahre hinweg zu insgesamt 15 Millionen Dollar verpflichtet, um die langfristige Sicherheitsinfrastruktur von Bitcoin zu finanzieren.
  • Der Hauptschwerpunkt des Konsortiums liegt auf der Erforschung von Technologien zum Schutz von Bitcoin vor Quantencomputing-Bedrohungen, die seine ECDSA-Signaturen und SHA-256-Hash-Verteidigungen kompromittieren könnten.
  • Die Gruppe hat erklärt, dass sie nicht versuchen wird, die Bitcoin-Entwicklung zu kontrollieren oder für spezifische Protokolländerungen einzutreten, und dabei die bestehende dezentrale Governance von Bitcoin durch Bitcoin Improvement Proposals respektiert.
  • Brink-Geschäftsführer Mike Schmidt wird die täglichen Operationen des Konsortiums ehrenamtlich koordinieren, während jedes Mitglied unabhängig bestimmt, welche Entwickler und Forschungsgruppen ihre Beiträge erhalten.
Coinbase, BlackRock und Strategy starten 15-Millionen-Dollar-Bitcoin-Sicherheitskonsortium

Eine Koalition großer Finanzinstitute und Bitcoin-Unternehmen hat das Bitcoin Security Consortium ins Leben gerufen, eine gemeinsame Initiative zur Bekämpfung neu aufkommender Sicherheitsbedrohungen für das Bitcoin-Netzwerk. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Strategy, Coinbase, BlackRock, ARK Invest, Anchorage Digital, Block, Blockstream, Fidelity Digital Assets und Galaxy. Mehrere dieser Unternehmen – darunter BlackRock, Fidelity, ARK Invest und Strategy – verwalten oder halten mittlerweile Milliarden an Bitcoin-Engagements über physisch gedeckte ETFs und Zuweisungen in Unternehmensreserven, was ihnen ein direktes Interesse an der langfristigen Integrität des Netzwerks verleiht. Zusammen haben die Mitglieder über die nächsten drei Jahre zusammengerechnet 15 Millionen Dollar zugesagt, um die langfristige Sicherheitsinfrastruktur von Bitcoin zu finanzieren.

Quantencomputing als vorrangige Bedrohung

Der Hauptschwerpunkt des Konsortiums liegt auf Forschung und Entwicklung von Technologien, die Bitcoin vor künftigen Bedrohungen durch Quantencomputing schützen könnten. Die Sicherheit von Bitcoin beruht auf dem Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA) zur Transaktionsautorisierung sowie auf SHA-256-Hashing für Mining und Adressintegrität. Ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer, der Shors Algorithmus ausführt, könnte theoretisch ECDSA brechen, während Grovers Algorithmus hashbasierte Verteidigungen schwächen könnte – was den Übergang zu post-quantenkryptografischen Verfahren zu einer anerkannten Priorität in der gesamten Cybersicherheitslandschaft macht. Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology standardisiert seit 2016 post-quantenkryptografische Algorithmen, was unterstreicht, dass diese Frage weit über Bitcoin hinausgeht.

Das Konsortium beabsichtigt, Entwickler und Forscher zu unterstützen, die bereits an der Stärkung der Netzwerkresilienz arbeiten. Durch die Förderung frühzeitiger Vorbereitung hofft die Gruppe sicherzustellen, dass das Bitcoin-Ökosystem nicht überrascht wird, wenn die Quantencomputing-Technologie in Richtung praktischer Anwendbarkeit reift.

Bewahrung des dezentralen Entwicklungsmodells von Bitcoin

Zusätzlich zur Forschungsfinanzierung plant das Konsortium, als Informationsquelle für Investoren, Medien und die breite Öffentlichkeit in Fragen der Bitcoin-Sicherheit zu dienen. Die Gruppe hat ausdrücklich erklärt, dass sie nicht versuchen wird, die Bitcoin-Entwicklung zu kontrollieren oder für spezifische Protokolländerungen einzutreten. Diese Haltung entspricht dem bestehenden Governance-Modell von Bitcoin, bei dem Protokoll-Upgrades über Bitcoin Improvement Proposals verlaufen, die von einer weltweit verteilten Gemeinschaft aus Entwicklern, Minern und Knotenbetreibern geprüft und angenommen werden, anstatt von einer zentralen Instanz.

Brink-Geschäftsführer Mike Schmidt wird die laufenden Operationen des Konsortiums ehrenamtlich koordinieren. Brink ist eine Non-Profit-Organisation, die für die Finanzierung von Bitcoin-Core-Entwicklern durch Zuschüsse und Förderprogramme bekannt ist.

Die Mitgliedsorganisationen werden unabhängig bestimmen, welche Entwickler und Forschungsgruppen ihre Beiträge erhalten, wodurch das dezentrale Open-Source-Entwicklungsmodell von Bitcoin unangetastet bleibt. Die Rolle des Konsortiums beschränkt sich auf Koordination und Finanzierung anstatt auf richtungsweisende Aufsicht.

Die Initiative wurde über eine Pressemitteilung von Strategy bekannt gegeben.