Bitcoin-Kurs steigt über 81.000 $ trotz gescheitertem Clarity Act und Zinserhöhung
Wichtige Erkenntnisse
- •Bitcoin stieg am Freitag, den 18. September, über 81.000 $, erreichte mit 81.055 $ einen Höchststand und wurde bei rund 80.982 $ gehandelt – ein Anstieg von fast 6 % innerhalb von 24 Stunden.
- •Gesetzgeber blockierten am Dienstag den Clarity Act, ein Gesetz zur Marktstruktur für Digital-Assets, in einem Verfahrensvotum; die Aufteilung der Kryptoaufsicht bleibt ungelöst.
- •Die Federal Reserve erhöhte am Mittwoch erstmals wieder die Kreditkosten und verwies auf hohe Inflation; Fed-Chef Kevin Warsh nannte Preisstabilität als oberste Priorität der Zentralbank.
- •In den USA gelistete Bitcoin-ETFs verzeichneten wöchentlich rund 427 Millionen Dollar an Netto-Abflüssen, verzeichneten am Donnerstag jedoch fast 160 Millionen Dollar an Zuflüssen nach zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit Abflüssen.
- •Grayscale sagte, die Zinserhöhung der Fed sei eine Anpassung in der Mitte des Zyklus und keine zyklische Wende; man erwarte keine negativen Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs.

Der Bitcoin-Kurs stieg am Freitag, den 18. September, über 81.000 $ – entgegen einer Woche voller Rückschläge für die Kryptobranche.
Die größte Kryptowährung nach Marktwert wurde zuletzt bei 80.982 $ gehandelt, nachdem sie am Freitagvormittag New Yorker Zeit zeitweise auf bis zu 81.055 $ geklettert war. In den vergangenen 24 Stunden legte sie damit fast 6 % zu.
Der Anstieg erfolgte am Ende einer schwierigen Phase für den Sektor: Am Dienstag blockierten Gesetzgeber den lange erwarteten Clarity Act, und am Mittwoch erhöhte die Federal Reserve die Zinsen.
JUST IN: Bitcoin surges to $81,000 pic.twitter.com/EQi5apUlxU — Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) September 18, 2026
Führungskräfte der Digital-Asset-Branche hatten lange nach klaren Regeln zur Regulierung des Kryptoraums gefordert, und genau das sollte der Clarity Act leisten – der die Aufsicht über den Markt zwischen den Aufsichtsbehörden aufteilen will. Das wegweisende Gesetz zur Marktstruktur für Digital-Assets wurde jedoch in einem Verfahrensvotum gestoppt. Solange das Gesetz blockiert ist, bleibt offen, wie die Marktaufsicht letztlich aufgeteilt wird.
Die Federal Reserve erhöhte derweil erstmals die Kreditkosten und verwies dazu auf rasant steigende Inflation in den USA. Fed-Chef Kevin Warsh erklärte, die Preisstabilität in den USA sei oberste Priorität der Zentralbank.
"Die schlichte Tatsache ist, dass die Inflation zu hoch ist – und schon seit zu langer Zeit", sagte Warsh. "Die Inflationsdaten dieses Sommers zeigen mir nicht, dass sich die zugrunde liegenden Trends wesentlich verbessert hätten."
Bitcoin hat sich historisch in einem Niedrigzinsumfeld gut entwickelt, da dann mehr Liquidität für den Handel mit dem Asset verfügbar ist. Straffere Geldpolitik kann derweil Liquidität aus den Finanzmärkten abziehen – eine Dynamik, die Entscheidungen der Fed in der Kryptoindustrie aufmerksam beachten lässt. Zwar fiel der Kurs zunächst auf die Nachricht über die Blockade des Clarity Act und den Schritt der Fed zurück, am Freitag schoss er jedoch nach oben.
In den USA gelistete Bitcoin-Börsennotierte Fonds (ETFs) verzeichneten bislang in dieser Woche negative Nettomittelzuflüsse; Anleger haben laut Daten von Farside Investors fast 427 Millionen Dollar aus den Fonds abgezogen. Die Fonds werden an traditionellen Börsen gehandelt und bieten Anlegern ein Bitcoin-Engagement, ohne die Währung direkt halten zu müssen. Am Donnerstag kehrte sich der Trend jedoch um: Nach zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit Abflüssen flossen fast 160 Millionen Dollar in die Fonds.
In einer am Donnerstag veröffentlichten Research-Notiz erklärte der Asset-Manager Grayscale, er erwarte keine negativen Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs durch die Entscheidung der Fed, da der Schritt eine Anpassung in der Mitte des Zyklus und keine zyklische Wende darstelle.
Und trotz der Blockade des Clarity Act durch die Gesetzgeber treiben Aufsichtsbehörden wie die and Exchange Commission (SEC) kryptofreundliche Regeln bereits voran. Wie die Regulierungsarbeit der SEC voranschreitet und ob die Unterstützung für den Clarity Act im Kongress zurückkehrt, zählt zu den marktrelevanten Entwicklungen, die zu beobachten sind.
Dieser Artikel erschien zuerst auf Bitcoin Magazine und wurde von Mathew Di Salvo verfasst.