Korrelation zwischen Bitcoin und Gold erreicht Sechsjahreshoch – Bitwise meldet wachsende Sorgen vor Währungsentwertung
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold hat laut Bitwise ein Sechsjahreshoch erreicht – zuletzt gesehen 2020 nach den Covid-Konjunkturpaketen.
- •Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Aktienmarkt ist auf ein Einjahrestief gefallen, was auf eine Entkopplung von harten Vermögenswerten und Aktien hindeutet.
- •Das Finanzministerium kündigte an, seine Schuldenrückkäufe mehr als zu verdoppeln; die US-Staatsverschuldung überschritt erstmals 40 Billionen Dollar.
- •Bitcoin verzeichnete die beste Entwicklung seit drei Jahren und den drittbesten August ihrer Geschichte und notierte zuletzt nahe 81.438 Dollar nach einem Anstieg von fast 6 Prozent in 24 Stunden.
- •Laut Bitwise sichern Anleger inzwischen sowohl mit Gold als auch mit Bitcoin gegen Währungsentwertung ab, statt sich für eines von beiden zu entscheiden.

Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist auf ihren höchsten Stand seit sechs Jahren gestiegen, da Anleger zunehmend nach Absicherungsstrategien gegen eine Währungsentwertung suchen, wie aus einem neuen Bericht von Bitwise hervorgeht. Der Vermögensverwalter erklärte diese Woche, dass das Edelmetall und die führende Kryptowährung inzwischen im Gleichschritt handeln, weil die US-Regierung „in relevanter Weise in das makroökonomische Umfeld interveniert" habe.
Bitcoin hatte im vergangenen Monat deutlich angezogen, nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, das Volumen seiner Rückkäufe von Staatsschulden mehr als zu verdoppeln. Die Kryptowährung verzeichnete ihre beste Entwicklung seit drei Jahren und den drittbesten August ihrer Geschichte.
JUST IN: Bitcoin's correlation with gold hit a six-year high, according to Bitwise "The last time it was this high was 2020, after the Covid stimulus." pic.twitter.com/fHtQUlR9Ol — Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) September 3, 2026 https://x.com/BitcoinMagazine/status/2095597794119533007
„Das letzte Mal war die Bitcoin-Gold-Korrelation so hoch im Jahr 2020, und zwar nach den Runden fiskalischer und monetärer Stimuli während der Covid-Krise", schrieb André Dragosch, Europäischer Forschungschef von Bitwise. Er ergänzte, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Aktienmarkt auf ein Einjahrestief gefallen sei, „was auf eine gewisse Entkopplung zwischen harten Vermögenswerten und dem Aktienmarkt hindeutet".
Bitcoin wird seit Jahren als „digitales Gold" beworben, handelte jedoch zeitweise als „Risiko-Anlage" im Gleichlauf mit Technologiewerten. Die Korrelation – ein statistisches Maß dafür, wie eng zwei Vermögenswerte gemeinsam schwanken – war bei Bitcoin historisch volatil; je nach makroökonomischem Umfeld verhielt sich die Kryptowährung mal wie ein spekulativer Tech-Proxy, mal wie ein Inflationsschutz. Der sogenannte Debasement-Trade – bei dem Anleger einen Vermögenswert erwerben, um sich gegen den Wertverlust einer Währung abzusichern – war im vergangenen Jahr eine viel diskutierte Strategie und scheint zurückzukehren.
Der Auslöser sei, so Dragosch, die staatliche Intervention in den Märkten. Als das Finanzministerium erklärte, es werde versuchen, die langfristigen Kreditkosten zu senken, fiel der Dollarkurs und die Anleger kehrten zurück zu Gold – und zu Bitcoin. In derselben Woche gab das Ministerium zudem bekannt, dass die US-Staatsverschuldung erstmals 40 Billionen Dollar überschritten habe – eine Marke, die das Vertrauen in den Dollar weiter untergräbt. Der Hintergrund ist für beide Vermögenswerte relevant: Gold dient seit langem als traditioneller Wertspeicher in den Portfolios von Zentralbanken und institutionellen Anlegern, und seine erneute Stärke im Zusammenspiel mit Bitcoin deutet darauf hin, dass sich die Absicherungsnachfrage verbreitert, statt auf eine einzelne Anlageklasse beschränkt zu bleiben.
„Anleger fragen sich nicht mehr, ob sie Währungsentwertung mit Gold oder Bitcoin absichern sollen. Sie sichern sich einfach mit beiden ab", heißt es in dem Bericht weiter. „Bitcoin wurde in seinen ersten fünfzehn Jahren als Risikoversicherung bewertet. Hält dieser Korrelationstrend mit Gold an, könnten die nächsten fünfzehn sehr anders aussehen."
Bitcoin legte in dieser Woche erneut zu und notierte zuletzt nahe 81.438 Dollar nach einem Anstieg von fast 6 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Ob die Gold-Bitcoin-Korrelation Bestand hat, wird unter anderem von weiteren fiskalischen und geldpolitischen Entscheidungen in Washington, der Entwicklung der Schuldenlast von mehr als 40 Billionen Dollar und der Frage abhängen, ob Bitcoin sich weiter von den Aktien entkoppelt – Dynamiken, die Bitwise laut eigenen Angaben in laufenden Untersuchungen verfolgt.
Der Bitwise-Bericht ist hier abrufbar:
Dieser Artikel erschien zuerst bei Bitcoin Magazine (https://bitcoinmagazine.com/news/bitcoin-gold-correlation-soars) und wurde von Mathew Di Salvo verfasst.