NachrichtenKryptoKorrelation zwischen Bitcoin und Gold erreicht höchsten Stand seit 2020

Korrelation zwischen Bitcoin und Gold erreicht höchsten Stand seit 2020

Autor: Hokanews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die 90-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist auf 0,59 gestiegen – der höchste Stand seit 2020.
  • Die 90-Tage-Korrelation von Bitcoin mit der 10-jährigen US-Staatsanleihenrendite liegt bei -0,17 – eine schwächere inverse Beziehung als die -0,41 von Gold.
  • Die 10-jährige US-Staatsanleihenrendite stieg Anfang dieses Monats auf rund 4,8 % – der höchste Schlussstand seit 2023 –, dennoch blieb Bitcoin relativ widerstandsfähig.
  • Bitcoin und Gold sind gemeinsam gestiegen, da die Sorgen der Anleger über die fiskalische Lage fortgeschrittener Volkswirtschaften wuchsen.
  • Anstehende US-Inflationsdaten und die September-Entscheidung der Federal Reserve könnten zeigen, ob Bitcoins Widerstandsfähigkeit gegenüber höheren Renditen von Dauer ist.
Korrelation zwischen Bitcoin und Gold erreicht höchsten Stand seit 2020

Bitcoin zeigt eine stärkere Beziehung zu Gold und reagiert offenbar weniger empfindlich auf steigende US-Staatsanleihenrenditen. Das geht aus Marktdaten hervor, die Coin Bureau unter Berufung auf CoinDesk zitierte. Diese Verschiebung erfolgt, während Anleger zunehmend auf fiskalische Risiken und die Aussichten für die Staatsschuld blicken.

Die 90-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist auf 0,59 gestiegen – der höchste Stand seit 2020. Korrelationskoeffizienten reichen von -1 bis 1, wobei Werte nahe 1 auf Assets hinweisen, die sich eng gemeinsam bewegen, und Werte nahe -1 auf entgegengesetzte Bewegungen. Ein Wert von 0,59 deutet somit auf eine deutliche, wenn auch unvollkommene Tendenz hin, dass beide Assets gemeinsam steigen und fallen. Derweil liegt die 90-Tage-Korrelation von Bitcoin mit der 10-jährigen US-Staatsanleihenrendite bei -0,17, verglichen mit -0,41 bei Gold. Das letzte Mal erreichte die Bitcoin-Gold-Korrelation vergleichbare Werte im Jahr 2020, als beispiellose geld- und fiskalpolitische Stimuli während der Pandemie Anleger zu knappen Anlageformen drängten.

Bitcoin und Gold driften auseinander, während Staatsanleihenrenditen steigen

Die jüngsten Zahlen zeigen eine ungewöhnliche Divergenz zwischen den beiden Assets. Beide wurden angesichts von Sorgen über die fiskalische Lage zunehmend als knappe Anlageformen gehandelt, doch ihre Reaktionen auf den Anleihenmarkt fielen unterschiedlich aus.

CoinDesk berichtete, dass die Beziehung von Bitcoin zur 10-jährigen US-Staatsanleihenrendite inzwischen nur noch schwach negativ ist, während Gold eine deutlich stärkere inverse Beziehung zeigt. Steigende Staatsanleihenrenditen erhöhen generell die Opportunitätskosten des Haltens von Assets, die keine Cashflows generieren, was Druck auf traditionelle Wertspeicher wie Gold ausübt. Weder Bitcoin noch Gold zahlen Zinsen oder Dividenden, weshalb beide typischerweise empfindlich auf Änderungen der Kreditkosten reagieren.

Die aktuellen Marktbedingungen liefern einen breiteren Hintergrund: Die 10-jährige US-Staatsanleihenrendite stieg Anfang dieses Monats auf rund 4,8 % – ihr höchster Schlussstand seit 2023 –, da Inflationssorgen und Erwartungen zur Geldpolitik der Federal Reserve die Kreditkosten nach oben trieben. Bitcoin blieb während dieser Bewegung dennoch relativ widerstandsfähig.

Die Analyse von CoinDesk ergab zudem, dass Bitcoin und Gold gemeinsam gestiegen sind, je prominenter die Sorgen über die fiskalische Lage fortgeschrittener Volkswirtschaften wurden. Die Korrelation zwischen beiden Assets liegt nun auf dem stärksten Stand seit Jahren, was die wachsende Markterzählung um Bitcoin als mögliche Alternative zu Sachwerten verstärkt – eine Einordnung, die häufig mit der festen Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin verknüpft wird, die manche Marktteilnehmer mit der Knappheit von Gold vergleichen.

Fiskalische Risiken rücken die Mark Rolle von Bitcoin in den Fokus

Diese Unterscheidung ist für Anleger wichtig, die beurteilen, wie sich digitale Assets verhalten, wenn konventionelle Märkte unter Druck geraten. Eine schwächere Beziehung zu Staatsanleihenrenditen könnte es Bitcoin ermöglichen, sich anders als Gold zu verhalten, wenn die Volatilität am Anleihenmarkt zunimmt – wobei Korrelationsmaße allein keine dauerhafte Beziehung belegen. Korrelationen werden über rollierende Zeiträume berechnet und können sich bei changing Marktregimen schnell verschieben – eine Einschränkung, die bei der Extrapolation jüngster Werte zu bedenken ist.

Der nächste Test folgt, wenn Anleger die anstehenden US-Inflationsdaten und die September-Entscheidung der Federal Reserve bewerten. Diese Ereignisse könnten deutlicher zeigen, ob die jüngste Widerstandsfähigkeit von Bitcoin gegenüber höheren Renditen eine dauerhafte Verschiebung oder ein vorübergehendes Marktmuster darstellt.

Autorin: Victoria Hale, Technologie- und Blockchain-Autorin. Victoria Hale schreibt über Blockchain-Technologie, digitale Infrastruktur und die Schnittstelle von Zukunftstechnologien mit der Finanzwelt. Ihre Artikel beleuchten, wie neue Protokolle und Systeme die sich wandelnde digitale Wirtschaft formen. Bei der Erklärung technischer Entwicklungen für ein breites Publikum legt sie Wert auf Klarheit und Genauigkeit.

Quelle: Hokanews | Coin Bureau auf X