Bitcoin rutscht unter 80.000 US-Dollar nach stärker als erwartetem US-Arbeitsmarktbericht
Wichtige Erkenntnisse
- •Bitcoin gab am Freitag über 1 % ab und notierte nahe 79.764 US-Dollar, nachdem ein stärker als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht für August den Fokus auf die Geldpolitik der Federal Reserve lenkte.
- •Händler sehen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50 % bis 60 % für eine Zinserhöhung der Fed auf der Politiktagung am 15.–16. September.
- •Fed-Chef Kevin Warsh erklärte in seiner ersten großen Rede, beim Kampf gegen die Inflation sei noch „mehr zu tun“, während Präsident Trump öffentlich eine drastische Zinssenkung der Fed forderte.
- •Bitcoin erzielte seine beste Performance seit drei Jahren und den drittbesten August ihrer Geschichte, angetrieben von Sorgen um eine Dollarabwertung, nachdem das Treasury mitgeteilt hatte, die Schuldenrückkäufe mehr als zu verdoppeln.
- •Die US-Staatsschuld überschritt erstmals 40 Billionen US-Dollar, was dazu beiträgt, dass Bitcoin im Gleichschritt mit Gold als Absicherung gegen Dollarschwäche gehandelt wird.

Bitcoin fiel am Freitag, nachdem ein besser als erwarteter Arbeitsmarktbericht zeigte, dass sich der US-Arbeitsmarkt im August beschleunigte – das rückte die nächste geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve wieder in den Fokus der Anleger.
Die führende Kryptowährung notierte zuletzt nahe 79.764 US-Dollar, nachdem sie im frühen Handel in New York zeitweise bis auf 78.706 US-Dollar gefallen war. In einem 24-Stunden-Zeitraum liegt sie derzeit mehr als 1 % im Minus. Am Donnerstag war die Münze noch über 82.000 US-Dollar gestiegen. Der Rückgang kam zustande, als die Märkte ihre Erwartungen an die Geldpolitik neu ausrichteten, da Zinsentscheidungen breit über Anlageklassen hinweg wirken – von Aktien bis Krypto.
Die Federal Reserve neigt in der Regel eher zu Zinserhöhungen, wenn der Arbeitsmarkt stark ist, da eine höhere Beschäftigung in der Regel zu mehr Konsum führt, was wiederum die Inflation nach oben treiben kann. Höhere Zinsen erhöhen zudem tendenziell die Opportunitätskosten des Haltens nicht verzinslicher Anlagen – ein Grund, warum Bitcoin historisch in einem Niedrigzinsumfeld gut abgeschnitten hat.
Federal-Vorsitzender Kevin Warsh erklärte in seiner ersten großen Rede letzte Woche als Chef der US-Notenbank, er habe beim Kampf gegen die Inflation noch „mehr zu tun“. Bitcoin hat historisch in einem Niedrigzinsumfeld gut performt.
Händler sehen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50 % bis 60 % für eine Zinserhöhung der Federal Reserve auf der anstehenden Politiktagung am 15.–16. September – ein Ergebnis, das von den Kryptomärkten nach Bitcoins starkem August aufmerksam beobachtet werden dürfte.
US-Präsident Donald Trump forderte am Freitag jedoch, die Federal Reserve müsse die Zinsen drastisch senken. Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social schrieb Trump: „Lower the interest rates because the U.S.A. is a much stronger credit than it was just a short time ago!“
Er fügte hinzu: „We should have the LOWEST RATE of any country in the World, like 'the old days.'“
Bitcoin hat sich zuletzt von den Aktien entkoppelt, da bei den Anlegern die Sorgen um eine Dollarabwertung zurückgekehrt sind – eine Entwicklung, die damit einherging, dass auch Gold unter ähnlichen Bedenken Zustrom verzeichnete.
Die Kryptowährung begann im Vormonat zu steigen, nachdem das US-Finanzministerium mitgeteilt hatte, es werde das Volumen seiner Schuldenrückkäufe mehr als verdoppeln. Die Münze erzielte ihre beste Performance seit drei Jahren und den drittbesten August ihrer Geschichte.
Der viel diskutierte Debasement-Trade – bei dem Anleger eine Anlage als Absicherung gegen den Wertverlust einer Währung kaufen – steht wieder im Rampenlicht, und Bitcoin hat laut Analysten im Gleichschritt mit Gold gehandelt.
Im Vormonat wurde zudem bekannt, dass die US-Staatsschuld erstmals die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten hat. Übermäßige Verschuldung untergräbt das Vertrauen in den Dollar und macht Anlagen wie Bitcoin und Gold für Anleger attraktiv. Wie die Fed diesen Hintergrund gegen Inflationsdruck auf ihrer Septembertagung abwägt, dürfte angesichts der Sensitivität der Münze für Zinserwartungen Bitcoins kurzfristige Richtung prägen.
Dieser Beitrag erschien zuerst bei Bitcoin Magazine und wurde von Mathew Di Salvo verfasst.