NachrichtenAktienBill Ackman ergänzt Netflix, Visa und Mastercard im Pershing-Square-Portfolio

Bill Ackman ergänzt Netflix, Visa und Mastercard im Pershing-Square-Portfolio

Autor: Coincentral·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die aktuelle 13-F-Einreichung von Pershing Square zeigt neue Positionen in Netflix mit einem Wert von 934 Millionen US-Dollar sowie Visa und Mastercard mit jeweils rund 1,1 Milliarden US-Dollar innerhalb eines konzentrierten 14-Aktien-Portfolios.
  • Pershing Square hat seit seiner Gründung im Januar 2004 kumulierte Nettogewinne von 2.644 Prozent erzielt, was einer durchschnittlichen Jahresrendite von rund 16 Prozent entspricht, verglichen mit 11 Prozent des Aktienmarktes im gleichen Zeitraum.
  • Die Netflix-Aktie ist im vergangenen Jahr um etwa 32 Prozent gefallen und wurde nahe 79,84 US-Dollar gehandelt, rund 21 Prozent unter dem von GuruFocus geschätzten inneren Wert von 101,08 US-Dollar, trotz eines GF-Scores von 90 und mehr als 300 Millionen Abonnenten weltweit.
  • Visa und Mastercard notieren beide bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33 und haben in den vergangenen 15 Jahren jeweils durchschnittliche Jahresgewinne von rund 22 Prozent erzielt, wobei Visa im vergangenen Jahr um 17 Prozent stieg, während Mastercard nur 1,6 Prozent zulegte.
  • Krypto und eine mögliche verschärfte Regulierung werden als Risiken für Visa und Mastercard genannt, da beide Unternehmen dominierende Positionen im weltweiten elektronischen Zahlungsverkehr innehaben.
Bill Ackman ergänzt Netflix, Visa und Mastercard im Pershing-Square-Portfolio

Bill Ackman, Gründer und CEO von Pershing Square Capital Management, hat eine der größten Portfolioveränderungen seit Jahren vorgenommen. Seine aktuelle 13-F-Einreichung zeigt, dass er Netflix, Visa und Mastercard zu einem konzentrierten Portfolio mit nur 14 Aktien hinzugefügt hat.

Pershing Square hat seit seiner Gründung im Januar 2004 kumulierte Nettogewinne von 2.644 Prozent erzielt. Das entspricht einer durchschnittlichen Jahresrendite von rund 16 Prozent, verglichen mit einem Durchschnitt von 11 Prozent des Aktienmarktes im gleichen Zeitraum.

Zu den größten Positionen des Fonds gehören Uber mit 2,5 Milliarden US-Dollar, Microsoft mit 2,3 Milliarden US-Dollar und Amazon mit 2,0 Milliarden US-Dollar. Netflix kommt auf einen Marktwert von 934 Millionen US-Dollar, während Visa und Mastercard jeweils bei rund 1,1 Milliarden US-Dollar liegen.

Ackman ist bekannt dafür, Aktien, die er für unterbewertet hält, zu kaufen und langfristig zu halten, und dieser Ansatz scheint hinter den drei neuen Positionen zu stehen. Die Zukäufe bringen ihn zudem in Geschäfte mit sehr unterschiedlichen Geschäftsmodellen: Netflix setzt auf Abonnentenwachstum und die Monetarisierung von Inhalten, während Visa und Mastercard im Zentrum der globalen kartengestützten Zahlungen stehen.

Netflix: 32 Prozent im Minus, gilt aber weiterhin als unterbewertet

Die Netflix-Aktie ist im vergangenen Jahr um etwa 32 Prozent gefallen. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie liegt bei 26 und damit unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 36.

Laut GuruFocus hat Netflix einen GF-Score von 90 von 100 Punkten, mit Bestwerten bei Profitabilität und Wachstum. Der geschätzte innere Wert liegt bei 101,08 US-Dollar, verglichen mit einem aktuellen Kurs von rund 79,84 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass die Aktie mit einem Abschlag von rund 21 Prozent gehandelt werden könnte.

Das Unternehmen verfügt weltweit über mehr als 300 Millionen Abonnenten und expandiert weiterhin international. Zudem hat es werbefinanzierte Abo-Modelle eingeführt, um seine Einnahmebasis zu verbreitern – ein wichtiges Detail für Anleger, die beobachten, wie Streamingunternehmen Wachstum und Monetarisierung in Einklang bringen.

Trotz dieser Fundamentaldaten liegt der Momentum-Score der Aktie bei nur 2 von 10 Punkten, was auf kurzfristigen Druck hindeutet. Insider-Verkäufe haben in den vergangenen drei Monaten zudem 49 Millionen US-Dollar überschritten.

Visa und Mastercard: Große Zahlungsnetzwerke mit neuen Risiken

Visa notiert bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33, nahe an seinem Fünfjahresdurchschnitt von 32. Die Aktie ist im vergangenen Jahr um 17 Prozent gestiegen und hat in den vergangenen 15 Jahren durchschnittliche Jahresgewinne von fast 22 Prozent erzielt.

Auch Mastercard notiert bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33, leicht unter seinem Fünfjahresdurchschnitt von 37. Seine durchschnittliche Jahresrendite über 15 Jahre entspricht mit 22 Prozent der von Visa, obwohl die Aktie im vergangenen Jahr nur um 1,6 Prozent zugelegt hat.

Beide Unternehmen wickeln einen großen Teil der weltweiten elektronischen Zahlungen ab und gelten als langfristige Wachstumswerte, da immer mehr Finanzaktivitäten online verlagert werden. Ihre Größe bedeutet zugleich, dass Verschiebungen bei Zahlungsinfrastrukturen, der Regulierung oder den Zahlungsgewohnheiten der Verbraucher die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich ziehen können.

Krypto wird als Risiko für beide Unternehmen genannt. Die Regulierungsbehörden könnten ihre Prüfung angesichts der dominierenden Stellung beider Unternehmen in der Zahlungsbranche außerdem verschärfen.

Ackmans Vermögen hat laut Forbes kürzlich 8,9 Milliarden US-Dollar erreicht.