Beim 43. „Baidui-Pokal“ in Peking nehmen mit neuem Zwei-Spur-System rekordträchtige 20.000 junge Spieler teil
Wichtige Erkenntnisse
- •Ein Rekord von 20.000 jungen Spielern aus 1.481 Teams nahm am 43. Baidui-Pokal in Peking teil.
- •Das Turnier führte erstmals ein Zwei-Spur-System ein, das die Teilnehmer in Popularisierungs- und Wettbewerbsgruppen aufteilte.
- •Der 1984 gegründete Baidui-Pokal ist Chinas einzige nationale Jugendfußballveranstaltung, die durchgehend ohne Unterbrechung ausgetragen wird.
- •Die Wettbewerbsgruppe für 8- bis 17-Jährige soll die Talentsichtung verbessern und den Schulischen Fußball mit professionellen Entwicklungspfaden verbinden.
- •Prominente Fußballpersönlichkeiten, darunter FIFA-Weltmeisterschafts-Schiedsrichter 2026 Fu Ming und Nationaltrainer Shao Jiayi, nahmen an der diesjährigen Veranstaltung teil.

Die 43. Auflage des „Baidui-Pokal“-Fußballturniers, eine Grundlage des Jugendfußballs in Peking, ist nach einem Rekord von 20.000 jungen Spielern aus 1.481 Teams zu Ende gegangen. In diesem Jahr setzte das Turnier erstmals ein „Zwei-Spur“-System ein, das die Teilnehmer in eine Popularisierungs- und eine Wettbewerbsgruppe aufteilte – ein Schritt, der den Wandel von einer einfachen Amateurveranstaltung zu einem umfassenden Jugendfußball-System widerspiegelt.
Der 1984 ins Leben gerufene Baidui-Pokal ist eines der am längsten laufenden Amateur-Jugendfußballturniere Chinas und die einzige nationale Jugendveranstaltung, die durchgehend ohne Unterbrechung ausgetragen wurde. Sein Bestehen fällt in eine Zeit, in der die Entwicklung des Breitenfußballs eine erklärte politische Priorität in China ist. Die Bemühungen seit Mitte der 2010er-Jahre, die Jugendbeteiligung auszuweiten und heimisch gewachsenes Talent zu fördern, haben Veranstaltungen wie den Baidui-Pokal zunehmend als Testfelder für weiterreichende Reformen in den Blickpunkt gerückt. Die diesjährige Auflage erweiterte ihre Reichweite durch die Aufteilung des Wettbewerbs in zwei getrennte Spuren.
Die Popularisierungsgruppe, die für alle jungen Begeisterten offen steht, betont „freudvolle Teilnahme und freie Teambildung“ und umfasst 14 Altersklassen von Sechsjährigen bis zu Oberschülern. In der jüngsten Kategorie gibt es keine Ranglisten, und alle Teilnehmer erhalten Auszeichnungen – ein Ansatz, der das frühe Interesse fördern und die Basis im Breitensport verbreitern soll.
Die Wettbewerbsgruppe richtet sich an Jugendakademien professioneller Clubs, Sportschulen und Schulauswahlteams und umfasst 10 Altersklassen von 8 bis 17 Jahren. Diese Spur bietet ein hochrangiges Wettbewerbsumfeld, das die Talentsichtung für Nachwuchsmannschaften verbessern soll – ein strukturierter Weg, der eine lange bekannte Herausforderung des chinesischen Fußballs angeht: die Verbindung von Schul- und Amateurfußball mit professionellen Entwicklungspfaden.
Das neue Format hat von offizieller Seite Lob erhalten. Ein Vertreter der Pekinger Sportbehörde stellte fest, dass das „Zwei-Spur“-System den Wandel des Baidui-Pokals zu einem ganzheitlichen Jugendturniersystem symbolisiert, das Teilnahme und Spitzenleistung gleichermaßen wertschätzt und ein Modell zur Verbesserung von Jugendfußballwettbewerben bietet.
Das Turnier bot auch prominenten Persönlichkeiten aus der Fußballwelt eine Bühne. Fu Ming, ein internationaler Schiedsrichter, der bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 leitete, übernahm die Leitung der Spiele der Wettbewerbsgruppe und ermutigte die jungen Spieler mit dem Rat: „Gewinne unter der Voraussetzung, dass du das Spiel genießt.“ Shao Jiayi, image ambassador des Turniers und Cheftrainer der chinesischen Fußballnationalmannschaft der Männer, überreichte den Siegerteams ihre Auszeichnungen und forderte die Kinder auf, mutig anzutreten.
Für viele Teilnehmer und Zuschauer ist der Baidui-Pokal mehr als ein Turnier – er ist eine geschätzte Sommertradition. Ein in den 1980er-Jahren geborener Fußballbegeisterter, der als Kind selbst am Turnier teilnahm und heute eine Mannschaft trainiert, beschrieb ihn als „Pekings ganz eigene Weltmeisterschaft für seine Kinder“. Die Veranstaltung ist zu einem kulturellen Ankerpunkt geworden, der generationsübergreifend bleibende Erinnerungen bei den Bewohnern Pekings schafft und die Identität der Stadt als Zentrum des Fußballs stärkt.
Der Erfolg des Turniers unterstreicht die wachsende Beliebtheit des Jugendfußballs in China sowie die Bedeutung zugänglicher Plattformen, auf denen junge Spieler ihre Fähigkeiten und ihre Leidenschaft für das Spiel entwickeln können. Mit seinem innovativen Zwei-Spur-System ist der Baidui-Pokal gut positioniert, um weiterhin die nächste Generation Fußballtalente zu fördern und zugleich die Freude am Sport zu feiern. Wie sich das Format in künftigen Auflagen bewährt – und ob andere Städte ähnliche Doppelstrukturen übernehmen –, wird angesichts der landesweit fortgesetzten Reformbemühungen im Jugendfußball mit Spannung zu beobachten sein.
Quelle: Citybuzz