Senats-Whip Barrasso drängt auf Verabschiedung des Crypto Clarity Act, während die Pause näher rückt
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Clarity Act zielt darauf ab, jahrelange sich überschneidende Zuständigkeitsansprüche von SEC und CFTC über digitale Vermögenswerte zu beenden, indem ein umfassender US-Regulierungsrahmen geschaffen wird.
- •Senator John Barrasso forderte auf dem Senatsfloor parteiübergreifende Zusammenarbeit und verglich das Vorhaben mit der Verabschiedung des GENIUS Act im vergangenen Jahr.
- •Ein seit Juli zirkulierender überarbeiteter Gesetzentwurf enthält Ethikbestimmungen, die es Regierungsbeamten und ihren Familien verbieten würden, Kryptowährungen auszugeben oder zu bewerben.
- •Senator Thom Tillis deutete an, dass das Weiße Haus Änderungen prüft, bis Donnerstag jedoch keine Rückmeldung erhalten hatte, was die Zuversicht auf eine Abstimmung vor der Pause dämpfte.
- •Sollte die Abstimmung nicht vor der Pause stattfinden, wird der Clarity Act in einem voller werdenden herbstlichen Gesetzgebungsprogramm neben Fristen für die Staatsfinanzierung und anderen Prioritäten konkurrieren müssen.

Senate Majority Whip John Barrasso ist der jüngste Abgeordnete, der öffentlich zu Maßnahmen beim Clarity Act aufgerufen hat, und drängte seine Kollegen, das Gesetz zu digitalen Vermögenswerten vor einer fünfwöchigen Senatspause zu verabschieden. Jüngste Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass die Dynamik bei dem Entwurf nachlassen könnte.
Der Clarity Act soll eine seit Jahren bestehende regulatorische Grauzone beenden, in der sowohl die SEC als auch die CFTC einen sich überschneidenden Zuständigkeitsbereich für digitale Vermögenswerte beansprucht haben, sodass Krypto-Unternehmen unter unsicheren Durchsetzungsbedingungen agieren mussten.
In einer Rede im Senat am Donnerstag erinnerte Barrasso die Abgeordneten daran, dass die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr mit dem GENIUS Act ihr erstes großes Gesetz zu digitalen Vermögenswerten verabschiedet haben, und argumentierte, dass nun dieselbe parteiübergreifende Zusammenarbeit nötig sei, um den Clarity Act voranzubringen.
"Es ist Zeit für den Senat, auf [den GENIUS Act] aufzubauen und den Clarity Act zu verabschieden", sagte Barrasso. "Amerika ist sicherer und stärker, wenn wir innovativ sind."
JUST IN: Senate Majority Whip John Barrasso tells the Senate "its time for the Senate to build on [the GENIUS Act] by passing the Clarity Act." "America is safer and stronger when we innovate" pic.twitter.com/LPG11vESle — Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) August 6, 2026
Die Abgeordneten bemühen sich, vor der bevorstehenden Pause eine Abstimmung über den Clarity Act anzusetzen. Einige Republikaner werfen den Demokraten vor, den Fortschritt des Gesetzentwurfs durch verfahrensbedingte Einwände absichtlich zu verlangsamen.
Die Gesetzgebung ist das Ergebnis überparteilicher Verhandlungen. Am Mittwoch hatte Senator Thom Tillis Berichten zufolge erklärt, das Weiße Haus prüfe die jüngsten Änderungen an dem Entwurf. Am Donnerstag postete Brendan Pedersen, Senior Reporter bei Punchbowl News, auf X jedoch, dass Tillis gesagt habe, er habe bislang noch keine Rückmeldung aus dem Weißen Haus erhalten, was die frühere Zuversicht dämpfte. Senate Majority Leader John Thune hatte Reportern zuvor gesagt, man hoffe auf eine Abstimmung vor der Pause.
Da vor der Pause auch andere Gesetzesvorlagen zur Abstimmung anstehen, scheint der Clarity Act im legislativen Kalender nach hinten gerückt zu sein. Sollte die Abstimmung erst nach der Pause stattfinden, würde der Entwurf in einen engeren Herbstfahrplan geraten, da sich der Kongress dann mit Fristen für die Staatsfinanzierung und anderen Prioritäten befasst.
Der Clarity Act, der in den Vereinigten Staaten eine umfassende Regulierung digitaler Vermögenswerte schaffen würde, wurde im vergangenen Jahr vom Repräsentantenhaus verabschiedet. Das Gesetz hat zusätzlich an Bedeutung gewonnen, da andere Jurisdiktionen, darunter die Europäische Union mit ihrer Markets in Crypto-Assets-(MiCA-)Regulierung, mit eigenen Rahmenwerken vorangekommen sind, während US-Unternehmen auf rechtliche Klarheit warten. Laut Senatorin Cynthia Lummis ist der Entwurf inzwischen deutlich umfangreicher geworden, da Demokraten verlangten, weitere Bestimmungen in den Text aufzunehmen.
Seit Juli zirkuliert unter den Abgeordneten ein überarbeiteter Text mit neuen Ethikbestimmungen. Die aktualisierte Fassung würde Regierungsbeamten und ihren Familien verbieten, Kryptowährungen auszugeben oder zu bewerben — ein Punkt, den Demokraten zuvor angesprochen hatten.
Trotz dieser Änderungen bleiben einige Abgeordnete unzufrieden. Eine Gruppe von Demokraten schickte im Juli einen Brief und erklärte, der Entwurf bleibe hinter ihren Anforderungen zurück.
Abgesehen von den Ethikfragen befindet sich der Clarity Act in diesem Jahr auch wegen eines breiteren Stillstands in einer Sackgasse. Die Bankenlobby äußerte Einwände gegen Stablecoin-Erträge, die Krypto-Unternehmen an ihre Kunden zahlen, und brachte den Entwurf damit in Konflikt mit Firmen wie Coinbase.
Einige Republikaner sind weiterhin zuversichtlich, dass diese Woche eine Abstimmung stattfinden wird. Senator Tim Scott sagte gegenüber Fox Business, der Clarity Act sei "etwas, das wir haben sollten, die erste Abstimmung bevor wir gehen, ohne jede Frage".
Senatorin Lummis ergänzte am Mittwoch, dass eine Abstimmung tatsächlich stattfinden werde — und dass die Abgeordneten dafür möglicherweise ein oder zwei zusätzliche Tage bleiben würden.
Dieser Beitrag Senats-Whip Barrasso unterstützt als jüngster Abgeordneter den Crypto Clarity Act, doch die Zeit könnte knapp werden erschien zuerst bei Bitcoin Magazine und wurde von Mathew Di Salvo verfasst.