AUD/USD dreht nach Test des 100-Tage-Gleitdurchschnitts nach unten ab
Wichtige Erkenntnisse
- •AUD/USD erreichte ein Hoch von 0.7046, knapp unterhalb des 100-Tage-Gleitdurchschnitts bei 0.7051, der als fester Widerstand fungierte und Verkaufsinteresse auslöste.
- •Der anschließende Rückgang drückte das Paar unter das 38,2 %-Fibonacci-Retracement bei 0.7022 und eine durch die Hochs Mitte Juni definierte Swing-Zone, was das Vertrauen der Verkäufer stärkte.
- •Während der europäischen Sitzung durchbrach das Paar vorübergehend die konvergierten 100- und 200-Stunden-Gleitdurchschnitte nahe 0.6991, bevor es bei 0.6984 Unterstützung fand und sich erholte.
- •Die eng beieinander liegenden Stunden-Gleitdurchschnitte dienen nun als wichtigster kurzfristiger Richtungsmaßstab, wobei Käufer einen leichten Vorteil haben, solange der Kurs darüber notiert.
- •Händler beobachten bevorstehende Wirtschaftsdaten aus Australien und den Vereinigten Staaten, da auseinandergehende Zinserwartungen der RBA und der Federal Reserve die Richtung des Paares historisch bestimmt haben.

AUD/USD stieß in der asiatisch-pazifischen Sitzung in der Nähe seines 100-Tage-Gleitdurchschnitts auf erneuten Verkaufsdruck und erreichte ein Hoch von 0.7046 — knapp unterhalb des bei 0.7051 liegenden 100-Tage-Gleitdurchschnitts. Die Nähe zu dieser technisch wichtigen Schwelle lockte Verkäufer an, stärkte das Niveau als markanten Widerstandsbereich und lenkte die kurzfristige Dynamik wieder nach unten. Der australische Dollar, der häufig als Stellvertreter für die Risikobereitschaft und als rohstoffgebundene Währung betrachtet wird, hat aufgrund schwankender Marktsentimente über verschiedene Sitzungen hinweg besondere Aufmerksamkeit von Händlern auf sich gezogen.
Der darauffolgende Verkaufsdruck drückte das Paar zurück unter das 38,2 %-Fibonacci-Retracement des umfassenderen Rückgangs vom Hoch Anfang Mai bis zum Tief Ende Juni, das bei 0.7022 liegt. Dieser Abwärtsausbruch drückte den Kurs zudem unter eine Swing-Zone, die durch die zwischen dem 15. und 23. Juni verzeichneten Hochs gebildet wurde, was das Vertrauen der Verkäufer stärkte und zu einer deutlicheren Abwärtsausdehnung beitrug.
Der Rückgang gewann im europäischen Morgengeschäft an Tempo, wobei das Paar unter die eng beieinander liegenden 100- und 200-Stunden-Gleitdurchschnitte in der Nähe von 0.6991 fiel, bevor es bei 0.6984 Unterstützung fand. Der bärische Vorstoß erwies sich jedoch als kurzlebig, da Käufer auf den Markt zurückkehrten und den Kurs über beide Stunden-Gleitdurchschnitte zurücktrieben, wodurch diese Zone wieder als bedeutsames kurzfristiges Unterstützungsniveau etabliert wurde.
Mit Blick auf die Zukunft werden die konvergierten 100- und 200-Stunden-Gleitdurchschnitte als wichtigster Referenzpunkt zur Einschätzung der kurzfristigen Richtungsneigung dienen. Solange der Kurs darüber notiert, behalten Käufer einen marginalen Vorteil, mit einem potenziellen Ziel in der Swing-Region zwischen 0.7020 und 0.7027. Ein Ausbruch über diese Bandbreite würde den Fokus zurück auf den 100-Tage-Gleitdurchschnitt lenken, während ein erneuter Fall unter die Stunden-Gleitdurchschnitte den kurzfristigen Vorteil an die Verkäufer zurückgeben würde. Händler erwarten weiteren Abwärtsdruck, sollte das Paar während der Sitzung einen zweiten Bruch unter diese Gleitdurchschnitte verzeichnen. Marktteilnehmer beobachten zudem bevorstehende Wirtschaftsdatenveröffentlichungen aus Australien und den Vereinigten Staaten, da Verschiebungen in den Zinserwartungen zwischen der Reserve Bank of Australia und der Federal Reserve die Kursbewegungen des Paares historisch beeinflusst haben.
Quelle: ForexLive