Aktionäre von Asiana Airlines genehmigen Fusion mit Korean Air
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Aktionäre von Asiana Airlines genehmigten die Fusion mit Korean Air und finalisierten damit einen Übernahmeprozess im Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar, der im November 2020 begonnen wurde.
- •Die fusionierte Fluggesellschaft wird als zehntgrößte Airline der Welt nach Flottengröße eingestuft und soll am 17. Dezember unter dem Namen Korean Air den Betrieb aufnehmen.
- •Korean Air löste wettbewerbsrechtliche Bedenken mehrerer Gerichtsbarkeiten durch die Zusage, Fracht- und Passagierstreckenrechte an konkurrierende Fluggesellschaften abzugeben.
- •Die Integration erfordert die Zusammenführung der Vielfliegerprogramme und den Übergang zwischen den konkurrierenden Allianznetzwerken SkyTeam und Star Alliance, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Fair Trade Commission.
- •Die Marke Asiana Airlines wird nach Abschluss der Fusion dauerhaft eingestellt.

Asiana Airlines Inc., die zweitgrößte südkoreanische Fluggesellschaft, gab am Mittwoch bekannt, dass ihre Aktionäre die Fusion des Unternehmens mit dem größeren Konkurrenten Korean Air Co. genehmigt haben und damit einen Übernahmeprozess von fast sechs Jahren abschlossen.
Die Zustimmung erfolgte auf einer außerordentlichen Hauptversammlung, die zur Abstimmung über die Fusion einberufen worden war. Eine überwältigende Mehrheit der Aktionäre stimmte für das Abkommen mit der nationalen Flagcarrier-Gesellschaft, wie ein Unternehmenssprecher bestätigte.
Korean Air hatte seine Pläne zur Übernahme von Asiana erstmals im November 2020 in einer Transaktion im Wert von 1,8 Billionen Won (1,6 Milliarden US-Dollar) angekündigt. Das Geschäft wurde während der COVID-19-Pandemie initiiert, die die weltweite Luftfahrtnachfrage verwüstet und die Finanzen beider Fluggesellschaften belastet hatte. Die fusionierte Fluggesellschaft wird voraussichtlich als zehntgrößte Airline der Welt nach Flottengröße eingestuft und damit einen dominierenden Akteur im hart umkämpften Luftfahrtmarkt Nordostasiens schaffen.
Die lange Dauer spiegelte eine umfangreiche regulatorische Prüfung durch mehrere Gerichtsbarkeiten wider, darunter die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und China, die alle die Auswirkungen der Fusion auf den Wettbewerb bei transpazifischen und innerasiatischen Strecken untersuchten. Korean Air begegnete wettbewerbsrechtlichen Bedenken, indem sie zusagte, Fracht- und Passagierstreckenrechte an Wettbeweriber abzugeben.
"Ein durch die Fusion entstehender Mega-Carrier wird der erste Schritt sein, um eine neue Geschichte in der südkoreanischen Luftfahrtindustrie zu schreiben", sagte Asiana-Chef Song Bo-young am Rande der Hauptversammlung zu Reportern.
Bezüglich der Integration der Vielfliegerprogramme beider Fluggesellschaften erklärte Song, dass entsprechende Vorbereitungen im Gange seien und das Unternehmen auf eine Entscheidung der Fair Trade Commission warte. Die Integration stellt eine komplexe operative Herausforderung dar, da Korean Air Gründungsmitglied der SkyTeam-Allianz ist, während Asiana zur konkurrierenden Star Alliance gehört. Dies erfordert einen Übergang, der sich auf Codeshare-Partnerschaften und Passagiervorteile in beiden Netzwerken auswirken wird.
Die beiden Fluggesellschaften unterzeichneten im Mai eine formelle Fusionsvereinbarung. Das fusionierte Unternehmen, das unter dem Namen Korean Air operieren wird, soll am 17. Dezember den Betrieb aufnehmen. Die Marke Asiana Airlines wird eingestellt.
Ebenfalls am Mittwoch sollte Korean Air eine Vorstandssitzung abhalten, um die Fusion mit Asiana endgültig abzuschließen. (Yonhap)