Asien-Pazifik-Märkte vor US-Arbeitsmarktdaten ruhig; RBNZ deutet Dezember-Erhöhung an
Wichtige Erkenntnisse
- •Fed-Gouverneur Christopher Waller dämpfte Wetten auf weitere Zinserhöhungen und ließ die US-Aktienmärkte über Nacht vor dem Arbeitsmarktbericht deutlich steigen.
- •Nomura erklärte, dass die Bank of Japan bei drei aufeinanderfolgenden Sitzungen bis Dezember die Zinsen erhöhen könnte, falls eine erneute Yen-Schwäche USD/JPY zurück in Richtung 160 drückt.
- •JPMorgan wies auf eine Yen-Short-Position von 103 Milliarden USD bei Anlegern hin, deren Auflösung USD/JPY in Richtung 142 treiben könnte.
- •RBNZ-Assistenz-Gouverneurin Karen Silk deutete an, dass die nächste Zinserhöhung der Notenbank eher im Dezember als im Oktober erfolgen dürfte.
- •Die PBOC setzte den USD/CNY-Referenzkurs auf 6,7787 fest – deutlich fester als die Marktschätzung von 6,7093.

Die asiatischen Märkte zeigten am Freitag, den 4. September 2026, eine begrenzte Richtung, da sich Trader vor dem Bericht über die US-Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft positionierten, der für 8:30 Uhr US-Ostküstenzeit erwartet wird. Diese Arbeitsmarktdaten sind die letzte große US-Datenveröffentlichung vor der nächsten Sitzung der Federal Reserve und erscheinen einen Tag, nachdem Fed-Gouverneur Christopher Waller die Zinserwartungen deutlich verschoben hatte, indem er Wetten auf weitere Zinserhöhungen dämpfte – eine Verschiebung, die die US-Aktienmärkte über Nacht in die Höhe schnellen ließ. Öl handelte stabil nahe seinen jüngsten Höchstständen, ohne bedeutende neue Entwicklungen aus dem Nahen Osten, die den Ton hätten ändern können, während Gold nach einer volatilen Woche seitwärts um rund 4.475 USD pro Unze notierte und damit empfindlich auf das Ergebnis der Arbeitsmarktdaten bleibt.
Bei den Notenbanken erklärte Nomura, dass die Bank of Japan in einem extremen Szenario bei drei aufeinanderfolgenden Sitzungen bis Dezember die Zinsen erhöhen könnte, falls eine erneute Yen-Schwäche die Währung zurück in Richtung 160 pro Dollar drücken sollte. Der Leiter der Japan-FX-Strategie der Bank bezeichnete eine Viertelprozent-Erhöhung in diesem Monat unabhängig davon als „vernünftig“. Der Zinspfad ist auch über Japan hinaus relevant: JPMorgan hat eine Yen-Short-Position von 103 Milliarden USD bei Anlegern ausgemacht, deren Auflösung USD/JPY in Richtung 142 treiben könnte. In Neuseeland signalisierte RBNZ-Assistenz-Gouverneurin Karen Silk, dass die nächste Zinserhöhung der Notenbank eher im Dezember als im Oktober erfolgen dürfte. Separate Kommentare ihres Kollegen im Währungspolitischen Komitee, Carl Hansen, wiederholten weitgehend die bereits kommunizierte Linie der RBNZ und fügten der Gesamtlage wenig Neues hinzu.
Auch die Devisenmärkte waren gleichermaßen ruhig. NZD/USD erholte sich nach dem Rückgang Mitte der Woche wieder über die Marke von 0,5900, während USD/JPY den Bereich um 156 nach dem Einbruch am Donnerstag zurückgewann. USD/JPY stieg anschließend in Richtung 156,40 bei einer weiteren Erholung vom Donnerstag. In China setzte die People's Bank of China den USD/CNY-Referenzkurs auf 6,7787 fest – deutlich fester als die Schätzung von 6,7093, eine Festsetzung weit entfernt von den Markterwartungen, die üblicherweise als Signal für die Toleranz der Behörde gegenüber Währungsstärke oder -schwäche Beachtung findet.
Die regionalen Aktienmärkte orientierten sich an den über Nacht erzielten Gewinnen der Wall Street: Japans Nikkei stieg um rund 1 %, Südkoreas Kospi um 1,3 %. Das Umfeld für japanische Aktien bleibt jedoch gemischt, da die Konsumausgaben der Haushalte zuletzt auf dem schlechtesten Stand seit mehr als 18 Monaten gemeldet wurden – eine Schwächephase, die die Argumente für eine rasche geldpolitische Normalisierung erschwert, selbst während der Yen nahe einem Mehrgenerationentief notiert.
Top-Themen der Sitzung:
- RBNZ signalisiert Dezember, nicht Oktober, für ihre nächste Zinserhöhung
- Dieselknappheit und starke ISM-Daten deuten auf verfestigtes Inflationsrisiko hin: Risiken für Gold und Aktien
- JPMorgan weist auf eine Yen-Short-Position von 103 Mrd. USD hin, deren Auflösung USD/JPY auf 142 drücken könnte
- Golds turbulente Woche ebnet den Weg für einen von Arbeitsmarktdaten geprägten Freitag
- PBOC setzt den USD/CNY-Referenzkurs für heute auf 6,7787 (gegenüber einer Schätzung von 6,7093)
- Notenbanker sprechen, Währungen reagieren nicht immer: Warum das wichtig ist
- Konsumausgaben der Haushalte in Japan auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 18 Monaten
- Der „Fluch“ des Magazincovers: weniger Magie, mehr die Frage, wer schon eingestiegen ist
- Wie Waller die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung in Minuten um 12 Punkte verschob: ein Blick in CME FedWatch
- Rückblick: Waller ließ die US-Aktienmärkte in die Höhe schnellen
- investingLive Americas Marktbericht: Waller dämpft Wetten auf Zinserhöhungen
- ICYMI: Oman lehnt laut Berichten Irans Plan ab, gemeinsam Gebühren für Schiffe im Hormuz zu erheben
- Citi erhöht die Brent-Prognose für das 3. Quartal 2026 auf 86 USD, erwartet aber bis 2027 einen Rückgang auf 65 USD