NachrichtenRohstoffe & ForexAsiens Vermögende halten an Krypto fest, lenken neues Geld aber in Gold

Asiens Vermögende halten an Krypto fest, lenken neues Geld aber in Gold

Autor: Cryptopolitan·

Wichtige Erkenntnisse

  • Vermögende Anleger in Malaysia und Singapur halten Krypto in ihren Portfolios, lenken neues Geld aber in Gold, Einlagen und bargeldnahe Anlagen.
  • HSBC erwartet, dass Anleger ihre Allokation in Gold und Termineinlagen im kommenden Jahr erhöhen und das Krypto-Engagement weitgehend unverändert lassen.
  • CoinShares meldete für die Woche bis zum 31. Mai Abflüsse von 1,67 Milliarden US-Dollar aus digitalen Anlageprodukten; über drei Wochen summierten sich die Abflüsse auf 4,21 Milliarden US-Dollar.
  • Bitcoin-Fonds verloren 1,438 Milliarden US-Dollar und Ether-Produkte 257 Millionen US-Dollar; das verwaltete Krypto-Vermögen fiel auf 141 Milliarden US-Dollar.
  • Der World Gold Council meldete für das erste Quartal 2026 eine Goldnachfrage von 1.231 Tonnen im Wert von 193 Milliarden US-Dollar; Zentralbanken kauften netto 244 Tonnen hinzu.
Asiens Vermögende halten an Krypto fest, lenken neues Geld aber in Gold

Vermögende Anleger in ganz Asien zeigen nur begrenztes Interesse an neuen Käufen von Kryptowährungen. Wohlhabende Kunden in Malaysia und Singapur halten Krypto-Assets weiterhin in ihren Portfolios, doch frisches Kapital fließt zunehmend in Gold, Bankeinlagen und andere alternative Finanzanlagen.

Kryptowährungs-Investmentfonds verzeichneten gleichzeitig ihre höchsten Abflüsse des Jahres 2026, während Gold sein stärkstes Quartal überhaupt meldete. Das deutet auf einen defensiveren Anlegerblick hin. Anstatt digitale Vermögenswerte vollständig abzustoßen, verschieben viele ihre neuen Krypto-Allokationen zugunsten traditioneller sicherer Häfen, die Flexibilität bewahren, solange die allgemeinen Bedingungen angespannt bleiben.

Wohin das frische Geld stattdessen fließt

Eine neue HSBC-Umfrage deutet darauf hin, dass es keine breite Flucht aus Kryptowährungen gibt. Vermögende Anleger scheinen ihre bestehenden Positionen beizubehalten und neues Geld in Gold, Bargeldreserven und andere Anlagen zu lenken.

HSBC sagte:

“Investors are putting the core of their portfolios first, balancing protection and growth, and diversifying with intent. Allocations continue to shift across cash, equities and gold. But cash holdings are playing a clear role in giving investors a buffer to rebalance, deploy or hold steady as conditions change.” — HSBC Global Affluent Investor Snapshot 2026

Die Umfrage erklärte, dass Anleger im kommenden Jahr voraussichtlich ihre Allokation in Gold und Termineinlagen erhöhen werden, während das Krypto-Engagement ungefähr auf dem gleichen Niveau bleibt. Bargeld gilt weiterhin als Reserve für spätere Chancen und nicht als klares Signal, dass Anleger Risiko grundsätzlich vermeiden.

Auch die breiteren Marktdaten weisen in die gleiche Richtung. Der World Gold Council teilte in seinem Bericht mit, dass die Goldnachfrage im ersten Quartal 2026 1.231 Tonnen erreichte, ein Plus von 2% gegenüber dem Vorjahr. Preisveränderungen bei Barren ließen den Wert dieser Nachfrage auf einen Rekord von 193 Milliarden US-Dollar steigen. Die Nachfrage nach Münzen und Barren kletterte ebenfalls deutlich auf 474 Tonnen, 42% mehr als ein Jahr zuvor, vor allem getrieben von Käufern in Asien, wo physisches Gold für Anleger, die Liquidität und einen greifbaren Wertspeicher suchen, ein vertrauter Portfoliobestandteil bleibt.

4,21 Milliarden US-Dollar sind aus Kryptofonds abgeflossen

Auch die institutionellen Kapitalströme spiegelten dieselbe vorsichtige Haltung wider.

Laut CoinShares-Daten verzeichneten digitale Anlageprodukte in der Woche bis zum 31. Mai Abflüsse von rund 1,67 Milliarden US-Dollar. Das war die dritte Woche in Folge mit Abflüssen und der zweitgrößte Wochenabfluss des Jahres. In den vergangenen drei Wochen zogen Anleger insgesamt 4,21 Milliarden US-Dollar aus Kryptofonds ab.

Bitcoin-Fonds verzeichneten Abflüsse von 1,438 Milliarden US-Dollar, während Ether-Produkte 257 Millionen US-Dollar verloren. Das verwaltete Vermögen fiel auf 141 Milliarden US-Dollar von 148 Milliarden US-Dollar eine Woche zuvor und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Anfang April. CoinShares-Analyst James Butterfill sagte, der Rückgang der Vermögenswerte sei mit der geopolitischen Lage im Iran verbunden, die stärker gewirkt habe als alle positiven Entwicklungen bei der US-Kryptowährungsgesetzgebung.

Golds Rekordquartal erzählt die andere Hälfte

Dasselbe geopolitische Umfeld hat auch die Goldnachfrage gestützt.

Der World Gold Council sagte, der LBMA-Goldpreis habe nach einer Reihe neuer Höchststände einen Rekord-Durchschnitt für das Quartal erreicht. Auch Zentralbanken kauften weiter und erhöhten ihre Nettozukäufe um 244 Tonnen Gold, ein Plus von 3% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Council erklärte, geopolitische Unsicherheit, anhaltende Inflation und begrenzte Anlagemöglichkeiten dürften die Goldnachfrage weiter stützen. Zudem werde der Kauf von Goldbarren und -münzen im Jahr 2026 voraussichtlich vor allem von Anlegern in Asien getragen, was die Rolle der Region für die weltweite Nachfrage nach physischem Gold weiter festigt, während Krypto-Bestände eher gehalten als ausgebaut werden.

Risikoumschichtung im Überblick

Zusammen genommen deuten die Daten eher auf eine breitere Verschiebung in der Portfolioallokation hin als auf einen vollständigen Ausstieg aus digitalen Vermögenswerten. Für Anleger, die Liquidität, Werterhalt und Flexibilität abwägen, zeigt das aktuelle Muster, dass sie ihr Krypto-Engagement beibehalten und Gold, Einlagen und Bargeld nutzen, um kurzfristige Unsicherheit abzufedern.

Krypto-Investitionen sanken über drei Wochen um 4,21 Milliarden US-Dollar, während die weltweite Goldnachfrage auf 1.231 Tonnen im Wert von 193 Milliarden US-Dollar anstieg. Physisches Gold blieb besonders gefragt: Die Nachfrage nach Barren und Münzen stieg im Jahresvergleich um 42%, und Zentralbanken legten weitere 244 Tonnen in ihre Reserven.

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