Emerging asiatische Währungen und Aktien fallen aufgrund steigender Fed-Zinserhöhungs-Erwartungen und kräftelnder Ölpreise
Wichtige Erkenntnisse
- •Restriktive Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh erhöhten die Erwartungen einer möglichen US-Zinserhöhung im September und setzten emerging asiatische Währungen und Aktien unter Druck.
- •Ein stärkerer US-Dollar erhöht die Schuldendienstkosten für Schuldner in Schwellenländern und kann Kapital von regionalen Anlagen in US-Papiere lenken.
- •Die Ölpreise schnellten angesichts eskalierender US-Iran-Spannungen in die Höhe und erhöhten den Druck auf Asiens energieimportierende Volkswirtschaften.
- •Anhaltend hohe Ölpreise könnten Handelsdefizite ausweiten und die Währungsschwäche treibstoffimportierender Länder verschärfen.
- •Die Märkte beobachten kommende US-Inflationsdaten, die FOMC-Kommunikation und die Entwicklung der US-Iran-Spannungen als Indikatoren für Zinsen und Ölangebot.

Die meisten emerging asiatischen Währungen und Aktien gaben am Montag nach, nachdem restriktive Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh die Erwartungen auf eine mögliche Zinserhöhung im September gestärkt, den US-Dollar aufgewertet und regionale Anlagen unter Druck gesetzt hatten.
Die Bewegungen erfolgten, während Anleger den wahrscheinlichen Kurs der Federal-Reserve-Politik neu bewerteten. Das Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank legt den Leitzins fest, und Erwartungen höherer US-Zinsen stützen tendenziell den Dollar, was wiederum auf Schwellenländerwährungen drückt. Ein stärkerer Dollar verteuert den Schuldendienst für in Dollar denominierte Verbindlichkeiten von Schuldnern in Schwellenländern und kann Kapital von regionalen Anlagen in US-Papiere lenken – eine Dynamik, die in vergangenen Straffungszyklen der Fed asiatische Aktien- und Devisenmärkte regelmäßig belastet hat.
Zusätzlichen Druck auf die regionalen Märkte erzeugte der Anstieg der Ölpreise angesichts eskalierender Spannungen zwischen den USA und Iran. Höhere Ölkosten sind ein besonderes Problem für die energieimportierenden Volkswirtschaften Asiens, die stark auf importiertes Rohöl angewiesen sind. Anhaltend hohe Ölpreise können Handelsdefizite ausweiten und die Importkosten für treibstoffimportierende Länder erhöhen, wodurch sich die Währungsschwäche infolge der Dollarkraft zusätzlich verschärft. Die Märkte werden voraussichtlich kommende US-Inflationsdaten und die FOMC-Kommunikation sowie die Entwicklung der US-Iran-Spannungen und deren Auswirkungen auf das Ölangebot genau beobachten.
Quelle: Economic Times Markets