Arthur Hayes: Fed-gestützte Yen-Rettung über FIMA-Repo-Fazilität könnte BTC, Gold und ETH beflügeln
Wichtige Erkenntnisse
- •Hayes sagt, dass die anhaltende Schwäche des Yen Japans extrem lockere Geldpolitik widerspiegelt, während andere große Zentralbanken die Zinsen aggressiv erhöhten.
- •Er argumentiert, dass die Nutzung der FIMA-Repo-Fazilität der Fed es Japan ermöglichen würde, gegen seine Bestände an US-Staatsanleihen auf Dollar zuzugreifen und dann Yen zu kaufen.
- •Hayes schätzt die bei der Strategie verwendeten Staatsanleihen Japans auf etwa 1,37 Billionen Dollar in Regierungs- und GPIF-Konten.
- •Er glaubt, dass der Prozess die Dollar-Liquidität erhöhen und Bitcoin, Gold, Ether und Ethena zugutekommen könnte.
- •Hayes verweist auf Forderungen, die 60-Milliarden-Dollar-Gegenpartei-Obergrenze der FIMA-Fazilität zu erhöhen oder zu entfernen, als mögliches politisches Signal.

Arthur Hayes, Mitbegründer von BitMEX und Leiter der Krypto-Investmentfirma Maelstrom, hat eine makroökonomische These dargelegt, die sich auf die potenzielle Aufwertung des japanischen Yen und dessen nachgelagerte Auswirkungen auf die globale Dollar-Liquidität konzentriert.
In seinem neuesten Essay argumentiert Hayes, dass der Yen derzeit die am stärksten unterbewertete Hauptwährung ist, was zu unhaltbaren wirtschaftlichen Spannungen in Japan, den Vereinigten Staaten und China führt. Die anhaltende Schwäche des Yen beruht zum Teil auf der Beharrung der Bank of Japan auf einer extrem lockeren Geldpolitik, während die Federal Reserve und andere große Zentralbanken die Zinsen aggressiv erhöhten, was die Währung auf Jahrzehnte-Tiefs drückte und wiederholte Interventionen der japanischen Behörden auslöste. Herkömmliche Heilmittel – wie aggressive Zinserhöhungen durch die Bank of Japan oder eine groß angelegte Rückführung japanischer Auslandsvermögenswerte – bergen erhebliche Marktrisiken, einschließlich der potenziellen Destabilisierung sowohl der US-Staatsanleihen- als auch der Aktienmärkte. Stattdessen verweist Hayes auf das, was er für eine politisch realistischere Alternative hält: die Repo-Fazilität für Ausländische und Internationale Währungsbehörden (FIMA) der Federal Reserve.
Die FIMA-Repo-Fazilität wurde ursprünglich im März 2020 auf dem Höhepunkt des COVID-19-Dollar-Finanzierungsengpasses eingeführt, der es ausländischen Zentralbanken ermöglichte, ihre Bestände an Staatsanleihen vorübergehend gegen Dollar zu tauschen, ohne unordentliche Direktverkäufe auszulösen. Unter dem von Hayes vorgesehenen Mechanismus würde das japanische Finanzministerium seine riesigen Bestände an US-Staatsanleihen – geschätzt auf rund 1,37 Billionen Dollar in Regierungs- und Government Pension Investment Fund (GPIF)-Konten – als Sicherheit bei der Fed hinterlegen und im Gegenzug Dollar erhalten. Diese Dollar würden dann auf den Devisenmärkten verkauft, um Yen zu kaufen, wobei das repatriierte Kapital in inländische japanische Staatsanleihen und Aktien umgeleitet würde.
Hayes behauptet, dass dieser Vorgang die Bilanz der Federal Reserve faktisch erweitern und erhebliche Dollar-Liquidität in die globalen Märkte pumpen würde, ohne dass Japan seine US-Wertpapiere direkt verkaufen muss. Er stellt fest, dass der US-Finanzminister Scott Bessent öffentlich dafür plädiert hat, die aktuelle Gegenpartei-Obergrenze der FIMA-Fazilität von 60 Milliarden Dollar zu erhöhen oder abzuschaffen, was darauf hindeutet, dass die politischen Vorbereitungen bereits im Gange sind. Hayes behauptet weiter, dass der Fed-Vorsitzende Warsh die Ziele der Regierung voraussichtlich über das Foreign Currency Subcommittee erfüllen wird.
My essay "Yen-quake" walks readers through how Buffalo Bill Bessent plans to manipulate the dollar-yen exchange rate and turn the money printer back on. "While a weak, weaker, and weakest yen propelled global asset markets higher over the past decade, like all good things for… pic.twitter.com/4tXwuKMFPg — Arthur Hayes (@CryptoHayes) August 11, 2026
Auswirkungen auf den Kryptomarkt und strategische Positionierung
Hayes argumentiert, dass eine solche Bilanzerweiterung ein äußerst günstiges Umfeld für knappe monetäre Vermögenswerte schaffen würde, wobei Bitcoin, physisches Gold und Ether als Hauptprofiteure hervorstechen. Er zieht eine Parallele zur COVID-19-Ära, in der etwa 4 Billionen Dollar an Fed-Liquidität in enger Korrelation mit dem Preiszuwachs von Bitcoin standen. Er erwartet, dass eine erneute Runde der Dollarschöpfung monetäre Absicherungen gegenüber spekulativen Technologieaktien überproportional bevorzugen würde.
Im Bereich der digitalen Vermögenswerte identifiziert Hayes Ether als überzeugende Large-Cap-Chance. Er verweist auf sein Versäumnis, die Allzeithochs von 2025 im Vergleich zu seinen Peers zu übertreffen, und seine aufkommende Funktion als Abwicklungsschicht für Vermögenswerte aus der realen Welt. Er hebt auch Ethena (ENA) als High-Beta-Kandidat hervor und stellt fest, dass eine Erholung der Bitcoin-Basisrenditen das Interesse an seinem USDe-Stablecoin-Produkt – derzeit der sechstgrößte Stablecoin nach Umlaufmenge – erneuern und möglicherweise eine bedeutende Token-Aufwertung aus den derzeit stark gedrückten Bewertungen bewirken könnte.
Während der genaue Zeitpunkt von verfahrenstechnischen Anpassungen an der FIMA-Fazilität abhängt, legt Hayes nahe, dass eine vorausschauende Positionierung bei diesen Vermögenswerten gerechtfertigt sein könnte, da zugrunde liegende Verschiebungen auf den Gold- und Devisenmärkten einer offiziellen politischen Ankündigung vorausgehen könnten. Für Marktteilnehmer zu beobachtende Schlüsselsignale umfassen wöchentliche Nutzungsdaten der FIMA-Fazilität, die von der New York Fed veröffentlicht werden, BOJ-Richtlinien, USD/JPY-Interventionsniveaus sowie Maßnahmen des Kongresses oder der Verwaltung zur Gegenpartei-Obergrenze.