NachrichtenKryptoArthur Hayes’ Essay „Yen-quake“: Ein schwächerer Dollar könnte Bitcoin und Kryptomärkte stützen

Arthur Hayes’ Essay „Yen-quake“: Ein schwächerer Dollar könnte Bitcoin und Kryptomärkte stützen

Autor: CoinoMedia·

Wichtige Erkenntnisse

  • Arthur Hayes veröffentlichte einen Essay mit dem Titel „Yen-quake“ und vertritt darin die These, dass das US-Finanzministerium eine Politik zur Schwächung des Dollars bei gleichzeitiger Stärkung des japanischen Yen verfolgen könnte.
  • Hayes vergleicht einen möglichen solchen Schritt mit dem Plaza-Abkommen von 1985, als die USA und große Verbündete den Dollar bewusst nach unten drückten.
  • Der Essay argumentiert, dass ein schwächerer Dollar die globale Liquidität erhöhen und damit ein unterstützendes Umfeld für Risikoanlagen wie Bitcoin und Kryptowährungen schaffen würde.
  • Japan bleibt der größte ausländische Halter von US-Staatsanleihen, wodurch geldpolitische Änderungen der Bank of Japan deutliche Auswirkungen auf globale Anleihe- und Währungsmärkte haben.
  • Hayes’ These stellt seine persönliche makroökonomische Einschätzung dar und keine offizielle Politikprognose; die Märkte dürften auf bestätigende Wirtschaftsdaten warten, bevor sie zu festen Schlussfolgerungen gelangen.
Arthur Hayes’ Essay „Yen-quake“: Ein schwächerer Dollar könnte Bitcoin und Kryptomärkte stützen

BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes hat einen neuen Essay mit dem Titel "Yen-quake" veröffentlicht, in dem er argumentiert, dass US-Entscheidungsträger im Rahmen einer breiteren Verschiebung der globalen Währungsdynamik einen schwächeren Dollar anstreben könnten. Hayes, der bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2022 CEO von BitMEX war und sich einen Ruf für makrogetriebene Krypto-Kommentare aufgebaut hat, stellt seine These in den Zusammenhang des Zusammenspiels zwischen der Politik des US-Finanzministeriums und dem japanischen Yen.

Nach Ansicht von Hayes könnte das US-Finanzministerium Maßnahmen bevorzugen, die den Dollar schwächen und gleichzeitig zur Stärkung des japanischen Yen beitragen. Während die Dollarpolitik formal vom Finanzministerium und nicht von der Federal Reserve festgelegt wird, wäre eine solche Abstimmung ungewöhnlich; der letzte große bewusste Versuch, den Dollar abzuwerten, war das Plaza-Abkommen von 1985, als sich die USA und große Verbündete darauf einigten, den Greenback nach unten zu drücken. Hayes vertritt die Auffassung, dass ein ähnlicher Schritt heute die globale Liquidität erhöhen und ein unterstützenderes Umfeld für Risikoanlagen, einschließlich Kryptowährungen, schaffen würde.

Der Essay spiegelt Hayes’ persönliche makroökonomische Einschätzung wider und nicht eine offizielle Politikprognose.

Liquidität als Rückenwind für Bitcoin

In "Yen-quake" stellt Hayes die These auf, dass die durch einen schwächeren Dollar entstehende höhere Liquidität als Rückenwind für Bitcoin und den breiteren Kryptomarkt dienen könnte. Historisch gingen Phasen expandierender Liquidität – etwa die nach 2020 einsetzenden Käufe von Vermögenswerten durch die Federal Reserve – oft mit einer stärkeren Entwicklung von Risikoanlagen einher, auch wenn die tatsächlichen Marktergebnisse von einer breiten Palette makroökonomischer und finanzieller Faktoren abhängen.

Hayes meint, dass Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte bei verbesserten Liquiditätsbedingungen von neuer Investorennachfrage profitieren könnten. Seine These trägt zur anhaltenden Debatte darüber bei, wie Währungspolitik und Maßnahmen von Zentralbanken die Kryptomärkte beeinflussen, zumal Japan weiterhin der größte ausländische Halter von US-Staatsanleihen ist und sich die Politik der Bank of Japan weiterhin durch globale Anleihe- und Währungsmärkte auswirkt.

NOW: Arthur Hayes published a new essay, "Yen-quake," arguing the Treasury will engineer a weaker dollar to strengthen the yen. The resulting liquidity surge will send Bitcoin and crypto higher. pic.twitter.com/9KZh5sjaGd

— Cointelegraph (@Cointelegraph) August 11, 2026

Worauf Anleger achten sollten

Die These von Arthur Hayes zu "Yen-quake" unterstreicht die Bedeutung makroökonomischer Trends für die Entwicklung der Kryptowährungsmärkte. Marktteilnehmer werden voraussichtlich weiterhin die Politik des US-Finanzministeriums, Entscheidungen der Federal Reserve, Inflationsdaten und die globalen Liquiditätsbedingungen beobachten, um zu beurteilen, ob sich Hayes’ Ausblick zu materialisieren beginnt.

Auch wenn der Essay ein bullishes Szenario für Bitcoin und Krypto zeichnet, werden die breiteren Märkte wahrscheinlich zunächst unterstützende wirtschaftliche Entwicklungen abwarten, bevor sie zu festen Schlussfolgerungen gelangen.