Arthur Hayes: Erweiterte FIMA-Fazilität zur Verteidigung des Yen könnte Dollar-Liquidität in Bitcoin und Krypto injizieren
Wichtige Erkenntnisse
- •Arthur Hayes argumentiert, dass die Erweiterung der FIMA-Repo-Fazilität der Federal Reserve der realisierbarste Weg zur Stärkung des Yen ist, da Alternativen wie Zinserhöhungen der BOJ und GPIF-Vermögensverkäufe prohibitiv hohe politische und wirtschaftliche Kosten verursachen.
- •Japan und der Government Pension Investment Fund halten gemeinsam schätzungsweise 1,373 Billionen Dollar an US-Staatsanleihen, die als FIMA-Sicherheit dienen könnten.
- •Finanzminister Scott Bessent hat öffentlich die Forderung erhoben, die Obergrenze der FIMA-Fazilität von 60 Milliarden Dollar pro Kontrahent anzuheben, was Hayes als Beweis dafür anführt, dass der Plan vorankommt.
- •Hayes glaubt, dass zusätzliche Dollar-Liquidität aus einer erweiterten FIMA-Fazilität die Nachfrage nach Bitcoin und anderen Krypto-Assets steigern würde, und zieht Parallelen zur Periode der Fed-Bilanzerweiterung von 2020–2021.
- •Hayes identifizierte Ethereum und Ethena als weitere Kandidaten für erhebliche Gewinne und verwies dabei auf Ethereums Rolle bei Real-World Assets und Ethenas im Vergleich zu seinem Höhepunkt niedrige Bewertung.

Arthur Hayes, BitMEX-Mitgründer und Krypto-Makroinvestor, argumentierte am 11. August 2026, dass eine koordinierte US-japanische Initiative zur Stärkung des japanischen Yen letztlich mehr Dollar in die globalen Märkte injizieren könnte — was einen bedeutenden Liquiditätskatalysator für Bitcoin und andere Krypto-Assets schaffen würde.
Hayes' Analyse folgt auf eine gemeinsame US-japanische Währungsintervention Anfang August, die auf den Dollar-Yen-Wechselkurs abzielte. Die anhaltende Schwäche des Yen resultiert zu großen Teilen aus einem weiten Zinsdifferenzial: Während die Federal Reserve die Zinsen hoch hielt, beließ die Bank of Japan die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau, was Kapitalabflüsse aus Japan förderte und die Währung unter Druck setzte.
Yen fällt auf ein 40-Jahres-Tief
Ende Juli fiel der Yen über 163 pro Dollar und erreichte seinen schwächsten Stand seit rund vier Jahrzehnten, was die Kosten für importierte Güter für japanische Verbraucher in die Höhe trieb.
Am 1. August kauften das US-Finanzministerium und Japan Yen, um die Währung zu stützen — die erste derartige gemeinsame Intervention seit über einem Jahrzehnt —, wodurch der Dollar auf etwa 156 Yen gedrückt wurde.
In einem Essay mit dem Titel „Yen-quake", den er auf seinem Substack veröffentlichte, argumentiert Hayes, dass der nächste logische Schritt eine erweiterte FIMA-Fazilität sein könnte — ein Schritt, der laut ihm erhebliche Auswirkungen auf Bitcoin haben könnte.
Hayes identifiziert FIMA als den realisierbarsten Weg
Hayes skizzierte drei mögliche Wege zu einem stärkeren Yen: eine aggressive Zinserhöhung der Bank of Japan, Vermögensverkäufe durch den Government Pension Investment Fund (GPIF) Japans und die Nutzung der FIMA-Repo-Fazilität der Federal Reserve.
FIMA — die Foreign and International Monetary Authorities Repo-Fazilität — wurde von der Fed im März 2020 eingeführt, um ausländischen Zentralbanken während des pandemiebedingten Marktstresses Dollar-Liquidität zur Verfügung zu stellen. Sie ermöglicht es diesen Institutionen, ihre Bestände an US-Staatsanleihen vorübergehend gegen Dollar einzutauschen, ohne diese Anleihen direkt verkaufen zu müssen.
Hayes vertritt die Ansicht, dass die ersten beiden Optionen politische und wirtschaftliche Kosten mit sich bringen, die sie unrealistisch machen, wodurch FIMA als der realisierbarste Mechanismus verbleibt.
Unter diesem Szenario würde das japanische Finanzministerium US-Staatsanleihen als Sicherheit bei der Fed hinterlegen und Dollar leihen, ohne die Anleihen zu verkaufen. Das Finanzministerium würde dann diese Dollar gegen Yen verkaufen und in inländische Anleihen und Aktien reinvestieren. Hayes sagte, dass dieser Ansatz die Bilanz der Fed erweitert, ohne den Markt für Staatsanleihen zu stören.
Hayes wies auf die öffentlichen Forderungen von Finanzminister Scott Bessent hin, die Obergrenze der FIMA-Fazilität von 60 Milliarden Dollar pro Kontrahent anzuheben, als Beweis dafür, dass der Plan vorankommt. Bessents Äußerungen erfolgten nur Tage nach der gemeinsamen US-japanischen Währungsintervention. Jede Anhebung dieser Obergrenze würde die Genehmigung des Foreign Currency Subcommittee der Fed erfordern, der unter dem FOMC operiert.
Hayes schätzte, dass Japan und der GPIF gemeinsam 1,373 Billionen Dollar an US-Staatsanleihen halten, die als FIMA-Sicherheit in Frage kommen.
Warum Bitcoin und Krypto profitieren könnten
Hayes verbindet seine These direkt mit Bitcoin und argumentiert, dass zusätzliche Dollar-Liquidität die Nachfrage nach Finanzanlagen steigern würde, wobei Bitcoin zu den Anlagen gehört, die am wahrscheinlichsten profitieren. Die Prämisse echoht ein Muster, das während der Jahre 2020–2021 beobachtet wurde, als die Erweiterung der Fed-Bilanz mit erheblichen Wertsteigerungen bei Risikovanlagen einschließlich Bitcoin einherging, wobei vergangene Korrelationen jedoch keine zukünftige Ergebnisse garantieren.
Er hob außerdem Ethereum (ETH) als Large-Cap-Sleeper-Kandidat hervor. ETH konnte 2025 sein Allzeithoch nicht übertreffen und bleibt die grundlegende Sicherheitsschicht für Real-World Assets (RWAs).
Zusätzlich bezeichnete er Ethena (ENA), das seit seinem Höhepunkt um mehr als 90 % gefallen ist, als Kandidat für einen Gewinn von 5x bis 10x, falls stärkere Dollar-Liquidität Bitcoin beflügelt und die Renditen von Ethenas USDe-Stablecoin erhöht.
Weiterreichende Implikationen
Wenn die Fed die FIMA-Fazilität zur Unterstützung der Yen-Verteidigung Japans erweitert, könnte die daraus resultierende Dollar-Liquidität die Nachfrage nach Bitcoin und anderen Krypto-Assets steigern, so Hayes' Rahmenwerk.