Argentiniens CNV führt Regulierungsrahmen für Anbieter virtueller Vermögenswerte ein
Wichtige Erkenntnisse
- •Alle Unternehmen, die in Argentinien Dienste für virtuelle Vermögenswerte anbieten, müssen sich unter dem neuen, 2024 in Kraft tretenden Rahmen bei der CNV registrieren und nationale Vorschriften einhalten.
- •Die Vorschriften schreiben die Einhaltung von Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gemäß Empfehlung 15 der Financial Action Task Force vor.
- •Argentiniens Aufnahme in die FATF-Liste der Gerichtsbarkeiten unter verstärkter Überwachung hat die Umsetzung dieser regulatorischen Maßnahmen beschleunigt.
- •Der Rahmen erfasst Einheiten, die Verwahrungs- und Übertragungsdienste für digitale Vermögenswerte anbieten, und unterstellt sie erstmals der formellen Aufsicht der CNV.
- •Argentinien reiht sich neben anderen lateinamerikanischen Ländern wie Brasilien und Mexiko ein, die eine formelle regulatorische Aufsicht über virtuelle Vermögenswertaktivitäten etablieren.

Argentiniens Nationale Wertpapierkommission (CNV) hat einen neuen Regulierungsrahmen für Proveedores de Servicios de Activos Virtuales (PSAVs), also Anbieter virtueller Vermögenswerte, vorgestellt. Die Vorschriften, die 2024 in Kraft treten, sollen die Transparenz erhöhen, die Rechtssicherheit stärken und eine formelle Aufsicht über Unternehmen etablieren, die im virtuellen Vermögenswertssektor des Landes tätig sind.
Argentinien hat sich als einer der aktivsten Kryptomärkte Lateinamerikas herausgebildet, angetrieben unter anderem durch anhaltende Inflation und Peso-Abwertung, die viele Einwohner in Richtung digitaler Vermögenswerte als Wertspeicher und Tauschmittel gedrängt haben. Die Einführung einer formellen PSAV-Regulierung spiegelt eine breitere Anstrengung wider, diesen rasch wachsenden Sektor in eine kohärente Rechtsstruktur zu überführen.
Der Rahmen verpflichtet alle Unternehmen, die Dienste für virtuelle Vermögenswerte anbieten – einschließlich Verwahrung und Übertragung digitaler Vermögenswerte –, sich bei der CNV zu registrieren und nationale Vorschriften einzuhalten. Durch die Unterstellung der PSAVs unter ihre Aufsicht zielt die CNV darauf ab, sicherzustellen, dass diese Einheiten innerhalb festgelegter rechtlicher Grenzen agieren und gleichzeitig den Verbraucherschutz zu verbessern.
Ein zentrales Ziel der neuen Vorschriften ist die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Dies entspricht den Standards der Financial Action Task Force (FATF), deren Empfehlung 15 Mitgliedsgerichtsbarkeiten auffordert, VASPs zu regulieren und zu beaufsichtigen. Argentiniens Aufnahme in die FATF-Liste der Gerichtsbarkeiten unter verstärkter Überwachung hat der Umsetzung solcher Maßnahmen zusätzliche Dringlichkeit verliehen.
Registrierungs- und Compliance-Anforderungen
Unter dem neuen Rahmen:
- Unternehmen, die Dienste für virtuelle Vermögenswerte anbieten, müssen sich bei der CNV registrieren.
- PSAVs unterliegen der Aufsicht der CNV, um die Einhaltung nationaler Vorschriften sicherzustellen.
- Die Vorschriften zielen auf erhöhte Transparenz und Rechtssicherheit ab.
- Maßnahmen gegen Geldwäsche (AML) und zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung (CTF) sind obligatorisch.
- Nutzern wird geraten, den Autorisierungsstatus ihres PSAV zu überprüfen, bevor sie einen Service in Anspruch nehmen.
Die CNV hat den Rahmen über ihr offizielles X (Twitter)-Konto bekannt gegeben: https://x.com/CNVArgentina/status/2084278544834654229
Regulatorischer Kontext
Proveedores de Servicios de Activos Virtuales (PSAVs) sind Einheiten, die Dienste im Zusammenhang mit virtuellen Vermögenswerten anbieten, einschließlich Verwahrungs- und Übertragungsfunktionen. Die Aufsichtsbefugnis der CNV über diese Einheiten soll die Einhaltung argentinischer nationaler Vorschriften sicherstellen und die Verbraucherschutzmaßnahmen stärken.
Der Rahmen stellt einen bedeutenden Schritt in Argentiniens Ansatz zur Regulierung digitaler Vermögenswerte dar und schafft eine strukturierte Umgebung für sowohl Nutzer als auch Dienstanbieter. Er ordnet Argentinien auch neben anderen lateinamerikanischen Ländern – wie Brasilien und Mexiko – ein, die Schritte unternommen haben, die Aufsicht über virtuelle Vermögenswertaktivitäten zu formalisieren. Wenn Unternehmen mit der Registrierung beginnen und die CNV-Anforderungen erfüllen, werden ihre Compliance-Prozesse und operativen Anpassungen genau überwacht.
Entwicklungen in der Regulierung virtueller Vermögenswerte in anderen Gerichtsbarkeiten können ebenfalls die lokalen Marktdynamiken beeinflussen, sodass ein kontinuierliches Bewusstsein für regulatorische Trends für Teilnehmer in Argentiniens Kryptosektor relevant bleibt.