Anthropic erweitert den Sprachmodus von Claude auf Opus- und Sonnet-Modelle
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Sprachmodus von Claude unterstützt nun neben Haiku auch Opus und Sonnet, wobei das Modell an die zuletzt im Textchat getroffene Auswahl des Nutzers gekoppelt ist.
- •Die aktualisierte Funktion kann per Sprache eine Verbindung zu Drittanbieter-Tools wie Gmail, Slack, Canva und Google Calendar herstellen, wenn dies in den Einstellungen aktiviert ist.
- •Anthropic zufolge soll das Update arbeitsbezogene Aufgaben verbessern, darunter Kommunikationsfeedback, Unterstützung bei Pitches und Brainstorming.
- •Der Sprachmodus unterstützt 11 Sprachen, Nutzer müssen Sprachwechsel während eines Gesprächs jedoch manuell anfordern oder konfigurieren.
- •Die Beta ist für alle Claude-Chatnutzer verfügbar; im kostenlosen Tarif ist der Zugriff auf Haiku und ein verbundenes Drittanbieter-Tool beschränkt.

Anthropic hat ein Upgrade für den Sprachmodus seiner Claude-KI-Modellfamilie veröffentlicht, mit dem die Funktion für ein breiteres Spektrum an Nutzeraufgaben nützlicher werden soll.
Die Updates, die in einem Blogbeitrag vom 23. Juli angekündigt wurden, sollen Claude dabei helfen, in mehreren Szenarien mehr Unterstützung zu leisten, insbesondere für Personen, die den Chatbot im Arbeitsumfeld einsetzen. Der Schritt erweitert den Sprachmodus über schnelle Dialoge hinaus und bringt ihn näher an die Modellauswahl heran, die Nutzern bereits im Textchat zur Verfügung steht.
Bis zu dem Update lief Claudes Sprachmodus auf Haiku, dem kleinsten Modell des Unternehmens, das Anthropic wegen seiner Geschwindigkeit ausgewählt hatte. Das Unternehmen erklärte, dieser Ansatz habe schnelle Interaktionen ermöglicht, aber die Tiefe der Gespräche begrenzt. „It kept conversations quick, but not always deep,“ sagte Anthropic.
Anthropic hat den Sprachmodus nun auf Claudes Opus- und Sonnet-Modelle ausgeweitet. Die Funktion verwendet automatisch das Modell, das ein Nutzer zuletzt für den Textchat ausgewählt hat, erlaubt es Nutzern aber auch, während eines Gesprächs das Modell zu wechseln.
Nach Angaben von Anthropic wird der Sprachmodus mit der jeweils schnellsten Version des vom Nutzer gewählten Modells arbeiten und dadurch natürlichere Gespräche unterstützen. Das Unternehmen erklärte, die aktualisierte Funktion könne in Situationen wie Feedback zum Kommunikationsstil, Unterstützung bei Pitches und Brainstorming von Ideen eine deutlich verbesserte Leistung bieten.
Das Update ergänzt außerdem die Möglichkeit, per Sprache mit verbundenen Drittanbieter-Apps zu interagieren, darunter Gmail, Slack, Canva und Google Calendar, sofern die Funktion in den Einstellungen aktiviert wurde. Anthropic zufolge können Nutzer dadurch per Sprachbefehl Termine in ihren Kalendern verschieben, ein Gespräch über einen Kunden-Pitch in ein einseitiges Dokument in Canva umwandeln oder Claude bitten, E-Mails zusammenzufassen, die in einem festgelegten Zeitraum eingegangen sind, und Antworten auf die wichtigsten Nachrichten zu entwerfen. Diese Integration ist ein zentraler Bestandteil des Einsatzes am Arbeitsplatz, da Sprachinteraktionen damit über das Beantworten von Fragen hinausgehen und Aktionen in den Tools ermöglichen, in denen Nutzer bereits Nachrichten, Termine und Dokumente verwalten.
Der Sprachmodus unterstützt jetzt 11 Sprachen. Zusätzlich zu Englisch kann Claude Sprachgespräche auf Französisch, Deutsch, Hindi, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch, Spanisch und lateinamerikanischem Spanisch führen.
Nutzer, die mitten in einem Gespräch die Sprache wechseln möchten, müssen Claude jedoch entweder zum Wechsel auffordern oder ihre Einstellungen anpassen. Anthropic erklärte, dass der Sprachmodus Sprachwechsel bislang nicht automatisch erkennen kann.
Der aktualisierte Sprachmodus ist in der Beta-Version für alle Claude-Chatnutzer auf Mobilgeräten, Desktop und im Web verfügbar. Für Nutzer des kostenlosen Tarifs ist die Funktion auf Haiku und ein verbundenes Drittanbieter-Tool beschränkt, auch wenn alle unterstützten Sprachen verfügbar sind. Bezahlte Tarife umfassen Zugriff auf alle verbundenen Tools und alle unterstützten Modelle, wobei Sprachgespräche auf die Nutzungslimits angerechnet werden.