AltSchool-Africa-CEO Adewale Yusuf tritt nach fünf Jahren zurück und übergibt an Mitgründer Sultan Akintunde
Wichtige Erkenntnisse
- •Mitgründer Adewale Yusuf gibt die CEO-Rolle bei AltSchool Africa nach fünf Jahren auf und wechselt in den Verwaltungsrat; Mitgründer Sultan Akintunde übernimmt die operative Führung.
- •Yusuf führte seine Entscheidung für den Rückzug aus dem Tagesgeschäft auf familiäre Gründe zurück, nach mehr als drei Jahren wiederholter Reisen zwischen den USA und Afrika.
- •AltSchool hat zwei Partneruniversitäten für einen neuen Studienweg gewonnen, der Lernenden den Diplomabschluss und die Übertragung von Credits auf vollwertige Bachelorabschlüsse zu lokalisierten Studiengebühren ermöglicht.
- •Unter Yusufs Führung wuchs AltSchool auf über 100.000 Lernende in mehr als 75 Ländern und sammelte über 4 Millionen Dollar in Pre-Seed- und Seed-Runden.
- •Zu den bemerkenswerten Meilensteinen seiner Amtszeit zählen die ASIC-Akkreditierung aus dem Vereinigten Königreich im Februar 2024, der Start von AltSchool Europe im Dezember 2024 sowie eine Partnerschaft mit Luno zur Ausbildung von 15.000 Nigerianern in Blockchain und digitalen Assets.

Adewale Yusuf, Mitgründer und Geschäftsführer des panafrikanischen Edtech-Startups AltSchool Africa, tritt nach fünf Jahren an der Spitze als CEO zurück. Yusuf wechselt in den Verwaltungsrat des Unternehmens und übergibt die operativen Geschäfte an seinen Mitgründer Sultan Akintunde, der offiziell neuer CEO wird.
Der Führungswechsel markiert einen Wendepunkt für das fünf Jahre alte Unternehmen, das Ende 2020 als TalentQL, eine Firma für technische Personalvermittlung und Outsourcing, gemeinsam mit Mitgründer Opeyemi Awoyemi startete, bevor es im Oktober 2021 auf digitale Bildung umsattelte.
Für Yusuf ist der Rückzug aus dem Tagesgeschäft vor allem eine persönliche Entscheidung. Nach mehr als drei Jahren nahezu ständigem Pendeln zwischen den USA und Afrika priorisiert er nun Stabilität und mehr Zeit mit seiner wachsenden Familie.
„Ich bin weiterhin bei AltSchool, wechsle aber einfach in den Verwaltungsrat“, sagte Yusuf in einem exklusiven Gespräch mit Technext. „Ich möchte persönlich einfach mehr Zeit in den USA mit meiner Familie verbringen. In den letzten drei Jahren bin ich ständig hin- und hergereist, und für mich ist das nicht dauerhaft machbar. Meine Kinder sind auch in einem Alter, in dem ich mehr Zeit mit ihnen verbringen möchte. Natürlich ist das Team kompetent. Wir testen diesen Übergang schon eine Weile, und offen gesagt waren sie es, die das Team geführt und alle Innovationen vorangetrieben haben.“
Trotz des Wechsels an der Spitze betonte Yusuf, dass sowohl die Unternehmensstruktur als auch die grundlegende Vision des Geschäfts unangetastet bleiben. TalentQL wird weiterhin als Muttergesellschaft fungieren – die Instanz, „die Schecks ausstellt“ – und AltSchool Africa absichern.
Da Akintunde das Geschäft von Anfang an mit aufgebaut hat, stellte Yusuf klar, dass die Übergabe operative Kontinuität und keine disruptive strategische Neuausrichtung darstellt.
„Die Richtung wird verbessert; es ist keine neue Richtung“, erklärte Yusuf. „Sultan ist mein Mitgründer; er ist von Anfang an dabei. Es gibt keine Entscheidung, die ich treffe, bei der wir uns nicht einig sind; er steht jetzt einfach im Vordergrund. Er hat außerdem einige spannende Dinge in der Pipeline, deren Einführung wir mit dieser Gelegenheit vorantreiben.“
AltSchool positioniert sich als „edX von Afrika“ mit globalen Studienwegen
Mit Akintundes Ernennung zum CEO kündigt AltSchool Africa seine bislang ehrgeizigste akademische Expansion an: einen formellen Studienweg, der das Startup als „edX von Afrika“ positionieren soll.
Im Rahmen des neuen Modells hat AltSchool bereits zwei Partneruniversitäten gewonnen. Lernende schließen ihr grundlegendes Diplom bei AltSchool ab und können ihre Credits anschließend nahtlos an lokale und internationale Partneruniversitäten übertragen, um einen vollwertigen Bachelorabschluss zu erlangen.
Entscheidend ist, dass die Partnerschaften auf lokalisierten Studiengebühren basieren und damit die prohibitiven finanziellen Hürden und Umzugskosten beseitigen, die üblicherweise mit einem Auslandsstudium verbunden sind, während afrikanische Studierende aus ihren Heimatländern Zugang zu globalen Curricula und Dozenten erhalten.
„Wir haben bereits zwei Universitäten gewonnen, und wir bewegen uns darauf zu, das edX von Afrika zu werden“, teilte Akintunde, der neue CEO, im Interview mit. „Studierende können zuerst zu AltSchool kommen, ihr Diplom abschließen und dann an eine unserer Partneruniversitäten wechseln, um ihr Studium fortzusetzen. Hochschulen, die normalerweise unerreichbar sind, werden zu erschwinglichen Preisen zugänglich, weil unsere Partnerschaften lokale Preise ermöglichen. Statt ins Vereinigtereich zu ziehen und £20.000 für einen Abschluss zu zahlen, stellen Sie sich vor, Sie zahlen nur rund £8.000, während Sie in Nigeria bleiben – mit demselben Abschluss und denselben Dozenten.“
Der Studienweg baut auf einer Reihe von Abschlussoffensiven auf, die mit AltSchools voller internationaler Akkreditierung durch die britische Accreditation Service for International Schools, Colleges, and Universities (ASIC) im Februar 2024 begann und bis zur Einführung von AltSchool Europe im Dezember 2024 reicht.
Fünf Jahre an der Spitze: Yusufs AltSchool-Vermächtnis
Yusuf zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück, nachdem er AltSchool von einem experimentellen Coding-Bootcamp – entstanden aus TalentQLs Erkenntnis, dass der Wettbewerb um einen kleinen Pool erfahrener afrikanischer Ingenieure ohne Ausbildung von Berufseinsteigern nicht nachhaltig war – zu einer akkreditierten, multidisziplinären digitalen Bildungseinrichtung entwickelt hat.
Unter seiner Führung wuchs AltSchool vom ersten Jahrgang 2021 auf über 100.000 Lernende in mehr als 75 Ländern und etablierte starke operative Fußabdrücke in Nigeria, Kenia, Ruanda und Ghana.
Um diese Expansion zu finanzieren, führte Yusuf das Startup zu über 4 Millionen Dollar an Risiko- und Community-Kapital, beginnend mit einer Pre-Seed-Runde über 1 Million Dollar im Februar 2022 mit Voltron Capital, Nestcoin, Pledges und Odunayo Eweniyi, gefolgt von einer Seed-Runde über 3 Millionen Dollar im April 2023 unter Beteiligung von Techstars und Angaza Investment Management.
Im Februar 2024 löste AltSchool ein wichtiges kulturelles Hindernis für afrikanische Eltern, die formale Abschlüsse einfordern, indem es die volle internationale Akkreditierung durch den britischen Accreditation Service for International Schools, Colleges, and Universities (ASIC) sowie lokale Universitätspartnerschaften secure.
Unter Yusuf erweiterte das Startup sein Curriculum auch über Softwareentwicklung hinaus auf Daten, Produkt, Business und die Kreativwirtschaft – Ende 2023 wurden Persönlichkeiten wie Falz, Mr Macaroni und Joey Akan verpflichtet –, bevor im Dezember 2024 AltSchool Europe mit KI-fokussierten Hybridprogrammen in mehr als 12 europäischen Märkten an den Start ging.
Seine Amtszeit war ebenso durch B2BInfrastrukturprojekte und schnelle Produktagilität geprägt. Neben der Einführung einer Bildungs-API im Jahr 2023 für institutionelle Partner in Westafrika und einer Partnerschaft mit der Krypto-Börse Luno im Dezember 2025 zur Ausbildung von 15.000 Nigerianern in Blockchain und digitalen Assets lenkte Yusuf im September 2025 eine entscheidende Produktdrehung: selbstgesteuerte „Nano-Diplome“ für 30 Dollar und die Lokalisierung von Kursinhalten in Hausa, Yoruba, Igbo, Swahili und Französisch.
Yusufs Rückzug aus dem Tagesgeschäft von AltSchool Africa folgt seinem Gründer-Muster. Im November 2020 trat er – nachdem er fast sechs Jahre lang Techpoint Africa zu einer der einflussreichsten Technologiepublikationen und Veranstalter des Kontinents aufgebaut hatte – als CEO zurück, um das Tech-Talentdefizit Afrikas anzugehen; einen Zyklus, den er nun wiederholt, während er AltSchools nächstes institutionelles Kapitel an Akintunde übergibt.
Die kurzfristigen Maßstäbe für Akintundes Amtszeit sind bereits durch die eigene Pipeline des Unternehmens gesetzt: wie schnell der Kreis der Partneruniversitäten über die ersten zwei Institutionen hinaus wächst, was aus den Einführungen wird, die Yusuf zufolge sein Mitgründer in der Hand hat, und wie bereits geschlossene Zusagen – darunter die Luno-Partnerschaft zur Ausbildung von 15.000 Nigerianern in Blockchain und digitalen Assets – unter dem neuen CEO umgesetzt werden.