NachrichtenKryptoAlgorand v5.0.0 führt native Quantenresistenz, ressourcenbasierte Gebühren und erweiterte AVM ein

Algorand v5.0.0 führt native Quantenresistenz, ressourcenbasierte Gebühren und erweiterte AVM ein

Autor: DailyCoin·

Wichtige Erkenntnisse

  • Algorand hat Protokoll-Version 5.0.0 veröffentlicht, über die Node-Betreiber nun abstimmen, um zu entscheiden, ob das Konsens-Upgrade angenommen wird.
  • Das Upgrade führt quantenresistente Konten auf Protokollebene ein und macht Algorand zu einer der ersten großen Blockchains mit nativer Post-Quanten-Sicherheit.
  • Ein neues ressourcenbasiertes Gebührenmodell ersetzt die bisherige Pauschalgebührenstruktur und berechnet Transaktionen auf Basis ihres tatsächlichen Rechen- und Speicherbedarfs, während bestehende Freibeträge beibehalten werden.
  • Die erweiterte Algorand Virtual Machine verdoppelt die Code-Kapazität für Smart Contracts und ermöglicht den Datenaustausch zwischen Verträgen, sodass bestehende Anwendungen ohne vollständigen Neuaufbau aktualisiert werden können.
  • Die Beschränkungen für dezentrale Anwendungen wurden aufgehoben, wobei der Konsens-Parameter von 1.000 auf 2.000 angehoben und die Programmseiten-Limits auf insgesamt 16.384 Byte erhöht wurden.
Algorand v5.0.0 führt native Quantenresistenz, ressourcenbasierte Gebühren und erweiterte AVM ein

Algorand (ALGO) hat Version 5.0.0 seines Blockchain-Protokolls veröffentlicht und führt ein Konsens-Upgrade ein, das Post-Quanten-Konten, ressourcenbasierte Transaktionsgebühren und eine deutlich größere Algorand Virtual Machine (AVM) bringt. Node-Betreiber werden nun über die Annahme des Upgrades abstimmen.

Algorand v5.0.0 was released today. Node runners will now vote on this consensus upgrade. If it passes:

• Post-quantum accounts at the protocol level
• Fees that price what a transaction actually contains
• A bigger, more flexible AVM

Learn more in our blog below 👇 pic.twitter.com/JIycsu7jNc — Algorand (@Algorand) August 12, 2026

Ressourcenbasierte Preisgestaltung und Festkomma-Multiplikatoren

Bislang erhob Algorand eine einheitliche Transaktionsgebühr, unabhängig davon, was eine Überweisung enthielt oder wie viel Blockplatz sie verbrauchte. On-Chain-Inner-Transaktionen boten einen teilweisen Ausweg, hielten jedoch weiterhin am Modell einer Überweisung – eine Gebühr fest. Die meisten großen Layer-1-Blockchains verwenden noch immer Pauschalgebührenstrukturen, wenngleich der Trend zur nutzungsabhängigen Preisgestaltung in der gesamten Branche an Fahrt aufnimmt.

Das v5.0.0-Upgrade führt einen Festkomma-Multiplikator für die Mindestgebühr ein, der in Millionsteln ausgedrückt wird. Eine gewöhnliche Transaktion hat einen Nutzungswert von 1.000.000 und kostet somit eine Mindestgebühr. Das Entwicklungsteam bestätigte, dass der neue „kostenlose" Freibetrag im Vergleich zu den bisherigen Werten nicht reduziert wird: Jede Transaktion umfasst mindestens 1.024 Byte für Notizfelder, 2.048 Byte für Anwendungsargumente, drei zusätzliche Programmseiten und 1.000 Byte LogicSig.

Drei zentrale Upgrades

Das v5.0.0-Upgrade konzentriert sich auf drei wesentliche Verbesserungen:

Größere Algorand Virtual Machine (AVM): Smart Contracts können nun doppelt so viel Code aufnehmen und Daten untereinander teilen. Bestehende Anwendungen können vor Ort aktualisiert werden, ohne einen vollständigen Neuaufbau zu erfordern. Die erweiterte Programmgrößenobergrenze beseitigt eine langjährige Einschränkung für Entwickler, die komplexe DeFi-, Gaming- und Identitätsanwendungen auf Algorands Layer 1 erstellen.

Ressourcenbasierte digitale Asset-Preisgestaltung: Größere Überweisungen werden mit nur einer geringen Zusatzgebühr möglich, während reguläre Zahlungen unverändert bleiben. Die zusätzlich erhobenen Gebühren fließen in Algorands Nachhaltigkeit und Netzwerkwartung.

Native Post-Quanten-Konten: Algorand führt quantenresistente Konten auf Protokollebene ein. Das Projekt wurde zuvor von Google für seinen proaktiven Ansatz bei der kryptografischen Resistenz gegen die aufkommende Bedrohung durch Quantencomputer anerkannt. Quantenresistente Kryptografie ist zu einer wachsenden Priorität im gesamten Technologiesektor geworden, da NIST seinen mehrjährigen Prozess der Standardisierung von Post-Quanten-Algorithmen fortsetzt und Sicherheitsforscher vor Szenarien warnen, bei denen Angreifer verschlüsselte Daten sammeln, um sie später zu entschlüsseln („harvest now, decrypt later").

Read the release on GitHub: — Algorand (@Algorand) August 12, 2026

dApp-Kapazität erweitert

Das v5.0.0-Patch hebt außerdem die Beschränkungen für dezentrale Anwendungen (dApps) auf, die auf Algorands Layer-1-Netzwerk betrieben werden. Der Konsens-Parameter wurde von 1.000 auf 2.000 angehoben – eine Grenze, die zuvor die Komplexität anspruchsvoller Verträge eingeschränkt hatte. Nach den neuen Regeln steigt die Obergrenze auf bis zu sieben zusätzliche Programmseiten, was insgesamt 16.384 Byte erlaubt.

Weitere Details finden Sie in Algorands offiziellem Blog-Beitrag: Der elliptischen Kurve einen Schritt voraus: Was im nächsten Konsens-Upgrade steht.