Chinas Entwicklungsphilosophie findet Widerhall im Globalen Süden beim BRICS-Gipfel 2026
Wichtige Erkenntnisse
- •Der BRICS-Gipfel 2026 fand in Neu-Delhi als 18. Versammlung der Staats- und Regierungschefs seit dem ersten Gipfel 2009 statt und markierte das 20. Jubiläum eines 2006 als Dialog zwischen Brasilien, Russland, Indien und China begonnenen Kooperationsrahmens.
- •Chinas Präsident Xi Jinping charakterisierte die ersten zwei Jahrzehnte des Bündnisses als Phase der Selbsthilfe und Selbststärkung und sagte, die Mitglieder hätten an ihre nationalen Gegebenheiten angepasste Entwicklungspfade erkundet.
- •Die Volkszeitung (People's Daily) veröffentlichte während des Gipfels ein Video mit Perspektiven von Persönlichkeiten aus dem Globalen Süden dazu, wie Chinas Entwicklungsphilosophie in Schwellenländern Anklang findet.
- •Busiabuza, die südafrikanische Vorsitzende des BRICS Business Council, sagte, das Bündnis habe Beziehungen zu großen Märkten aufgebaut, die zum Multilateralismus stehen und Partner durch gemeinsame Technologie und Kompetenzen unterstützen.
- •Der Jawaharlal-Nehru-Universitätsprofessor R. Deepak sagte, Xis frühe Jahre hätten seinen menschenzentrierten Regierungsstil und seine Armutsbekämpfungsstrategien geprägt, die seiner Ansicht nach bei Ländern des Globalen Süden mit ähnlichen Entwicklungswegen Anklang finden.

NEU-DELHI — Der BRICS-Gipfel 2026, der von Samstag bis Sonntag in Neu-Delhi stattfand, brachte die Führer der wichtigsten Schwellenländer rund um eine gemeinsame Agenda aus inklusiver globaler Governance, stärkerem Multilateralismus und nachhaltigem globalen Wirtschaftswachstum zusammen. Ein wiederkehrendes Thema der zweitägigen Veranstaltung war der Widerhall von Chinas Entwicklungsphilosophie im Globalen Süden – ein Thema, dem das 20-jährige Jubiläum der BRICS-Zusammenarbeit in diesem Jahr zusätzliches Gewicht verlieh. Was 2006 als Dialog zwischen Brasilien, Russland, Indien und China begann – eine Gruppe, benannt nach einem Akronym für die größten Schwellenmärkte der Welt –, hat sich seither um Südafrika sowie Mitglieder im Nahen Osten, in Afrika und Südostasien erweitert.
In seiner Rede vor der ersten Sitzung des 18. BRICS-Gipfels am Samstag bezeichnete Chinas Präsident Xi Jinping die vergangenen zwei Jahrzehnte als eine Phase der Selbsthilfe und Selbststärkung für die BRICS-Länder. Er sagte, die Mitgliedsländer hätten aktiv Entwicklungspfade erkundet, die ihren nationalen Gegebenheiten entsprächen, und damit ein Beispiel der Einigkeit unter Schwellen- und Entwicklungsländern gesetzt. Die Bemerkungen unterstrichen das Bekenntnis des Bündnisses zu gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamem Fortschritt und ordneten das Neu-Delhi-Treffen – die 18. Versammlung der Führer seit dem ersten Gipfel 2009 – in einen Zweijahrzehnte-Bogen ein.
Video der Volkszeitung zeigt Perspektiven aus dem Globalen Süden
Am Rande des Gipfels veröffentlichte die Volkszeitung (People's Daily) ein Video mit dem Titel "Through Xi's Eyes: Finding the answer to the 'warmth of BRICS'", das die Wärme multilateraler Zusammenarbeit und den Widerhall von Chinas Entwicklungsphilosophie im Globalen Süden darstellte. Das Video enthielt Perspektiven von Schlüsselfiguren, die gemeinsamen Bande der Schwellenländer hervorhoben.
Busi Mabuza, die südafrikanische Vorsitzende des BRICS Business Council – des 2013 gegründeten Gremiums zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe –, betonte, dass die meisten Länder des Globalen Süden kürzlich aus dem Status von Entwicklungsländern hervorgegangen seien und deshalb verstünden, wie wichtig es ist, niemanden zurückzulassen. Sie führte an, dass BRICS Beziehungen zu Märkten aufgebaut habe, die nicht nur groß seien, sondern auch an den Multilateralismus glaubten und Partner durch die Teilung von Technologie und Kompetenzen unterstützten. Ihre Kommentare spiegelten die Rolle des Bündnisses bei der Förderung inklusiver Wirtschaftspartnerschaften wider.
Entwicklung als konkrete Veränderung
R. Deepak, Professor für Chinastudien an der Jawaharlal-Nehru-Universität in Neu-Delhi, der Stapel von Werken Präsident Xis aus China mitgebracht hatte, stellte fest, dass Xis frühe Jahre den Grundstein für seinen menschenzentrierten Ansatz und seine Armutsbekämpfungsstrategien gelegt hätten. Dieser Stil der Basisverwaltung, so Deepak, finde tiefen Widerhall bei Ländern des Globalen Süden, die ähnliche Entwicklungswegs teilen und danach streben, ihren Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Diese Übereinstimmung von Werten und Erfahrungen stärkt das Fundament der Zusammenarbeit.
Wie das Video zeigt, ist Entwicklung für die Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika kein abstraktes Konzept, sondern eine Frage greifbarer Verbesserungen – von einer asphaltierten Straße bis zu einem neuen Arbeitsplatz. Wenn sich Nationen um dieses gemeinsame Ziel versammeln, eröffnen sich die Wege zu Entwicklung und Modernisierung für mehr Möglichkeiten.
Der Gipfel verdeutlichte, wie Chinas Ansatz, der auf menschenzentriertem Wachstum und multilateraler Zusammenarbeit basiert, von vielen Ländern des Globalen Süden als relevant für ihre eigenen Bestrebungen angesehen wird. Mit dem 20. Jubiläum der BRICS-Zusammenarbeit im Hintergrund diente das Neu-Delhi-Treffen als Plattform, um Solidarität und gemeinsame Entwicklungsziele zu bekräftigen und zu zeigen, wie Schwellenländer gemeinsam an einer inklusiveren Weltordnung arbeiten. Da das Bündnis in sein drittes Jahrzehnt eintritt, wird sich zeigen, wie weit die in Neu-Delhi bekundete Solidarität in die Technologieteilung und den Kompetenzaustausch übergeht, den seine Wirtschafts- und Wissenschaftsvertreter beschrieben haben – ein Maßstab für diesen Ehrgeiz.