NachrichtenKryptoZilliqa stoppt native Transaktionen nach kritischer Ledger-App-Sicherheitslücke, die private Schlüssel offenlegt

Zilliqa stoppt native Transaktionen nach kritischer Ledger-App-Sicherheitslücke, die private Schlüssel offenlegt

Autor: DailyCoin·

Wichtige Erkenntnisse

  • Eine kritische Sicherheitslücke bei der Nonce-Generierung in der Zilliqa-Ledger-App könnte es Angreifern ermöglichen, die privaten Schlüssel der Benutzer nach etwa fünf über das Gerät signierten nativen Transaktionen wiederherzustellen.
  • Zilliqa stoppte alle nativen ZIL-Transaktionen und riet betroffenen Benutzern, ihre Schlüssel sofort zu rotieren, da kompromittierte Signaturdaten nicht aus der Blockchain entfernt werden können.
  • Upbit versetzte ZIL in den Vorwarnstatus und begann mit einer De-Listing-Überprüfung, was zu einem Preisrückgang des Tokens von etwa 10 % beitrug.
  • EVM-kompatible Transaktionen und Software-Wallets waren von dem Fehler nicht betroffen, der auf native Non-EVM-Zilliqa-Transaktionen beschränkt war.
  • Zilliqa arbeitet mit Börsenpartnern wie KuCoin zusammen, um gestohlene Gelder zurückzuverfolgen, und entwickelt eine gepatchte Version seiner Ledger-Anwendung.
Zilliqa stoppt native Transaktionen nach kritischer Ledger-App-Sicherheitslücke, die private Schlüssel offenlegt

Zilliqa hat alle nativen ZIL-Transaktionen gestoppt, nachdem eine kritische Sicherheitslücke in seiner Ledger-Hardware-Wallet-Anwendung die privaten Schlüssel der Benutzer offengelegt hatte. Dies löste eine Reaktion auf Börsenebene und einen steilen Preisverfall des Tokens aus. Der Vorfall verdeutlicht ein oft übersehenes Risiko in der Sicherheit von Hardware-Wallets: Obwohl Geräte wie Ledger darauf ausgelegt sind, private Schlüssel von internetverbundenen Systemen isoliert zu halten, können die darauf laufenden Blockchain-Anwendungen von Drittanbietern immer noch ausnutzbare Fehler aufweisen.

Upbit versetzt ZIL in den Vorwarnstatus

Upbit, Südkoreas größte Krypto-Börse, versetzte ZIL umgehend in den Vorwarnstatus und leitete eine De-Listing-Überprüfung ein. Der Handel wurde noch nicht ausgesetzt, aber die Maßnahmen der Börse spiegeln ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Sicherheit und der potenziellen Risiken für Investoren wider. ZIL fiel nach der Ankündigung um etwa 10 %.

Technische Details der Sicherheitslücke

Der Fehler liegt darin, wie die Zilliqa-Ledger-App Zufälligkeit – genauer gesagt die Nonce – in Schnorr-Signaturen für native (nicht-EVM) Zilliqa-Transaktionen behandelte. Nach etwa fünf nativen Transaktionen, die über die Ledger-App signiert wurden, könnten Angreifer den privaten Schlüssel des Benutzers mit handelsüblicher Rechenleistung ableiten. Fehler bei der Nonce-Generierung sind eine gut dokumentierte Klasse kryptografischer Schwachstellen: Wenn Signaturen Nonces wiederverwenden oder vorhersagbare Nonces erzeugen, kann der zugrunde liegende private Schlüssel mathematisch aus den öffentlichen Signaturdaten rekonstruiert werden. In diesem Fall ist die Offenlegung dauerhaft, da jede Signatur On-Chain aufgezeichnet wird.

Zilliqa warnte, dass jedes Konto, das die betroffene Ledger-App verwendete, als kompromittiert betrachtet werden sollte, da die geleakten Signaturdaten dauerhaft On-Chain aufgezeichnet sind.

Das Projekt offenbarte die Sicherheitslücke über sein offizielles X-Konto:

Nonce-Generation Vulnerability in the Zilliqa Ledger App: A critical vulnerability has been identified in the Zilliqa Ledger application affecting the generation of Schnorr signatures for native (non-EVM) Zilliqa transactions. The vulnerability causes signatures to be generated… — Zilliqa (@zilliqa) July 22, 2026

Umfang des Problems

EVM-kompatible Transaktionen und Software-Wallets scheinen von der Sicherheitslücke unberührt zu bleiben. Zilliqa arbeitet zusammen mit Börsenpartnern, darunter KuCoin, daran, gestohlene Gelder zurückzuverfolgen. Der Fehler wurde am 21. Juli öffentlich gemacht.

Hinweise für betroffene Benutzer

Benutzern, die native Zilliqa-Transaktionen über die Ledger-App durchgeführt haben, wird dringend geraten, ihre Schlüssel sofort zu rotieren. Zilliqa hat betont, dass betroffene Konten als vollständig kompromittiert behandelt werden sollten, da die auf der Blockchain (On-Chain) offengelegten Signaturdaten nicht entfernt werden können.

Der Vorfall unterstreicht, dass die Sicherheit von Hardware-Wallets nicht nur vom physischen Gerät abhängt, sondern auch von der Integrität der darauf laufenden Anwendungsschicht. Ob Upbit mit dem De-Listing fortfährt und ob Zilliqa eine gepatchte Ledger-App veröffentlicht, sind wichtige Entwicklungen, die es zu beobachten gilt. Zilliqa koordiniert sich derzeit mit Börsen und Partnern, um die Auswirkungen abzumildern, während an einer Lösung gearbeitet wird.

Quelle: DailyCoin