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Yanmars maritimes Wasserstoff-Brennstoffzellensystem erhält DNV-Bauartzulassung

Autor: Ship & Bunker·

Wichtige Erkenntnisse

  • DNV hat der GH-FC-Serie maritimer Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme von Yanmar die Bauartzulassung erteilt und damit die Konformität mit ihren maritimen Vorschriften und Richtlinien bestätigt.
  • Die Zertifizierung soll den Zulassungsaufwand für Werften, Systemintegratoren und Reedereien verringern, die die Technologie in künftigen Projekten einsetzen.
  • Yanmar entwickelt seit 2015 Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie, hat ihre maritimen Systeme 2023 kommerzialisiert und in Japan mit Reedern, Betreibern und Kommunen eingesetzt.
  • Yanmar betrachtet die DNV-Zulassung, die in den großen Flaggenstaaten in der Regel anerkannt ist, als einen Schritt, die GH-FC-Serie von Japan aus auf internationale Märkte auszuweiten.
  • Das Brancheninteresse an Wasserstoff-Brennstoffzellen wird unter anderem durch die IMO-Strategie für netto-null Treibhausgasemissionen im internationalen Schiffsverkehr bis etwa 2050 befeuert.
Yanmars maritimes Wasserstoff-Brennstoffzellensystem erhält DNV-Bauartzulassung

Das maritime Wasserstoff-Brennstoffzellensystem von Yanmar Power Solutions hat die Bauartzulassung (Type Approval) der norwegischen Klassifikationsgesellschaft DNV erhalten, wie das Unternehmen am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Die Zulassung umfasst Yanmars GH-FC-Serie von Brennstoffzellensystemen und bestätigt die Konformität mit den Vorschriften und Richtlinien der DNV für maritime Anwendungen. Die DNV-Bauartzulassung ist ein Zertifizierungsverfahren, bei dem nachgewiesen wird, dass ein Produkt die technischen Standards der Klassifikationsgesellschaft erfüllt – eine Voraussetzung für die breite Einführung maritimer Ausrüstung in Werften und Flaggenstaaten.

Yanmar erklärte, die Zertifizierung werde Werften, Systemintegratoren und Reedereien helfen, den Zulassungsaufwand für künftige Projekte mit dieser Technologie zu verringern.

Die Zertifizierung unterstützt den Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie in der Schifffahrt. Brennstoffzellen wandeln Wasserstoff durch einen elektrochemischen Prozess in Elektrizität um und verursachen am Einsatzort keine Kohlenstoffemissionen; sie gelten in der Schifffahrtsbranche als einer von mehreren Wegen zur Reduzierung von Schiffsemissionen. Dieses Interesse wird unter anderem durch die Strategie der International Maritime Organization (IMO) befeuert, bis etwa 2050 netto-null Treibhausgasemissionen im internationalen Schiffsverkehr zu erreichen, was Reedereien und Ausrüstungshersteller zur Erkundung alternativer Kraftstoffe und Antriebstechnologien bewegt. Wasserstoff-Brennstoffzellen gelten insbesondere für kürzere Routen und kleinere Schiffe als Kandidat, da die an Bordlagerung von Wasserstoff aufgrund seiner geringen volumetrischen Energiedichte und die begrenzte Tankinfrastruktur dort weniger Einschränkungen darstellen als bei langen Ozeanüberquerungen.

Yanmar entwickelt seit 2015 Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie und hat seine maritimen Brennstoffzellensysteme 2023 kommerzialisiert. Seither hat das Unternehmen die Technologie in Japan im Rahmen von Projekten mit Reedern, Betreibern und Kommunen eingesetzt. Die japanische Regierung fördert den Einsatz von Wasserstoff, auch im Seetransport, im Rahmen ihrer nationalen Wasserstoffstrategie, was der Technologie ein innerstaatliches Praxistestfeld verschafft hat.

Laut Yanmar markiert die DNV-Zulassung einen Schritt, die GH-FC-Serie vom Einsatz in Japan hin zu internationalen Märkten auszuweiten. Klassifikationszulassungen von Gesellschaften wie DNV werden in den großen Flaggenstaaten in der Regel anerkannt, was die Zertifizierung über den japanischen Binnenmarkt hinaus relevant macht.

Quelle: Ship & Bunker